- 03.03.2003, 12:53:04
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Darabos wird neuer SPÖ-Bundesgeschäftsführer (1) - Gusenbauer: Darabos ist eines der größten politischen Talente
Darabos: Werden SPÖ wieder zur Nummer 1 machen!
Wien (OTS) - Der burgenländische SPÖ-Klubobmann Norbert Darabos
wird neuer SPÖ-Bundesgeschäftsführer neben Bundesgeschäftsführerin
Doris Bures. Dies kündigte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am
Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Darabos und Bures an.
Diese Personalentscheidung sei Teil der angekündigten Veränderungen
in der Parteizentrale, die im Zuge einer Gesamtneupositionierung der
SPÖ erfolgen sollen. Eine konkrete Arbeitsteilung will der Parteichef
in den nächsten Tagen gemeinsam mit Bures und Darabos ausarbeiten.
Darabos selbst meinte: "Ich kenne die Partei sehr gut nach innen, ich
glaube, dass hier meine Stärke liegt." Er habe über das Angebot, in
die Parteizentrale nach Wien zu wechseln, nicht lange nachdenken
müssen, "obwohl der Schritt auch kein einfacher war". Denn Klubobmann
in einer Landespartei mit Regierungsverantwortung zu sein, sei doch
etwas anderes. Seinem politischen Selbstverständnis gemäß könne man
sich einer derartigen Herausforderung aber nicht verschließen. Er
zeigte sich überzeugt: "Es wird uns in den nächsten Jahren mit einer
offensiven, aber auch sachorientierten Oppositionspolitik gelingen,
die schwarz-blaue Mehrheit zu brechen und die SPÖ wieder zur Nummer 1
zu machen, damit in Österreich wieder soziale Verhältnisse
einkehren." ****
Norbert Darabos sei eines der größten politischen Talente der SPÖ,
er habe im Burgenland hervorragende Arbeit geleistet, und zwar nicht
nur was die Erneuerung der Partei betreffe, sondern er habe auch bei
allen Wahlgängen reüssiert, stellte Gusenbauer fest. Darabos soll
seine Erfahrung was ein modernes politisches Management betrifft und
auch was den direkten Kontakt mit dem Bürger betrifft in die
Bundesparteizentrale einbringen. Die Erfahrung des Burgenländers im
ländlichen Raum sei für die Bundes-SPÖ von zentraler Bedeutung, weil
sich bei der letzten Nationalratswahl wieder herausgestellt habe,
dass die SPÖ im ländlich-agrarischen Bereich besondere Schwächen
habe, so Gusenbauer.
Darabos selbst unterstrich die Bedeutung seiner Herkunft für seine
politische Arbeit: Er sei dadurch geprägt, dass er aus einer
Arbeiter- und Pendlerfamilie aus dem mittleren Burgenland komme. Den
größten Teil seines bisherigen Lebens habe er als Pendler verbracht.
Er sei sowohl mit dem urbanen, städtischen Bereich, aber auch mit dem
agrarisch-ländlichen Bereich vertraut. Der Umstand, dass die
SPÖ-Burgenland über 30 Jahre die Mehrheit im Land hat, beweise, dass
es der SPÖ auch gelingen kann, im ländlichen Raum erfolgreiche
Politik für die Menschen zu machen. Nach Ansicht des designierten
SPÖ-Bundesgeschäftsführers ist die SPÖ Burgenland die modernste
Landespartei, die sich seit Jahren einem permanenten Öffnungsprozess
verschreibe und einen permanenten Generationenwechsel vorantreibe. Im
Burgenland sei es zuletzt auch gelungen, enttäuschte FPÖ-Wähler zu
gewinnen. Burgenland und Wien hätten bei der letzten Nationalratswahl
als einzige Bundesländer ein besseres Ergebnis als 1999 erzielt.
Unter dem Motto "Rot-Schwarz statt Schwarz-Blau" habe die SPÖ im
Burgenland erfolgreich versucht, ein attraktives Gegenmodell zur
schwarz-blauen Bundespolitik zu etablieren.
Darabos betonte, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit Alfred
Gusenbauer und Doris Bures freue. Dem burgenländischen Landtag will
er weiterhin angehören. (Forts.) ml
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
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