- 04.03.2003, 11:00:00
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Knapp 295.000 Arbeitslose Ende Februar-
Arbeitslosigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um 7.755 Personen oder 2,7 % – Vom Zuwachs waren vor allem Dienstleistungsberufe betroffen - Rückgang der Arbeitslosigkeit in Wien - Ausbau der Arbeitsmarktförderung und Anstieg der Schulungsteilnehmer
Wien (OTS) – Im Februar stieg die Arbeitslosigkeit in Österreich
weiter an, der Anstieg war jedoch deutlich geringer als noch in der
zweiten Hälfte des Vorjahres. Mit 294.804 Jobsuchenden lag die
Arbeitslosenzahl um 7.755 Personen oder 2,7 % über dem
Vorjahreswert. Gegenüber dem Vormonat ging die Arbeitslosigkeit
saisonbedingt um 8.872 oder 2,9 % zurück. Die nach EU-Kriterien
ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag im Februar bei
4,1 % (vorläufiger Wert) und blieb damit gegenüber Jänner 2003
unverändert. Die nach nationalen Kriterien errechnete
Arbeitslosenquote lag mit 8,6 % um 0,1 Prozentpunkt über dem
Vorjahreswert.
Die Dynamik am Arbeitsmarkt blieb auf hohem Niveau: Im Februar
verzeichneten die regionalen Geschäftsstellen des
Arbeitsmarktservice (AMS) 61.474 Zugänge (um 3.403 oder 5,9 % mehr
als im Vorjahr) und 77.090 Abgänge (um 577 oder 0,8 % mehr als im
Vorjahr) aus der Arbeitslosigkeit. Ende Februar waren 195.642
Männer und 99.162 Frauen arbeitslos gemeldet. Zurückgegangen ist
die Arbeitslosigkeit bei den Frauen (minus 1.522 oder 1,5 %),
während die Zahl der arbeitslosen Männer gegenüber dem Vorjahr
anstieg (plus 9.277 oder 5 %).
Eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr gab
es in den Saisonberufen (plus 1.1864 oder 2,2 % auf 86.771) und in
den Produktionsberufen (plus 1.327 oder 1,6 % auf 86.792). Den
größten Zuwachs gab es bei den Dienstleistungsberufen (plus 4.478
oder 3,8 % auf 120.978). Vom Anstieg waren am stärksten technische
Berufe, Handels-, Verkehrs- und Büroberufe betroffen.
Rund 45 % der arbeitslosen Personen befanden sich Ende Februar in
zwei Branchen: In der Baubranche waren 86.216 Personen (plus 1.468
oder 1,8 %) arbeitslos vorgemerkt, in der Sachgütererzeugung (plus
1.157 oder 2,4 %) waren es 49.742 Personen. Leicht rückläufig war
die Arbeitslosenzahl im Handel und Unterrichtswesen, bei den
sonstigen Dienstleistungen lag die Arbeitslosenzahl um 1.475 über
dem Vorjahresniveau.
Nach Alterskategorien gab es unterschiedliche Entwicklungen bei
Männern und Frauen. Zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit kam es
bei der Altersgruppe der 25 bis unter 45jährigen Frauen (minus
3.192 oder 5,6%). Weiterhin vom zunehmenden Problemdruck
gekennzeichnet sind die Altergruppen der über 55jährigen Männer
(plus 1.727) sowie der über 55jährigen Frauen (plus 1.231).
Zuwächse bei der Jugendarbeitslosigkeit fallen stärker bei Männern
(plus 2.925) als bei Frauen (plus 602)aus.
Nach Ausbildungskategorien zeigte sich Ende Februar im Vergleich
zum Vorjahr folgendes Bild: Den relativ gesehen größten Anstieg der
Arbeitslosigkeit gab es bei den Absolventen von höheren
berufsbildenden Schulen (plus 1.049 oder 10 %) und den Absolventen
von Universitäten und Fachhochschulen (plus 764 oder 11,2%).
Insgesamt haben jedoch folgende drei Gruppen den größten Anteil an
der Arbeitslosenzahl: Personen ohne abgeschlossene Schule (11.655),
Personen mit Pflichtschulabschluss (120.616) und Personen mit
Lehrabschluss (121.572).
Nach Regionen betrachtet nahm die Arbeitslosigkeit in allen
Bundesländern außer in Wien zu. Dort sank die Arbeitslosenzahl um
1.265 oder 1,5 % unter das Vorjahresniveau. In den übrigen
Bundesländern lag die Arbeitslosigkeit über dem Vorjahresniveau.
Den stärksten Zuwachs verzeichnete Vorarlberg (plus 1.190 oder 16,3
%). In den Bundesländern Steiermark (plus 5,3 %), Tirol (plus 5,1
%), Salzburg (plus 5 %), Niederösterreich (plus 4,7 %), Burgenland
(plus 3,5 %) und Kärnten (plus 3,1 %) lag der Arbeitslosenzuwachs
über dem Bundesdurchschnitt von 2,7 %.
Ausbau der Schulungen des Arbeitsmarktservice=
Ende Februar waren österreichweit 45.230 Personen in Schulung, das
waren um 11.930 oder 35,8 % mehr als im Februar des Vorjahres.
Stark über dem Vorjahresniveau lag die Zahl der Schulungsteilnehmer
in Wien (plus 6.405 oder 83,1 %), in der Steiermark (plus 1.781
oder 28,3%) sowie in Oberösterreich (plus 1.669 oder 24,8%). Mehr
als die Hälfte der Schulungsteilnehmer stammt aus den vier
Berufsbereichen Büroberufe (8.690 Personen), Handelsberufe (5.667
Personen), Metall- und Elektroberufe (6.119 Personen) und
Hilfsberufe (5.233 Personen).
Rückfragehinweis: AMS Österreich
Dr. Beate Sprenger
Tel. 01 / 33 178 DW 522
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