Knapp 295.000 Arbeitslose Ende Februar-

Arbeitslosigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um 7.755 Personen oder 2,7 % – Vom Zuwachs waren vor allem Dienstleistungsberufe betroffen - Rückgang der Arbeitslosigkeit in Wien - Ausbau der Arbeitsmarktförderung und Anstieg der Schulungsteilnehmer

Wien (OTS) – Im Februar stieg die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter an, der Anstieg war jedoch deutlich geringer als noch in der zweiten Hälfte des Vorjahres. Mit 294.804 Jobsuchenden lag die Arbeitslosenzahl um 7.755 Personen oder 2,7 % über dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Vormonat ging die Arbeitslosigkeit saisonbedingt um 8.872 oder 2,9 % zurück. Die nach EU-Kriterien ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag im Februar bei
4,1 % (vorläufiger Wert) und blieb damit gegenüber Jänner 2003 unverändert. Die nach nationalen Kriterien errechnete Arbeitslosenquote lag mit 8,6 % um 0,1 Prozentpunkt über dem Vorjahreswert.

Die Dynamik am Arbeitsmarkt blieb auf hohem Niveau: Im Februar verzeichneten die regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice (AMS) 61.474 Zugänge (um 3.403 oder 5,9 % mehr als im Vorjahr) und 77.090 Abgänge (um 577 oder 0,8 % mehr als im Vorjahr) aus der Arbeitslosigkeit. Ende Februar waren 195.642 Männer und 99.162 Frauen arbeitslos gemeldet. Zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit bei den Frauen (minus 1.522 oder 1,5 %), während die Zahl der arbeitslosen Männer gegenüber dem Vorjahr anstieg (plus 9.277 oder 5 %).

Eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr gab es in den Saisonberufen (plus 1.1864 oder 2,2 % auf 86.771) und in den Produktionsberufen (plus 1.327 oder 1,6 % auf 86.792). Den größten Zuwachs gab es bei den Dienstleistungsberufen (plus 4.478 oder 3,8 % auf 120.978). Vom Anstieg waren am stärksten technische Berufe, Handels-, Verkehrs- und Büroberufe betroffen.

Rund 45 % der arbeitslosen Personen befanden sich Ende Februar in zwei Branchen: In der Baubranche waren 86.216 Personen (plus 1.468 oder 1,8 %) arbeitslos vorgemerkt, in der Sachgütererzeugung (plus 1.157 oder 2,4 %) waren es 49.742 Personen. Leicht rückläufig war die Arbeitslosenzahl im Handel und Unterrichtswesen, bei den sonstigen Dienstleistungen lag die Arbeitslosenzahl um 1.475 über dem Vorjahresniveau.

Nach Alterskategorien gab es unterschiedliche Entwicklungen bei Männern und Frauen. Zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit kam es bei der Altersgruppe der 25 bis unter 45jährigen Frauen (minus 3.192 oder 5,6%). Weiterhin vom zunehmenden Problemdruck gekennzeichnet sind die Altergruppen der über 55jährigen Männer (plus 1.727) sowie der über 55jährigen Frauen (plus 1.231). Zuwächse bei der Jugendarbeitslosigkeit fallen stärker bei Männern (plus 2.925) als bei Frauen (plus 602)aus.

Nach Ausbildungskategorien zeigte sich Ende Februar im Vergleich
zum Vorjahr folgendes Bild: Den relativ gesehen größten Anstieg der Arbeitslosigkeit gab es bei den Absolventen von höheren berufsbildenden Schulen (plus 1.049 oder 10 %) und den Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen (plus 764 oder 11,2%). Insgesamt haben jedoch folgende drei Gruppen den größten Anteil an der Arbeitslosenzahl: Personen ohne abgeschlossene Schule (11.655), Personen mit Pflichtschulabschluss (120.616) und Personen mit Lehrabschluss (121.572).

Nach Regionen betrachtet nahm die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern außer in Wien zu. Dort sank die Arbeitslosenzahl um 1.265 oder 1,5 % unter das Vorjahresniveau. In den übrigen Bundesländern lag die Arbeitslosigkeit über dem Vorjahresniveau. Den stärksten Zuwachs verzeichnete Vorarlberg (plus 1.190 oder 16,3 %). In den Bundesländern Steiermark (plus 5,3 %), Tirol (plus 5,1 %), Salzburg (plus 5 %), Niederösterreich (plus 4,7 %), Burgenland (plus 3,5 %) und Kärnten (plus 3,1 %) lag der Arbeitslosenzuwachs über dem Bundesdurchschnitt von 2,7 %.

Ausbau der Schulungen des Arbeitsmarktservice= Ende Februar waren österreichweit 45.230 Personen in Schulung, das waren um 11.930 oder 35,8 % mehr als im Februar des Vorjahres. Stark über dem Vorjahresniveau lag die Zahl der Schulungsteilnehmer in Wien (plus 6.405 oder 83,1 %), in der Steiermark (plus 1.781 oder 28,3%) sowie in Oberösterreich (plus 1.669 oder 24,8%). Mehr als die Hälfte der Schulungsteilnehmer stammt aus den vier Berufsbereichen Büroberufe (8.690 Personen), Handelsberufe (5.667 Personen), Metall- und Elektroberufe (6.119 Personen) und Hilfsberufe (5.233 Personen).

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