- 21.02.2003, 10:56:38
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GLOBAL 2000 empört über Lobau-Autobahn: SPÖ untergräbt Umweltschutz
Überholte Verkehrspolitik wieder zur Methode erklärt- GLOBAL 2000-Appell: Lobau und Donauinsel vor neuem unnötigen Verkehrswahnsinn schützen
Wien (OTS). GLOBAL 2000 ist empört über das Vorhaben der Wiener
SPÖ, einen Autobahnring mit Tunnel durch den Nationalpark Lobau zu
bauen. "Die SPÖ untergräbt mit dieser überholten Verkehrspolitik im
wahrsten Sinne des Wortes alle Initiativen zum Umweltschutz, die mit
der Gründung des Nationalparks Donau Auen vor sieben Jahren gesetzt
wurden", empört sich Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL
2000. "Damit wird umwelt- und verkehrspolitischer Wahnsinn wieder
zur Methode erklärt!" Denn neben einer doppelten Gefährdung der Lobau
- durch den geplanten Tunnel einerseits und den Ausbau der
Raffineriestraße zu einer Autobahn andererseits - schafft die
Lobauautobahn erst die Berechtigung für weitere katastrophale
Bauprojekte: die B301 (neuerdings S1), die vom Knoten Schwechat über
die Donau zur Lobau führen würde und die A5 (Nordautobahn), die als
Verlängerung der Lobauautobahn bis zur tschechischen Grenze gebaut
werden soll. GLOBAL 2000 appelliert aufs Schärfste an die Wiener SPÖ,
von diesen Vorhaben abzusehen. "Die Wiener SPÖ macht sich damit zum
Handlanger der niederösterreichischen Straßenbaulobby. Auf der
Strecke bleibt aber der Nationalpark und das Erholungsgebiet der
südlichen Neuen Donau", so Högelsberger. "Die geplante B301, die
ausschließlich die Süd- mit der Ostautobahn verbindet, wäre eine
Geisterschnellstraße. Erst die Donauquerung würde die unnötige
Schnellstraße mit Autos füllen", ist die Erklärung Högelsbergers auch
für den bisher hinausgezögerten Baubeginn. "Wie unnötig die B301 ist,
hat bereits 2001 eine TU-Studie nachgewiesen. Der Ausbau der Öffis im
Südosten Wiens ist billiger, effizienter und selbstverständlich
umweltverträglicher als diese Schnellstraße", so Högelsberger
weiter.
Die Nordautobahn wiederum steht als Toppriorität auf der
Wunschliste von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, ist
aber ebenso schädlich und unnötig wie das Pendant südlich der Donau.
"Diese Autobahn würde nur Fernverkehr extra nach Österreich anlocken,
die Marktposition der Öffis im Weinviertel schwächen und der weiteren
Zersiedelung und Landschaftszerstörung Vorschub leisten. Solch ein
Projekt ist also so ziemlich das Schlechteste, was man einer Region
antun kann," fasst Högelsberger zusammen. Aus diesem Grund hat auch
eine für das Verkehrsministerium im Jahr 1999 erstellte Studie sowohl
vom Bau der Nordautobahn als auch einer sechsten Donauquerung
abgeraten.
Rückfragehinweis: Global 2000
Dr. Heinz Högelsberger
Tel.: (++43-1) 812 57 30/38
Simone Bräuer
Tel: 0664 501 20 85
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