- 07.03.2003, 12:17:48
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Lenkungseffekt oder Zugangsbarriere?
NÖGKK-Hutter: Befremdung über Obmann-Kollegen Donabauer
Wien (OTS) - "Nachvollziehen kann ich die Aussagen meines
Obmann-Kollegen nicht", zeigt sich NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter
verwundert über die jüngsten Aussagen von NR Karl Donabauer, dem
Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Donabauer hatte die
von der Regierung geplanten Selbstbehalte verteidigt. Dabei sind
unter seiner Obmannschaft die prozentuellen Selbstbehalte abgeschafft
worden.
Besonders schmerzt es Hutter als Vertreter der Versicherten, dass
ein "Lenkungseffekt" eines Arztselbstbehaltes von Donabauer
angesprochen wird. "Wir wissen von der Ambulanzgebühr, dass es
kurzfristig keinen Lenkungseffekt gibt. Langfristig gibt es einen
Effekt bei Selbstbehalten: Und der heißt Zugangsbarriere für sozial
Schwächere. Manche Österreicher werden sich den notwendigen
Arztbesuch nicht mehr leisten können. Und auf lange Sicht wird das
teure Folgekosten für die soziale Krankenversicherung haben!"
Und was die finanzielle Situation der Krankenkassen betrifft, sieht
Hutter prozentuelle Selbstbehalte nicht als Allheilmittel. "Diese
Selbstbehalte gibt es ja bereits bei einigen
Krankenversicherungsträgern - aber auch diese müssen heuer mit einem
Defizit abschließen."
Hutter: "Eines der obersten Prinzipien unserer sozialen
Krankenversicherung ist das Solidaritätsprinzip. Und genau das ist
bedroht, wenn zusätzliche Mittel einzig und allein von den Kranken
abkassiert werden."
Rückfragehinweis:
Dr. Elisabeth Heinz
Nö. Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 2742 899-5122
Fax: +43 2742 899-6560
mailto:[email protected]
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