Lenkungseffekt oder Zugangsbarriere?

NÖGKK-Hutter: Befremdung über Obmann-Kollegen Donabauer

Wien (OTS) - "Nachvollziehen kann ich die Aussagen meines Obmann-Kollegen nicht", zeigt sich NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter verwundert über die jüngsten Aussagen von NR Karl Donabauer, dem Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Donabauer hatte die von der Regierung geplanten Selbstbehalte verteidigt. Dabei sind unter seiner Obmannschaft die prozentuellen Selbstbehalte abgeschafft worden.

Besonders schmerzt es Hutter als Vertreter der Versicherten, dass ein "Lenkungseffekt" eines Arztselbstbehaltes von Donabauer angesprochen wird. "Wir wissen von der Ambulanzgebühr, dass es kurzfristig keinen Lenkungseffekt gibt. Langfristig gibt es einen Effekt bei Selbstbehalten: Und der heißt Zugangsbarriere für sozial Schwächere. Manche Österreicher werden sich den notwendigen Arztbesuch nicht mehr leisten können. Und auf lange Sicht wird das teure Folgekosten für die soziale Krankenversicherung haben!"
Und was die finanzielle Situation der Krankenkassen betrifft, sieht Hutter prozentuelle Selbstbehalte nicht als Allheilmittel. "Diese Selbstbehalte gibt es ja bereits bei einigen Krankenversicherungsträgern - aber auch diese müssen heuer mit einem Defizit abschließen."

Hutter: "Eines der obersten Prinzipien unserer sozialen Krankenversicherung ist das Solidaritätsprinzip. Und genau das ist bedroht, wenn zusätzliche Mittel einzig und allein von den Kranken abkassiert werden."

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