• 07.03.2003, 09:00:00
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Eröffnungsfeier der derzeit weltweit größten solarunterstützten Klärschlammtrocknungsanlage auf der Kläranlage Krems a.d. Donau

Energiegewinnung aus Klärschlamm - Sonne schickt keine Rechnung!

Im Bild: elektrisches Schwein in Action

Wien (OTS) - Am 28. März 2003 findet die Eröffnungsfeier der
derzeit weltweit größten solarunterstützten
Klärschlammtrocknungsanlage auf der Kläranlage Krems a.d. Donau
statt. Es handelt sich hier bereits um die fünfte realisierte Anlage
in Österreich, welche durch die Firma ACAT (Applied Chemicals
Anwendungstechnik) in Zusammenarbeit mit dem deutschen Lieferanten
Thermo Systems gebaut wurde. Unter Berücksichtigung der weiteren im
Bau befindlichen Projekte kann festgehalten werden, dass sich diese
ökonomische und ökologische Art der Klärschlammbehandlung in
kürzester Zeit am österreichischen Markt durchgesetzt hat.

Das von Wissenschaftlern der Universität Stuttgart-Hohenheim in
Deutschland entwickelte solare Klärschlammtrocknungs-System entzieht
dem Schlamm mit minimalem Energieaufwand enorme Flüssigkeitsmengen.
Das "elektrische Schwein" ist die technische Finesse dieser Anlage
zur Klärschlammtrocknung, die effektiv und mit niedrigen
Betriebskosten arbeitet. Als Ergebnis bleibt ein durchgetrocknetes,
krümeliges Restmaterial, welches aufgrund des hohen Heizwertes als
Brennstoff eingesetzt werden kann.

Die österreichischen Kommunen stehen vor einer immer größer
werdenden Schlammlawine, wovon jedes Kilo behandelt, gelagert,
transportiert und letztendlich entsorgt werden muss. Die daraus
resultierenden Umwelt- u. Verkehrsbelastungen und nicht zuletzt die
finanziellen Belastungen für die Kläranlagenbetreiber sind erheblich.
Das entwickelte Verfahren bietet nun den Kommunen die Chance, aus der
Kostenfalle zu entkommen, da die sie von der Sonne die benötigte
Trocknungsenergie zum Nulltarif bekommen.

Neben den geringeren Betriebskosten aufgrund der Nutzung
kostenloser Solarenergie stellt die Entsorgung des getrockneten
Schlammes einen weiteren Vorteil dar: Das trockene Material stinkt
nicht mehr und kann recht einfach auf alle zulässigen
Verwertungspfade wie Rekultivierung oder Verbrennung gebracht werden.
"Entscheidet man sich für das Verbrennen, so können sogar noch
etliche Tonnen Kohle ersetzt werden", so Prof. Mühlbauer beim Seminar
der Umweltakademie.

Durch die kommende Deponieverordnung ab 2004 und den Vorgaben für
die landwirtschaftliche Ausbringung von Klärschlamm, werden
Abwasserverbände gezwungen, sich ein Konzept zur weiteren
Klärschlammentsorgung zu überlegen.

Eine Trocknung des Klärschlammes bringt den Energiegehalt
(Heizwert) in den Bereich der Rohbraunkohle und sichert somit eine
selbstgängige Verbrennung ohne Zusatzbrennstoff. Prinzipiell bleiben
somit alle Entsorgungswege offen, was dem Betreiber Flexibilität
bringt - und letztendlich Kosten spart.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Hr. Ing. Ewald Kern - Leiter der Abteilung
Maschinen- und Anlagentechnik
Applied Chemicals Handels GesmbH,
Wolfgang Pauli G. 3, A - 1140 Wien
Tel: +43 1 979 34 73/32
mailto:[email protected]
http://www.acat.com

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