- 17.02.2003, 09:54:33
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ÖAMTC appelliert: Diesel entschwefeln statt besteuern
Umsetzung der EU-Richtlinie vorziehen
Wien (ÖAMTC-Presse) - "Setzt man politisches Wollen voraus, kann
entschwefelter Dieselkraftstoff schon früher als 2005 an
österreichischen Tankstellen gezapft werden. Deshalb verlangt der
ÖAMTC eine Vorverlegung der flächendeckenden Einführung von
schwefelfreiem Kraftstoff", sagt Club-Verkehrswirtschaftexpertin
Elisabeth Brugger-Brandau. Und das, obwohl die entsprechende
EU-Richtlinie dies für alle Mitgliedsländer erst bis spätestens
1.1.2009 verbindlich vorsieht.
Derzeit sieht die österreichische Kraftstoff-Verordnung vor, dass
bis 31.12.2004 Diesel einen Schwefelhöchst-Gehalt von 350 Milligramm
pro Kilogramm aufweisen darf. Ab 1.1.2005 muss dieser Wert bei
maximal 50 Milligramm pro Kilogramm liegen. Eine neue EU-Richtlinie
sieht vor, dass unabhängig davon ab dem 1.1.2005 in allen
Mitgliedsstaaten der EU Dieselkraftstoff mit maximal 10 Milligramm
erhältlich sein muss. Weiters werden die Mitgliedsstaaten
verpflichtet sicherzustellen, dass spätestens ab dem 1.1.2009 nur
noch Diesel verkauft wird, der nicht mehr als 10 Milligramm pro
Kilogramm enthält und damit als "schwefelfrei" gilt.
Nach Ansicht der Clubexperten ist Österreich nicht verpflichtet
bis zu diesen Terminen mit der Umsetzung zu warten. Deshalb
appelliert der ÖAMTC auch an die österreichische Mineralölwirtschaft
und erwartet sich nach der allgemein gehaltenen Zustimmung zu einer
früheren Einführung eine verbindliche Terminzusage. Jedenfalls ist
der Umweltminister gefordert: Er sollte mit der Umsetzung der
Richtlinie Mut zeigen und zum frühest möglichen Zeitpunkt für die
Einführung des schwefelfreien Kraftstoffs sorgen.
Alle Ideen, die Dieselzulassungen mit höheren Steuern
zurückzudrängen, weist der ÖAMTC entschieden zurück. Denn höhere
Steuern machen die Luft nicht reiner. Sie würden nur dem
Finanzminister, nicht aber der Umwelt etwas bringen. Im Gegenteil:
Sie nehmen der Umwelt die Chancen, die im Diesel stecken.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger
Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
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