- 09.02.2003, 12:05:35
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ÖAMTC fordert Entkoppelung von Ferienzeiten
Aus gestrigem Stauchaos Lehren ziehen
Wien (ÖAMTC-Presse) - "Aus dem gestrigen Stauchaos im Westen
Österreichs müssen rasch Lehren gezogen werden", fordert
ÖAMTC-Kommunikationschefin Elisabeth Pechmann. Die liegen für den
Club eindeutig in der Entkoppelung von Ferienzeiten - sowohl
hierzulande als auch bei unseren deutschen Nachbarn - und im
Durchbrechen von gängigen Buchungs-Rhythmen.
Stauchaos und an die rund 100 Kilometer lange, zum Teil still
stehende Kolonnen dürfen einfach nicht zum gewohnten und gelittenen
Bild beim Urlaub-machen gehören. Allein schon das Verlegen der
Semesterferien auf andere Zeiten bzw. das Zusammenlegen der
Ferienzeiten auf andere Bundesländer könnte Abhilfe schaffen. Denn
warum müssen so große Bundesländer wie Wien und Niederösterreich mit
mehr als drei Millionen Einwohnern zeitgleich in die Ferien
aufbrechen? Programmiertes Chaos ist, wie gestern offensichtlich
wurde, die Folge. Ist der Wille da, aus Fehlern zu lernen, dann kann
nach Ansicht der ÖAMTC-Experten in Hinblick auf die Sommerferien
vieles besser gemacht werden. Massiven Handlungsbedarf gibt es allein
deshalb, weil die Urlauber der drei einwohnerstärksten deutschen
Bundesländer Bayern, Baden-Würtemberg und Nordrhein-Westfalen im
Sommer ab 24. Juli in die Ferien aufbrechen.
Ein weiterer Lösungsansatz zur Entschärfung von zeitgleichen
Urlauberströmen liegt für den Club in geänderten Angeboten der
Tourismuswirtschaft. "Sind Buchungen nicht hauptsächlich von Samstag
auf Samstag beschränkt, sondern flexibler gestaffelt und Buchungen
auch in anderen zeitlichen Rhythmen möglich, werden Reisestaus
automatisch reduziert", erläutert Pechmann. Könnte man beispielsweise
von Sonntag auf Sonntag buchen, wäre man den schlimmsten Stauungen an
Samstagen schon ausgewichen.
Außerdem plädiert der Club dafür, die zeitliche Ausdehnung von
Lkw-Fahrverboten in starken Reisephasen zu überdenken. Und fordert
die Politik schon jetzt auf, die massiven Reiseströme in und durch
Österreich durch eine vernünftige Ferienreise-Verordnung für den
Sommer 2003 bereits im Vorfeld zu lenken.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger
Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
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