• 03.03.2003, 11:34:20
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LR Wurmitzer: Für mehrjähriges Bauprogramm zur Sanierung und Modernsierung der Kärntner Tierheime

Appell zu verantwortungsvollem Umgang mit Tieren - Ja zum Mikrochip, der ins neue Bundestierschutzgesetz gehört

Klagenfurt (LPD) - Kärntens Tierschutzheime sind überbelegt und in
desolatem bzw. sanierungsbedürftigem Zustand. Tierschutzreferent
Landesrat Georg Wurmitzer sagte heute in einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit Amtstierärztin Ursula Jessenitschnig, dass er der
Landesregierung ein mehrjähriges Bauprogramm vorschlagen werde, um
die Kärntner Tierheime in Klagenfurt (Landestierschutzheim und Garten
Eden) sowie in Villach und in Wolfsberg wieder in einen zeitgemäßen
und iergerechten Zustand zu bringen.

Es sei dringend notwendig, dass etwas geschieht, so Wurmitzer. Es
mangle an Ausstattung und Standard, doch gebe es keinerlei
Beanstandungen, was die Haltung der Tiere selbst betrifft. Das große
Problem sei die Überbelegung, die zumeist aus dem mangelnden Respekt
gegenüber Tieren resultiere.

Die Tierschutzheime werden von privaten Vereinen geführt, die
öffentliche Hand gebe bereits Subventionen. Da die Vereine die
notwendigen Modernisierungen allein nicht zahlen könnten, müsse die
öffentliche Hand bis zu zwei Drittel der Kosten aufbringen, schätzt
Wurmitzer. In diesem Zusammenhang appellierte der Tierschutzreferent
auch an die Medien, Hilfsaktionen zugunsten von Tierheimen zu
unterstützen.

Für das Landestierschutzheim in Klagenfurt schlägt er einen Neubau
vor, in Villach sollte das Heim aus dem Wohngebiet entfernt und
woanders neu errichtet werden. Als Kostenaufwand für Klagenfurt
bezifferte Wurmitzer über 2 Mio. Euro, für Villach rund 1,5 Mio.
Euro.

Wurmitzer und die Amtstierärztin Ursula Jessenitschnig plädierten
weiters für die Indentifizierbarkeit von Kleintieren wie Hunden und
Katzen mittels Mikrochip. Dadurch seien auch die Besitzer bzw.
Vorbesitzer rückverfolgbar.

Insgesamt müsse der Umgang mit Tieren behutsamer und sorgsamer
erfolgen, sagte Wurmitzer. Der Tierbesitzer müsse seine Verantwortung
wahrnehmen, ein Tier sei schließlich ein Lebewesen. Schlimm sei die
Tatsache, dass die Zahl der herrenlosen und ausgesetzten Tiere
zunehme. In den Tierheimen wurden 2001 knapp 5600 Tiere gezählt.

Das Chippen müsse im bevorstehenden Bundestierschutzgesetz
enthalten sein, erwartet sich Wurmitzer. Andernfalls werde er auf
Landesebene einen Vorstoss machen, um diese Art der
Kennzeichnungspflicht zu verankern.
(Schluss)

Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

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