- 09.02.2003, 11:10:19
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Schabl: Kein Ausverkauf der Österreichischen Post
Chancen im Rahmen der EU-Erweiterung nutzten - strategische Allianzen statt deutsches Postanhängsel
St. Pölten (SPI) - Die im Vorjahr gegen den massiven Widerstand der
Personalvertretung erfolgte Spartengliederung der Österreichischen
Post AG wird möglicherweise erneut verändert. Ebenso ist geplant,
weitere Postämter zu schließen und den Personalabbau voranzutreiben.
Ein striktes "Nein" dazu kommt von den NÖ Sozialdemokraten. "Was hier
seitens der Post-Generaldirektion betrieben wird, ist ein Ausverkauf
österreichischer Interessen. Statt Service und Angebot zu verbessern,
wird kaputtgespart und weggekürzt. Hier sollen offensichtlich die
Voraussetzungen für eine möglichst ‚billige' Übernahme der
österreichischen Post durch die Deutsche Post geschaffen werden", so
der Zweite Präsident des NÖ Landtags, LAbg. Emil Schabl.****
Statt die Post zum "Deutschen Postanhängsel" zu degradieren, sollten
interessante Wachstumsperspektiven, etwa im Zusammenhang mit der
EU-Erweiterung, wahrgenommen werden. "Bei einer Intensivierung der
Zusammenarbeit mit östlichen Postpartnern könnte die österreichische
Post durchaus als Know-How-Geber fungieren. Strategische Allianzen
mit unseren Nachbarn und ein gemeinsamer Ausbau der Leistungen und
des Angebots sind allemal besser, als sich mit Haut und Haaren einem
ausländischen Post-Riesen auszuliefern. Besonders Österreich muss ein
Interesse daran haben, dass seine Eigenständigkeit gewahrt bleibt und
die Unternehmensentscheidungen in Österreich fallen. Die
österreichische Post hat einen klaren Versorgungsauftrag zu erfüllen
- und hier gibt es ein maßgebliches öffentliches Interesse, dass sie
das auch in Zukunft noch kann", so Schabl.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
mailto:[email protected]
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