GLOBAL 2000 empört über Lobau-Autobahn: SPÖ untergräbt Umweltschutz

Überholte Verkehrspolitik wieder zur Methode erklärt- GLOBAL 2000-Appell: Lobau und Donauinsel vor neuem unnötigen Verkehrswahnsinn schützen

Wien (OTS). GLOBAL 2000 ist empört über das Vorhaben der Wiener SPÖ, einen Autobahnring mit Tunnel durch den Nationalpark Lobau zu bauen. "Die SPÖ untergräbt mit dieser überholten Verkehrspolitik im wahrsten Sinne des Wortes alle Initiativen zum Umweltschutz, die mit der Gründung des Nationalparks Donau Auen vor sieben Jahren gesetzt wurden", empört sich Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000. "Damit wird umwelt- und verkehrspolitischer Wahnsinn wieder zur Methode erklärt!" Denn neben einer doppelten Gefährdung der Lobau - durch den geplanten Tunnel einerseits und den Ausbau der Raffineriestraße zu einer Autobahn andererseits - schafft die Lobauautobahn erst die Berechtigung für weitere katastrophale Bauprojekte: die B301 (neuerdings S1), die vom Knoten Schwechat über die Donau zur Lobau führen würde und die A5 (Nordautobahn), die als Verlängerung der Lobauautobahn bis zur tschechischen Grenze gebaut werden soll. GLOBAL 2000 appelliert aufs Schärfste an die Wiener SPÖ, von diesen Vorhaben abzusehen. "Die Wiener SPÖ macht sich damit zum Handlanger der niederösterreichischen Straßenbaulobby. Auf der Strecke bleibt aber der Nationalpark und das Erholungsgebiet der südlichen Neuen Donau", so Högelsberger. "Die geplante B301, die ausschließlich die Süd- mit der Ostautobahn verbindet, wäre eine Geisterschnellstraße. Erst die Donauquerung würde die unnötige Schnellstraße mit Autos füllen", ist die Erklärung Högelsbergers auch für den bisher hinausgezögerten Baubeginn. "Wie unnötig die B301 ist, hat bereits 2001 eine TU-Studie nachgewiesen. Der Ausbau der Öffis im Südosten Wiens ist billiger, effizienter und selbstverständlich umweltverträglicher als diese Schnellstraße", so Högelsberger weiter.

Die Nordautobahn wiederum steht als Toppriorität auf der Wunschliste von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, ist aber ebenso schädlich und unnötig wie das Pendant südlich der Donau. "Diese Autobahn würde nur Fernverkehr extra nach Österreich anlocken, die Marktposition der Öffis im Weinviertel schwächen und der weiteren Zersiedelung und Landschaftszerstörung Vorschub leisten. Solch ein Projekt ist also so ziemlich das Schlechteste, was man einer Region antun kann," fasst Högelsberger zusammen. Aus diesem Grund hat auch eine für das Verkehrsministerium im Jahr 1999 erstellte Studie sowohl vom Bau der Nordautobahn als auch einer sechsten Donauquerung abgeraten.

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