ÖAMTC fordert Entkoppelung von Ferienzeiten

Aus gestrigem Stauchaos Lehren ziehen

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Aus dem gestrigen Stauchaos im Westen Österreichs müssen rasch Lehren gezogen werden", fordert ÖAMTC-Kommunikationschefin Elisabeth Pechmann. Die liegen für den Club eindeutig in der Entkoppelung von Ferienzeiten - sowohl hierzulande als auch bei unseren deutschen Nachbarn - und im Durchbrechen von gängigen Buchungs-Rhythmen.

Stauchaos und an die rund 100 Kilometer lange, zum Teil still stehende Kolonnen dürfen einfach nicht zum gewohnten und gelittenen Bild beim Urlaub-machen gehören. Allein schon das Verlegen der Semesterferien auf andere Zeiten bzw. das Zusammenlegen der Ferienzeiten auf andere Bundesländer könnte Abhilfe schaffen. Denn warum müssen so große Bundesländer wie Wien und Niederösterreich mit mehr als drei Millionen Einwohnern zeitgleich in die Ferien aufbrechen? Programmiertes Chaos ist, wie gestern offensichtlich wurde, die Folge. Ist der Wille da, aus Fehlern zu lernen, dann kann nach Ansicht der ÖAMTC-Experten in Hinblick auf die Sommerferien vieles besser gemacht werden. Massiven Handlungsbedarf gibt es allein deshalb, weil die Urlauber der drei einwohnerstärksten deutschen Bundesländer Bayern, Baden-Würtemberg und Nordrhein-Westfalen im Sommer ab 24. Juli in die Ferien aufbrechen.

Ein weiterer Lösungsansatz zur Entschärfung von zeitgleichen Urlauberströmen liegt für den Club in geänderten Angeboten der Tourismuswirtschaft. "Sind Buchungen nicht hauptsächlich von Samstag auf Samstag beschränkt, sondern flexibler gestaffelt und Buchungen auch in anderen zeitlichen Rhythmen möglich, werden Reisestaus automatisch reduziert", erläutert Pechmann. Könnte man beispielsweise von Sonntag auf Sonntag buchen, wäre man den schlimmsten Stauungen an Samstagen schon ausgewichen.

Außerdem plädiert der Club dafür, die zeitliche Ausdehnung von Lkw-Fahrverboten in starken Reisephasen zu überdenken. Und fordert die Politik schon jetzt auf, die massiven Reiseströme in und durch Österreich durch eine vernünftige Ferienreise-Verordnung für den Sommer 2003 bereits im Vorfeld zu lenken.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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