300 Euro für erfolglose Jobsuche!

Findige Geschäftemacher spielen mit den Hoffnungen verzweifelter Menschen. AKNÖ-Konsumentenschützer leiten Beschwerden an die Staatsanwaltschaft weiter.

Wien (AKNÖ) – Selbst vor den Ärmsten macht die Gewinnsucht von so manchen Geschäftemachern nicht halt. Mit dieser Tatsache werden die Konsumentenschutzexperten der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) in den letzten Wochen verstärkt konfrontiert. "Menschen, die verzweifelt auf der Suche nach Arbeit sind, die vielleicht eine Familie zu erhalten haben, werden auf hinterhältigste Art und Weise getäuscht. Inserate in Zeitungen locken mit der Aussicht auf den Superverdienst. In Wahrheit bekommen sie statt des tollen Jobs jedoch eine teure Telefonrechnung präsentiert", weiß Günther La Garde, AKNÖ-Konsumentenschützer.
Aufmerksam gemacht auf diese Praxis wurden die AK-Experten durch Anrufe und Briefe von enttäuschten Konsumenten. Gelockt werden sie mit vielversprechenden Texten wie "B-ChaufeurInnen für ältere Dame privat gesucht, netto 1.750 Euro/Monat" oder "Achtung! 2.000 Euro netto pro Monat" oder "Heimarbeit/ Aufkleber 300 Euro wöchentlich" Dazu ist eine teure Mehrwertnummer angegeben. Die Minute kostet 3,60 Euro. La Garde auf die Frage, warum Menschen trotz mehrfacher Warnungen trotzdem noch auf diese 0900er Nummern hineinfallen: "Wenn man schon lange arbeitslos ist aber arbeiten will, dann probiert man einfach alles, um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Da will man nicht glauben, dass es nur um’s Abzocken geht."

Konsumentenschützer wittern betrügerische Absichten

Ein Konsument erlitt dadurch einen finanziellen Schaden von ca. 300 Euro. Viel Geld nur um einer telefonischen Frauenstimme zu lauschen, die einem ca. 5 Minuten lang das Blaue vom Himmel verspricht. Wer hinter diesen Mehrwertnummern steckt, konnten die AKNÖ-Konsumentenschützer nicht herausfinden. Nur so viel: Es handelt sich bei den Anzeigen fast immer um die selben Telefonnummern, lediglich die Namen variieren. Die AK-Profis vermuten, dass es sich hierbei um betrügerische Absichten handelt. Sie haben daher bereits alle Beschwerden an den Staatsanwalt Dr. Friedrich Köhl in Korneuburg weitergeleitet, in der Hoffnung, dass diesen Machenschaften ein Riegel vorgeschoben wird.

Gewerbsmäßiger Betrug

Abschließend zeigt sich der AKNÖ-Konsumentenschützer erfreut, dass die Justiz in Sachen Heimarbeit bereits tätig geworden ist. La Garde verweist auf einen Prozess, der am 11. Februar am Landesgericht Korneuburg unter dem Vorsitz von Dr. Manfred Hohenegger stattfindet. Angeklagt wegen gewerbsmäßigen Betrug sind Personen aus Bruck an der Leitha, die versucht haben, aus der Not arbeitswilliger Menschen Kapital zu schlagen.

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