- 04.02.2003, 15:01:33
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Gehrer fördert sich selbst, wenn sie von Frauenförderung spricht
ÖH Uni Wien empört über die Vereinnahmung des Projektes
Wien (OTS) - In einer heutigen Aussendung stellt
Bildungsministerin Gehrer das erfolgreich arbeitende Kinderbüro der
Uni Wien als ihr Projekt vor. Tatsächlich ist es das Ergebnis der
engagierten Arbeit von Vizerektorin Moser, Projektleiterin Karoline
Iber und ihrem Team. Die ÖH Uni Wien wertet diese Vorgangsweise als
offenen Affront gegenüber den bemerkenswerten Leistungen der Frauen
an der Uni Wien. Es wäre schlimm genug, dass Gehrer ihr Frauenbild
entlarvt, indem sie unter Frauenförderung ausschließlich
Kinderbetreuung versteht.
"Das Kinderbüro ist ein wirklich bemerkenswertes Projekt, zu dem
wir allen Mitarbeiterinnen gratulieren", erklärt Konstanze Geiger,
Referentin für Sozialpolitik an der ÖH Uni Wien. "Es ist höchste
Zeit, dass das Ministerium diese Initiative aufgreift und finanziell
unterstützt. Sich die Mutterschaft für dieses Projekt einzuverleiben,
empfinden wir allerdings als untragbaren Zynismus gegenüber den im
Projekt arbeitenden Frauen", so Geiger weiter.
"Auch was die Zuschüsse für Kinderbetreuungskosten betrifft,
schmückt sich Gehrer mit fremden Federn. Denn die ÖH-Fonds werden
ebenfalls nicht zur Gänze vom Ministerium bereit gestellt. Außerdem
verstehe ich die Beweihräucherung ihrer sozialen Absicherung nicht,
wenn ich mir den Ansturm auf unser Alfred-Dorfer-Stipendium ansehe",
so Geiger abschließend.
Rückfragehinweis:
Elisabeth Hirt, Tel.: 0676-950 79 51
Florian Müller, Tel.: 0676-630 40 88
Referat für Öffentlichkeitsarbeit und interne Kommunikation, ÖH Uni Wien
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