- 07.03.2003, 12:45:39
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Waneck: Im Mittelpunkt steht der Mensch – Fortsetzung der Sanierungspolitik
Schaffung eines finanzierbaren, gerechten, effizienten und qualitativ hochwertigen Gesundheitssystems ist das Ziel – Grundprinzipien eines funktionierenden Gesundheitssystems sind: Personalität, Solidarität und Subsidarität
Wien, (BMSG/STS) – "Das österreichische Gesundheitssystem, wie wir
es vor drei Jahren übernommen haben, war unzureichend", so FP-
Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck.
"Strukturelle Schwächen, bürokratischer Wildwuchs und
Kompetenzenwirrwar behinderten einen für den Versicherten und
Patienten ökonomischen Mitteleinsatz. Vieles konnte bereits
verbessert werden, vieles ist noch zu tun", so Waneck. ******
"Unsere Ziele sind klar definiert", so Waneck. "Mehr Menschen sollen
gesund und beschwerdefrei älter werden. Die Gesundheitsversorgung
soll sich an den individuellen Bedürfnissen der Menschen
orientieren. Vorbeugung und kurative Medizin sollen in ihrer
Wertigkeit gleich gestellt werden. Die Erreichbarkeit der
notwendigen medizinischen Leistungen muss langfristig sicher
gestellt werden, schließlich müssten die angeführten
"Volkskrankheiten" verstärkt bekämpft werden", betonte Waneck.
Nach 30 Jahren Wildwuchs im österreichischen Gesundheitssystem, in
dem Strukturen entstanden sind, die weder finanzierbar noch
durchschaubar sind, hat das Staatssekretariat für Gesundheit einen
"Österreichischen Gesundheitsplan" erarbeitet. Dieser
Gesundheitsplan solle nun umgesetzt werden. "Wir wollen ein
gerechtes Gesundheitssystem für alle Österreicherinnen und
Österreicher und keine ungerechte Mehrklassen-Klassen-Medizin", so
Waneck. Derzeit drohe das Gesundheitssystem "Kaputtverwaltet" zu
werden.
Im Mittelpunkt des Gesundheitswesens stehe der Mensch, so Waneck. Es
sei menschlich, dass jeder von uns, wenn er sich in die Hände des
Gesundheitssystems begebe sofort die beste medizinische Leistung
erhalten wolle. Dies, so Waneck, sei oft nicht der Fall: Lange
Wartezeiten, schlechte Qualität in der Behandlung, zu wenig
Kassenverträge, knappe Ressourcen behindern eine optimale
Versorgung. "Dadurch entsteht latente Unzufriedenheit mit dem
Gesundheitssystem für Betroffene. Wir verlangen daher die Verkürzung
der Wartezeiten durch mehr Kassenverträge und mehr niedergelassene
Ärzte, die Qualitätssicherung bei der Behandlung, bessere
Ausstattung mit Finanzmittel durch eine Reform der
Finanzierungsströme im Gesundheitswesen", so Waneck. "Die Medizin
muss von einer Geldorientierung zu einer Betroffenenorientierung
kommen", betonte Waneck.
Österreichs Gesundheitssystem zählt trotz grober Mängel noch immer
zu den besten auf der Welt. Daneben zeichne es sich auch durch eine
hohe Wertschöpfung aus. Das Gesundheitswesen sei auch ein ganz
wesentlicher Motor der Volkswirtschaft, seien doch zusammen mit den
Zuliefergewerben fast 10 Prozent der Erwerbstätigen Österreichs auf
diesem Sektor tätig, erinnerte Waneck. "Die Aufrechterhaltung des
hohen medizinischen Standards für alle erfordert jedoch ständige
Adaptierungen des Systems", so Waneck, "so wie in der Medizin auch
nichts wahr, sondern nur zeitweise richtig ist." (Schluss) mg bxf
Rückfragehinweis: BMSG - Bundesministerium für
soziale Sicherheit und Generationen
Kabinett des Staatssekretärs für Gesundheit
Martin Glier
Tel.: (++43-1) 711 00/4619
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