Ökoangebot Naturstrom durch die Wienstrom GmbH

Wien (OTS) - Die Wienstrom GmbH. hat mit der Gründung der "Wienstrom Naturkraft GmbH" (siehe rk vom 20. Februar) ein deutliches Signal für die Ausweitung des Angebots an erneuerbarer Energie gesetzt, die kommenden Projekte in Parndorf (Windkraft), Nußdorf (Unterwasserkraftwerk) und Simmering (Biomasse) weisen den weiteren Weg. Zwei typische Ökoenergieanlagen, und zwar das Kleinwasserkraftwerk Gaming 1 und der Windpark Zurndorf, sind - die erstere schon seit langem - in Betrieb und speisen Strom ins Netz ein. Im Folgenden Kurzbeschreibungen der beiden Anlagen:

o Gaming 1 nutzt das Wasser der II. Wiener Hochquellenleitung, es wurde schon im Jahr 1926 fertiggestellt und liefert derzeit rund 42,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr; damit können immerhin etwa 17.000 Wiener Haushalte versorgt werden. Das Kleinkraftwerk befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Wienstrom und wird nunmehr von der Naturkraft GmbH betrieben.

Die II. Wiener Hochquellenleitung hat auf einer Länge von 11 Kilometern ein Gefälle von 220 Metern, diese Gefällestufe wird für die umweltfreundliche Energiegewinnung genutzt, wobei die erstklassige Güte des Trinkwassers nicht beeinträchtigt wird. Sollte im Kraftwerk - es wurde im Jahr 1988 unter Berücksichtigung des historischen Ambiente schonend erneuert - dennoch eine Störung auftreten, fließt die Wassermenge direkt in die Hochquellenleitung zurück. Die Stromerzeugung erfolgt über 2 Francis-Spiralturbinen mit einer Leistung von maximal 5,6 Megawatt (MW).

o In Zurndorf befindet sich der größte Windpark Österreichs, gegründet im Jahr 1997 - das Burgenland bietet in diesem Bereich optimale Voraussetzungen für diese Form der Energiegewinnung. Insgesamt 13 Windräder mit einer Nabenhöhe der Rotorblätter von 65 Metern, liefern insgesamt bis zu 17 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Die Naturkraft GmbH ist mit 40 Prozent am
Windpark beteiligt.

Die geographischen Verhältnisse im Bereich Zurndorf bieten optimale Verhältnisse, eine ebenes Gelände und ein nahezu kontinuierliches Windaufkommen mit einer Windstärke - im Jahresmittel - von 6,4 Metern pro Sekunden, das entspricht 23 Stundenkilometern. Die erzeugte Energie wird direkt in das Versorgungsnetz der BEWAG eingespeist, es kommt somit zu keinen Leitungsverlusten. Die gesamte Stromerzeugung liegt bei 16 bis 17 Gigawattstunden (GWh), womit rund 7.000 Wiener Haushalte versorgt werden. (Schluss) pz

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