• 06.02.2003, 11:18:32
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300 Euro für erfolglose Jobsuche!

Findige Geschäftemacher spielen mit den Hoffnungen verzweifelter Menschen. AKNÖ-Konsumentenschützer leiten Beschwerden an die Staatsanwaltschaft weiter.

Wien (AKNÖ) – Selbst vor den Ärmsten macht die Gewinnsucht von so
manchen Geschäftemachern nicht halt. Mit dieser Tatsache werden die
Konsumentenschutzexperten der Niederösterreichischen Arbeiterkammer
(AKNÖ) in den letzten Wochen verstärkt konfrontiert. "Menschen, die
verzweifelt auf der Suche nach Arbeit sind, die vielleicht eine
Familie zu erhalten haben, werden auf hinterhältigste Art und Weise
getäuscht. Inserate in Zeitungen locken mit der Aussicht auf den
Superverdienst. In Wahrheit bekommen sie statt des tollen Jobs
jedoch eine teure Telefonrechnung präsentiert", weiß Günther La
Garde, AKNÖ-Konsumentenschützer.
Aufmerksam gemacht auf diese Praxis wurden die AK-Experten durch
Anrufe und Briefe von enttäuschten Konsumenten. Gelockt werden sie
mit vielversprechenden Texten wie "B-ChaufeurInnen für ältere Dame
privat gesucht, netto 1.750 Euro/Monat" oder "Achtung! 2.000 Euro
netto pro Monat" oder "Heimarbeit/ Aufkleber 300 Euro wöchentlich"
Dazu ist eine teure Mehrwertnummer angegeben. Die Minute kostet 3,60
Euro. La Garde auf die Frage, warum Menschen trotz mehrfacher
Warnungen trotzdem noch auf diese 0900er Nummern hineinfallen: "Wenn
man schon lange arbeitslos ist aber arbeiten will, dann probiert man
einfach alles, um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Da will man
nicht glauben, dass es nur um’s Abzocken geht."

Konsumentenschützer wittern betrügerische Absichten

Ein Konsument erlitt dadurch einen finanziellen Schaden von ca. 300
Euro. Viel Geld nur um einer telefonischen Frauenstimme zu lauschen,
die einem ca. 5 Minuten lang das Blaue vom Himmel verspricht. Wer
hinter diesen Mehrwertnummern steckt, konnten die AKNÖ-
Konsumentenschützer nicht herausfinden. Nur so viel: Es handelt sich
bei den Anzeigen fast immer um die selben Telefonnummern, lediglich
die Namen variieren. Die AK-Profis vermuten, dass es sich hierbei um
betrügerische Absichten handelt. Sie haben daher bereits alle
Beschwerden an den Staatsanwalt Dr. Friedrich Köhl in Korneuburg
weitergeleitet, in der Hoffnung, dass diesen Machenschaften ein
Riegel vorgeschoben wird.

Gewerbsmäßiger Betrug

Abschließend zeigt sich der AKNÖ-Konsumentenschützer erfreut, dass
die Justiz in Sachen Heimarbeit bereits tätig geworden ist. La Garde
verweist auf einen Prozess, der am 11. Februar am Landesgericht
Korneuburg unter dem Vorsitz von Dr. Manfred Hohenegger stattfindet.
Angeklagt wegen gewerbsmäßigen Betrug sind Personen aus Bruck an der
Leitha, die versucht haben, aus der Not arbeitswilliger Menschen
Kapital zu schlagen.

Rückfragehinweis: AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1248
mailto:presse@aknoe.at
http://www.aknoe.atsbildung sichern. Die Maßnahmen
der Regierung

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