- 26.02.2003, 11:50:44
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Onodi: 10 Euro pro Arztbesuch - weitere finanzielle Belastungen für PatientInnen strikt abzulehnen
Familien, PensionistInnen, Klein- und MittelverdienerInnen die Leidtragenden
St. Pölten, (SPI) - "Der vor drei Jahren eingeschlagene Weg der
schwarzblauen Bundesregierung hin zur Zwei-Klassen-Medizin wird nun
offensichtlich beschleunigt fortgesetzt. Bei generellen
Selbstbehalten - und nichts anderes sind die geplanten 5 Euro für
einen Besuch eines Allgemeinmediziners und 10 Euro für den Besuch
eines Facharztes - sind es gerade Familien, PensionistInnen, sowie
Klein- und MittelverdienerInnen, die besonders zur Kassa gebeten
werden. Familien mit Kindern oder PensionistInnen, die naturgemäß oft
einen praktischen Arzt aufsuchen müssen bzw. einen Facharzt
konsultieren, könnten damit mehrere Hundert Euro pro Jahr zahlen
müssen", zeigt sich Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv.
Heidemaria Onodi erschüttert über das Vorhaben der schwarzblauen
"Koalitionsallianz", generelle Selbstbehalte für Arztbesuche
einzuheben.****
Damit greifen ÖVP und FPÖ zum letzten Mittel und auch zum
schlechtesten. Generelle Selbstbehalte sind die Schaffung
finanzieller Zugangsbeschränkungen, ja finanzieller Schranken in
einer allen ÖsterreicherInnen zustehenden umfassenden und qualitativ
gleichberechtigten Gesundheitsversorgung. "Ich möchte in diesem
Zusammenhang dem Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer Otto
Pjeta, der kürzlich festgestellt hat, dass am Beginn einschneidender
Veränderungen im Gesundheitswesen nur eine Gesamt-Analyse von
Arbeitsaufkommen und Strukturen stehen kann', zustimmen.
Krankenkassen, Krankenhauserhalter, Ärzteschaft und die
Gesundheitsverantwortlichen von Bund und Ländern müssen an einen
Tisch - und tragfähige und gesamtösterreichische Lösungen erarbeiten.
Erstrangig müssen die Versorgungssicherheit und die Weiterentwicklung
der Qualität sein. Erst wenn alle anderen Möglichkeiten eines
besseres Wirtschaftens, einer Intensivierung der Zusammenarbeit und
weitere Kosteneinsparungspotentiale ausgelotet und letztendlich auch
wahrgenommen wurden, darf über eine Ausweitung des ‚Einnahmensrahmen'
im Gesundheitswesen nachgedacht werden", so Onodi.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
mailto:[email protected]
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