- 04.02.2003, 12:10:20
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GBH-Driemer: Angriff auf Arbeitnehmersicherheit und Gesundheit!
Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz warnt vor Aushöhlung der AUVA
Wien (GBH/ÖGB). Der Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz
stellte sich in seiner heutigen Sitzung entschieden gegen die Pläne
der ÖVP, durch eine Zusammenlegung der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt mit den Gebietskrankenkassen auf Kosten
der Sicherheit der österreichischen ArbeitnehmerInnen sparen zu
wollen.++++
Johann Driemer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und
ÖGB-Vizepräsident: "Eine Zusammenlegung der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt mit den Gebietskrankenkassen würde auf
Grund der eigenspezifischen Aufgaben dieser beiden
Sozialversicherungsträger wieder einmal - in der bewährten 'sozialen
Treffsicherheit' dieser Bundesregierung - diejenigen am meisten
treffen, die ohnehin schon schwerste Belastungen zu tragen haben.
Gerade die Menschen, die in den Bau- und Holzbranchen tätig sind,
wären von dieser Maßnahme besonders betroffen. In diesen Branchen ist
die Unfallgefahr und -häufigkeit ganz besonders hoch. Durch
Prävention und viele gemeinsame Maßnahmen wie z.B. das Projekt
'baufit' zur Stressbekämpfung am Bau oder die Gehörschutzaktion und
Studien wie z.B. zur Ozon- und UV-Belastung der Bauarbeiter und zu
chromathaltigem Zement konnte die AUVA in Zusammenarbeit mit der
Gewerkschaft Bau-Holz und der Bauwirtschaft die Gesundheits- und
Unfallrisiken in diesen Branchen deutlich senken."
Wenn nun, was bei einer Zusammenlegung der AUVA mit den
Gebietskrankenkassen zu befürchten ist, die Tätigkeitsfelder der AUVA
aufgesplittet und in die Gebietskrankenkassen eingegliedert werden,
kann die AUVA ihre wichtigen Aufgaben in der Prävention nicht mehr
erfüllen. Statt der geplanten Forcierung der Präventionstätigkeit ist
ein gewaltiger Rückschritt zu erwarten. Driemer: "Wir können und
werden das im Namen der Betroffenen so nicht akzeptieren. Die Stärke
der AUVA ist Prävention, Forschung, Unfallheilbehandlung und
Rehabilitation. Sie arbeitet nach dem Prinzip 'Alles aus einer Hand'.
Es klingt zwar recht schön, wenn die ÖVP durch Synergien der beiden
Sozialversicherungsträger Einsparungen erzielen möchte, der Plan geht
aber an der Realität vorbei, da die AUVA völlig andere Aufgaben hat
als die Gebietskrankenkassen. Es gibt daher keine großen Synergien
einer solchen Zusammenlegung, sie würde aber einen massiven
Qualitäts- und Kompetenzverlust in den Tätigkeitsfeldern der AUVA
bedeuten. Die Leidtragenden wären einmal mehr die Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer, deren Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden oder
an ihrem Arbeitsplatz zu erkranken, wieder deutlich ansteigen würde."
ÖGB, 4. Februar 2003
Nr. 059
Rückfragehinweis: Gewerkschaft Bau-Holz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sonja Schmid
Tel. 01/40147-246
E-Mail: [email protected]
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