• 06.02.2003, 10:43:59
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MEHRPHASENAUSBILDUNG GOES ONLINE

Seit 1. Jänner gibt es die Führerscheinausbildung in mehreren Phasen - KfV bietet umfangreiche Information auf neuer Homepage

Wien (OTS) - Eine verbesserte Führerscheinausbildung wünscht sich
nicht nur eine Mehrheit der österreichischen Bevölkerung, sondern
ist auch eine langjährige Forderung des Kuratorium für
Verkehrssicherheit (KfV). Die mit Jahresbeginn in Kraft getretene
Mehrphasenausbildung wurde dann auch auf Basis langjähriger
Forschungsarbeiten des KfV durchgesetzt. Führerscheinanwärter kommen
künftig nicht mehr so schnell aus der Übung: Die erweiterte
Fahrausbildung sieht zusätzlich ein Fahrsicherheitstraining, zwei
Feedbackfahrten im Straßenverkehr und eine verkehrspsychologische
Weiterbildung vor. KfV-Direktor Dr. Othmar Thann sieht diese
Maßnahmen als wichtigen Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
und damit zur Reduktion vor allem von Fahranfängerunfällen: "Im
Straßenverkehr kann jugendlicher Leichtsinn gepaart mit
unzureichender Praxis dramatisch enden. Jeder zweite tödliche Unfall
der 18 bis 20 jährigen Fahranfänger ist ein Alleinunfall. Wie
internationale Erfahrungen zeigen, reduziert die Mehrphasenausbildung
die Unfallhäufigkeit nachweislich."

Mehr (Phasen) Informationen auf neuer Homepage

Damit Fahranfängern zumindest die Einstiegshürden erleichtert werden
bietet das KfV gemeinsam mit ARBÖ und ÖAMTC alle relevanten
Informationen zur zweiten Ausbildungsphase für PKW- und
Motorradneulinge auf der neu gestalteten Homepage www.mehrphasen.at
an. "Die neue Website informiert Interessierte über
Ausbildungsinhalte- und orte, Vorgehensweisen, rechtliche Aspekte
und beantwortet häufig gestellte Fragen. Zukünftige Prüflinge
bekommen eine Vorstellung was in den Kursen überhaupt gemacht wird",
so KfV-Verkehrspsychologe Dr. Gregor Bartl. Für ihn ist vor allem das
verkehrspsychologische Gruppengespräch entscheidend: "Für jugendliche
Lenker sind erste Erfahrungen im Straßenverkehr prägend. Sie müssen
professionell aufgearbeitet werden. Nur die Schulung von richtigen
Notreaktionen, Risikomanagement bei unvorhergesehen Ereignissen und
der optimale Umgang mit der eigenen überschießenden Emotionalität
kann Fahranfänger-Unfälle verhindern."

Welle schwappt über: EU tut‘ s Österreich gleich

Das österreichische Modell der Führerscheinausbildung in mehreren
Phasen hat große Chancen auch EU-weit übernommen zu werden:
Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Spanien und Belgien starten
derzeit Pilotprojekte zu Mehrphasenausbildungen. In einem neuen
EU-Projekt werden diese Modelle gemeinsam evaluiert. Österreich
übernimmt damit erstmals in Europa eine Vorreiterrolle und
Vorbild-Funktion in punkto Verkehrssicherheit. In Finnland, wo ein
ähnliches System mit neuen Ausbildungsinhalten existiert, konnten
Fahranfänger-Unfälle innerhalb von zwei Jahren um bis zu 50 Prozent
reduziert werden!

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

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