• 23.02.2003, 10:18:15
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Wiener Grüne/Pilz: Willkürakt von SR Pittermann etabliert Zwei-Klassen-Medizin in Wien

Wiener Grüne kündigen Protestaktionen an

Wien (OTS) - Ohne die politischen Gremien mit ihrem Vorhaben zu
befassen, hat Frau SR Pittermann gestern veranlasst, was sie bislang
auf wiederholte Anfragen der Gesundheitssprecherin der Grünen, Sigrid
PILZ, stets in Abrede gestellt hat: Künftig werden PatientInnen aus
anderen Bundesländern in den Wiener Spitälern nicht mehr behandelt,
falls die entsprechende Therapie im eigenen Land angeboten wird.
Diese Maßnahme zum Nachteil der Hilfesuchenden kündigte der
Spitals-Direktor des Krankenanstaltenverbundes, Prof. Kaspar, am
Samstag im ORF an.

"Die Gesundheitsstadträtin lädt nun endgültig ihre ungelösten
Finanzprobleme mit Niederösterreich auf dem Rücken der Kranken ab",
kommentiert PILZ diese Bankrotterklärung politischer
Verhandlungskunst. "Zukunftsorientierte Gesundheitspolitik versucht
länderübergreifende Lösungen für Regionen zu schaffen, um allen
Menschen eine gute Versorgung zu bieten! Frau Pittermann setzt
demgegenüber auf abgestandenen Kantönli-Geist und mutet den
betroffenen FremdpatientInnen bewusst schmerzhafte Umwege zu weit
entfernten Spitälern und eklatante Versorgungsmängel zu", kritisiert
die Gesundheitssprecherin.

Die betroffenen Abteilungen in den Spitälern wurden bisher weder
vom Wiener Krankenanstaltenverbund noch von der Stadträtin
informiert. "Als Arzt kann und will ich aus ethischen Gründen keinen
Unterschied zwischen meinen PatientInnen machen. Eine entsprechende
dienstliche Weisung würde ich mit allen Mitteln bekämpfen",
kommentiert ein betroffener Primararzt im Gespräch mit PILZ den
geplanten Willkürakt der Stadträtin.

"Wenn die Gesundheitsstadträtin tatsächlich 'Fremd'-PatientInnen
auf die Straße setzen will, wird es in den nächsten Wochen
öffentliche Protestaktionen der GRÜNEN vor den Wiener Spitälern
geben", kündigt PILZ an. "Frau Pittermann sollte sich also überlegen,
wie sie es mit ihrem ärztlichen Eid vereinen kann, so
patientenverachtend vorzugehen!" schloss PILZ.

Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: +43-664-4151548
http://www.gruene.at
mailto:presse@gruene.at

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