AKNÖ-Podiumsdiskussion zu "Frau und Arbeit in NÖ"

Frauen wollten mehr

Eine hochkarätige Runde von Persönlichkeiten aus Arbeit, Wirtschaft und Politik diskutierte Donnerstag Abend in der AKNÖ-Bezirksstelle St. Pölten über die Situation der Frau am niederösterreichischen Arbeitsmarkt. Den Ausgangspunkt dazu bildete eine Studie, die die AKNÖ beim Meinungsforschungsinstitut SORA in Auftrag gegeben hat. Demnach geben sehr viele Frauen in Niederösterreich der Familie den Vorrang gegenüber dem Beruf.
"Aber nur, weil sie nicht die geeigneten Rahmenbedingungen vorfinden. Ungerechte Bezahlung, unflexible Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen und das Fehlen geeigneter Arbeitsplätze lassen den Niederösterreicherinnen keine Wahlfreiheit, ob sie wirklich lieber bei der Familie bleiben wollen", erläuterte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger die Ergebnisse der Studie. Ein Punkt, der den Frauen zu schaffen macht, ist ihr schlechtes Einkommen. Im Jahr 2001 betrug das mittlere weibliche Einkommen in NÖ 1.181 € und damit nur 66 % des männlichen Einkommens von 1.788 €. Die Auswirkungen auf das Lebenseinkommen, den Lebensstandard und die Alterssicherung sind enorm. Knapp 60 % der berufstätigen Frauen können bzw. könnten mit ihrem persönlichen Einkommen schlecht einen eigenen Haushalt finanzieren.

Qualifikation und Selbstbewusstsein zählen in der Arbeitswelt

Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, betonte, dass es zahlreiche Maßnahmen seitens "Frau in der Wirtschaft" gebe, die zur Berufsfindung abseits der herkömmlichen Frauenberufe beitragen. Qualifikation und Selbstbewusstsein seien in der Arbeitswelt auch für Frauen unverzichtbare Attribute. Die weiteren Diskutanten, Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, AMS NÖ-Geschäftsführer Mag. Karl Fakler, Direktor Hans Kassler von der PVA und ÖGB NÖ Frauenvorsitzende Christa Bogath, wurden vom Publikum in rege Diskussionen verwickelt. Weiterbildung, Kinderbetreuungsgeld und das Ende des Kündigungsschutzes nach 24 Monaten Karenz, Wiedereinstieg und die Pflege älterer Angehöriger waren Themen, die nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer im Publikum zur Sprache brachten.
"Wir können uns nicht einreden, es wäre alles in Ordnung. Es gibt für die politisch Verantwortlichen noch viel zu tun", betonte AKNÖ-Präsident Staudinger, der abschließend auch an seine Geschlechtsgenossen appellierte, die Familie nicht als Frauenthema anzusehen, sondern sich selbst mehr einzubringen.

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http://www.aknoe.attaudinger begründete die Studie:
"Wir wissen, wie

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