• 14.02.2003, 11:37:40
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AKNÖ-Podiumsdiskussion zu "Frau und Arbeit in NÖ"

Frauen wollten mehr

Eine hochkarätige Runde von Persönlichkeiten aus Arbeit, Wirtschaft
und Politik diskutierte Donnerstag Abend in der AKNÖ-Bezirksstelle
St. Pölten über die Situation der Frau am niederösterreichischen
Arbeitsmarkt. Den Ausgangspunkt dazu bildete eine Studie, die die
AKNÖ beim Meinungsforschungsinstitut SORA in Auftrag gegeben hat.
Demnach geben sehr viele Frauen in Niederösterreich der Familie den
Vorrang gegenüber dem Beruf.
"Aber nur, weil sie nicht die geeigneten Rahmenbedingungen
vorfinden. Ungerechte Bezahlung, unflexible Öffnungszeiten der
Kinderbetreuungseinrichtungen und das Fehlen geeigneter
Arbeitsplätze lassen den Niederösterreicherinnen keine Wahlfreiheit,
ob sie wirklich lieber bei der Familie bleiben wollen", erläuterte
AKNÖ-Präsident Josef Staudinger die Ergebnisse der Studie. Ein
Punkt, der den Frauen zu schaffen macht, ist ihr schlechtes
Einkommen. Im Jahr 2001 betrug das mittlere weibliche Einkommen in
NÖ 1.181 € und damit nur 66 % des männlichen Einkommens von 1.788 €.
Die Auswirkungen auf das Lebenseinkommen, den Lebensstandard und die
Alterssicherung sind enorm. Knapp 60 % der berufstätigen Frauen
können bzw. könnten mit ihrem persönlichen Einkommen schlecht einen
eigenen Haushalt finanzieren.

Qualifikation und Selbstbewusstsein zählen in der Arbeitswelt

Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, betonte, dass es
zahlreiche Maßnahmen seitens "Frau in der Wirtschaft" gebe, die zur
Berufsfindung abseits der herkömmlichen Frauenberufe beitragen.
Qualifikation und Selbstbewusstsein seien in der Arbeitswelt auch
für Frauen unverzichtbare Attribute. Die weiteren Diskutanten,
Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, AMS NÖ-
Geschäftsführer Mag. Karl Fakler, Direktor Hans Kassler von der PVA
und ÖGB NÖ Frauenvorsitzende Christa Bogath, wurden vom Publikum in
rege Diskussionen verwickelt. Weiterbildung, Kinderbetreuungsgeld
und das Ende des Kündigungsschutzes nach 24 Monaten Karenz,
Wiedereinstieg und die Pflege älterer Angehöriger waren Themen, die
nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer im Publikum zur
Sprache brachten.
"Wir können uns nicht einreden, es wäre alles in Ordnung. Es gibt
für die politisch Verantwortlichen noch viel zu tun", betonte AKNÖ-
Präsident Staudinger, der abschließend auch an seine
Geschlechtsgenossen appellierte, die Familie nicht als Frauenthema
anzusehen, sondern sich selbst mehr einzubringen.

Rückfragehinweis: AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1505
mailto:[email protected]
http://www.aknoe.attaudinger begründete die Studie:
"Wir wissen, wie

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