MEHRPHASENAUSBILDUNG GOES ONLINE

Seit 1. Jänner gibt es die Führerscheinausbildung in mehreren Phasen - KfV bietet umfangreiche Information auf neuer Homepage

Wien (OTS) - Eine verbesserte Führerscheinausbildung wünscht sich nicht nur eine Mehrheit der österreichischen Bevölkerung, sondern ist auch eine langjährige Forderung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Die mit Jahresbeginn in Kraft getretene Mehrphasenausbildung wurde dann auch auf Basis langjähriger Forschungsarbeiten des KfV durchgesetzt. Führerscheinanwärter kommen künftig nicht mehr so schnell aus der Übung: Die erweiterte Fahrausbildung sieht zusätzlich ein Fahrsicherheitstraining, zwei Feedbackfahrten im Straßenverkehr und eine verkehrspsychologische Weiterbildung vor. KfV-Direktor Dr. Othmar Thann sieht diese Maßnahmen als wichtigen Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und damit zur Reduktion vor allem von Fahranfängerunfällen: "Im Straßenverkehr kann jugendlicher Leichtsinn gepaart mit unzureichender Praxis dramatisch enden. Jeder zweite tödliche Unfall der 18 bis 20 jährigen Fahranfänger ist ein Alleinunfall. Wie internationale Erfahrungen zeigen, reduziert die Mehrphasenausbildung die Unfallhäufigkeit nachweislich."

Mehr (Phasen) Informationen auf neuer Homepage

Damit Fahranfängern zumindest die Einstiegshürden erleichtert werden bietet das KfV gemeinsam mit ARBÖ und ÖAMTC alle relevanten Informationen zur zweiten Ausbildungsphase für PKW- und Motorradneulinge auf der neu gestalteten Homepage www.mehrphasen.at an. "Die neue Website informiert Interessierte über Ausbildungsinhalte- und orte, Vorgehensweisen, rechtliche Aspekte und beantwortet häufig gestellte Fragen. Zukünftige Prüflinge bekommen eine Vorstellung was in den Kursen überhaupt gemacht wird", so KfV-Verkehrspsychologe Dr. Gregor Bartl. Für ihn ist vor allem das verkehrspsychologische Gruppengespräch entscheidend: "Für jugendliche Lenker sind erste Erfahrungen im Straßenverkehr prägend. Sie müssen professionell aufgearbeitet werden. Nur die Schulung von richtigen Notreaktionen, Risikomanagement bei unvorhergesehen Ereignissen und der optimale Umgang mit der eigenen überschießenden Emotionalität kann Fahranfänger-Unfälle verhindern."

Welle schwappt über: EU tut‘ s Österreich gleich

Das österreichische Modell der Führerscheinausbildung in mehreren Phasen hat große Chancen auch EU-weit übernommen zu werden:
Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Spanien und Belgien starten derzeit Pilotprojekte zu Mehrphasenausbildungen. In einem neuen EU-Projekt werden diese Modelle gemeinsam evaluiert. Österreich übernimmt damit erstmals in Europa eine Vorreiterrolle und Vorbild-Funktion in punkto Verkehrssicherheit. In Finnland, wo ein ähnliches System mit neuen Ausbildungsinhalten existiert, konnten Fahranfänger-Unfälle innerhalb von zwei Jahren um bis zu 50 Prozent reduziert werden!

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

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