Schabl: Kein Ausverkauf der Österreichischen Post

Chancen im Rahmen der EU-Erweiterung nutzten - strategische Allianzen statt deutsches Postanhängsel

St. Pölten (SPI) - Die im Vorjahr gegen den massiven Widerstand der Personalvertretung erfolgte Spartengliederung der Österreichischen Post AG wird möglicherweise erneut verändert. Ebenso ist geplant, weitere Postämter zu schließen und den Personalabbau voranzutreiben. Ein striktes "Nein" dazu kommt von den NÖ Sozialdemokraten. "Was hier seitens der Post-Generaldirektion betrieben wird, ist ein Ausverkauf österreichischer Interessen. Statt Service und Angebot zu verbessern, wird kaputtgespart und weggekürzt. Hier sollen offensichtlich die Voraussetzungen für eine möglichst ‚billige' Übernahme der österreichischen Post durch die Deutsche Post geschaffen werden", so der Zweite Präsident des NÖ Landtags, LAbg. Emil Schabl.****

Statt die Post zum "Deutschen Postanhängsel" zu degradieren, sollten interessante Wachstumsperspektiven, etwa im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung, wahrgenommen werden. "Bei einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit östlichen Postpartnern könnte die österreichische Post durchaus als Know-How-Geber fungieren. Strategische Allianzen mit unseren Nachbarn und ein gemeinsamer Ausbau der Leistungen und des Angebots sind allemal besser, als sich mit Haut und Haaren einem ausländischen Post-Riesen auszuliefern. Besonders Österreich muss ein Interesse daran haben, dass seine Eigenständigkeit gewahrt bleibt und die Unternehmensentscheidungen in Österreich fallen. Die österreichische Post hat einen klaren Versorgungsauftrag zu erfüllen - und hier gibt es ein maßgebliches öffentliches Interesse, dass sie das auch in Zukunft noch kann", so Schabl.
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