GBH-Driemer: Angriff auf Arbeitnehmersicherheit und Gesundheit!

Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz warnt vor Aushöhlung der AUVA

Wien (GBH/ÖGB). Der Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz stellte sich in seiner heutigen Sitzung entschieden gegen die Pläne der ÖVP, durch eine Zusammenlegung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt mit den Gebietskrankenkassen auf Kosten der Sicherheit der österreichischen ArbeitnehmerInnen sparen zu wollen.++++

Johann Driemer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident: "Eine Zusammenlegung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt mit den Gebietskrankenkassen würde auf Grund der eigenspezifischen Aufgaben dieser beiden Sozialversicherungsträger wieder einmal - in der bewährten 'sozialen Treffsicherheit' dieser Bundesregierung - diejenigen am meisten treffen, die ohnehin schon schwerste Belastungen zu tragen haben. Gerade die Menschen, die in den Bau- und Holzbranchen tätig sind, wären von dieser Maßnahme besonders betroffen. In diesen Branchen ist die Unfallgefahr und -häufigkeit ganz besonders hoch. Durch Prävention und viele gemeinsame Maßnahmen wie z.B. das Projekt 'baufit' zur Stressbekämpfung am Bau oder die Gehörschutzaktion und Studien wie z.B. zur Ozon- und UV-Belastung der Bauarbeiter und zu chromathaltigem Zement konnte die AUVA in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Bau-Holz und der Bauwirtschaft die Gesundheits- und Unfallrisiken in diesen Branchen deutlich senken."

Wenn nun, was bei einer Zusammenlegung der AUVA mit den Gebietskrankenkassen zu befürchten ist, die Tätigkeitsfelder der AUVA aufgesplittet und in die Gebietskrankenkassen eingegliedert werden, kann die AUVA ihre wichtigen Aufgaben in der Prävention nicht mehr erfüllen. Statt der geplanten Forcierung der Präventionstätigkeit ist ein gewaltiger Rückschritt zu erwarten. Driemer: "Wir können und werden das im Namen der Betroffenen so nicht akzeptieren. Die Stärke der AUVA ist Prävention, Forschung, Unfallheilbehandlung und Rehabilitation. Sie arbeitet nach dem Prinzip 'Alles aus einer Hand'. Es klingt zwar recht schön, wenn die ÖVP durch Synergien der beiden Sozialversicherungsträger Einsparungen erzielen möchte, der Plan geht aber an der Realität vorbei, da die AUVA völlig andere Aufgaben hat als die Gebietskrankenkassen. Es gibt daher keine großen Synergien einer solchen Zusammenlegung, sie würde aber einen massiven Qualitäts- und Kompetenzverlust in den Tätigkeitsfeldern der AUVA bedeuten. Die Leidtragenden wären einmal mehr die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden oder an ihrem Arbeitsplatz zu erkranken, wieder deutlich ansteigen würde."

ÖGB, 4. Februar 2003
Nr. 059

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