- 26.02.2003, 10:56:50
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Bildung macht Zukunft
Onodi: Sparen bei Ausbildung hat keinen Sinn
St.Pölten (NLK) - "Sparen ist im Bildungsbereich völlig
unangebracht", betonte gestern Landeshauptmannstellvertreterin
Heidemaria Onodi in Tulln bei der Enquete "Bildung macht Zukunft".
Der freie Zugang zu allen Bildungseinrichtungen sei unbedingt
notwendig. Ihr sei es ein großes Anliegen, in den Regionen ein
breites Schulspektrum anzubieten. So bemühe man sich beispielsweise
um eine Fachhochschule für Logistik in Schwechat. Bei der Enquete
diskutierten Experten wie Reinhard Dumser vom Stadtschulrat für Wien,
Prof. Werner Bauer-Wolf vom Landesschulrat für Niederösterreich oder
der Direktor des Gymnasiums Ringstraße in Krems, Dr. Hans Angerer
über eine effiziente Bildungspolitik. So sprach sich Reinhard Dumser
gegen die "Verländerung" der Schulen aus. Dieses Ansinnen sei nur ein
bürokratischer Aufwand mit der Folge, das die Schulen gänzlich
privatisiert werden. Ein zentrales Schulwesen, um das sich der Staat
kümmere, sei unerlässlich. Grundsätzlich laufe die Schulpolitik in
Österreich in die falsche Richtung, da Ansätze für die Zukunft
fehlen. Auch eine fundierte Berufsinformation sei notwendig. Werner
Bauer-Wolf betonte, dass durch Einsparungen im Finanzausgleich
doppelt so viele Dienstposten verloren gehen als durch den
Schülerrückgang. Die durchschnittliche Anzahl der Schüler pro Klasse
steige in Niederösterreich seit rund zwei Jahren. Die Stütz- und
Förderangebote würden durch den Rost fallen.
Direktor Angerer unterstrich, dass Bildung ein öffentliches Gut
und eine öffentliche Aufgabe sei. Bildung sei mehr als Qualifikation
und sollte messbar sein.
Tenor der Enquete: Um im Bildungssystem etwas zum Positiven zu
verändern, brauche man im Parlament eine Zwei-Drittel-Mehrheit.
Bildung müsse für jeden verfügbar sein.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12172
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