Onodi: 10 Euro pro Arztbesuch - weitere finanzielle Belastungen für PatientInnen strikt abzulehnen

Familien, PensionistInnen, Klein- und MittelverdienerInnen die Leidtragenden

St. Pölten, (SPI) - "Der vor drei Jahren eingeschlagene Weg der schwarzblauen Bundesregierung hin zur Zwei-Klassen-Medizin wird nun offensichtlich beschleunigt fortgesetzt. Bei generellen Selbstbehalten - und nichts anderes sind die geplanten 5 Euro für einen Besuch eines Allgemeinmediziners und 10 Euro für den Besuch eines Facharztes - sind es gerade Familien, PensionistInnen, sowie Klein- und MittelverdienerInnen, die besonders zur Kassa gebeten werden. Familien mit Kindern oder PensionistInnen, die naturgemäß oft einen praktischen Arzt aufsuchen müssen bzw. einen Facharzt konsultieren, könnten damit mehrere Hundert Euro pro Jahr zahlen müssen", zeigt sich Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi erschüttert über das Vorhaben der schwarzblauen "Koalitionsallianz", generelle Selbstbehalte für Arztbesuche einzuheben.****

Damit greifen ÖVP und FPÖ zum letzten Mittel und auch zum schlechtesten. Generelle Selbstbehalte sind die Schaffung finanzieller Zugangsbeschränkungen, ja finanzieller Schranken in einer allen ÖsterreicherInnen zustehenden umfassenden und qualitativ gleichberechtigten Gesundheitsversorgung. "Ich möchte in diesem Zusammenhang dem Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer Otto Pjeta, der kürzlich festgestellt hat, dass am Beginn einschneidender Veränderungen im Gesundheitswesen nur eine Gesamt-Analyse von Arbeitsaufkommen und Strukturen stehen kann', zustimmen. Krankenkassen, Krankenhauserhalter, Ärzteschaft und die Gesundheitsverantwortlichen von Bund und Ländern müssen an einen Tisch - und tragfähige und gesamtösterreichische Lösungen erarbeiten. Erstrangig müssen die Versorgungssicherheit und die Weiterentwicklung der Qualität sein. Erst wenn alle anderen Möglichkeiten eines besseres Wirtschaftens, einer Intensivierung der Zusammenarbeit und weitere Kosteneinsparungspotentiale ausgelotet und letztendlich auch wahrgenommen wurden, darf über eine Ausweitung des ‚Einnahmensrahmen' im Gesundheitswesen nachgedacht werden", so Onodi.
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