EU-Kommission streicht Zuschüsse für Rinder-Exporte

VIER PFOTEN: Ein Etappensieg in Sachen Tierschutz

Wien/Brüssel (OTS) - Die EU-Kommission reduziert maßgeblich die Exportsubventionen für die Ausfuhr lebender Rinder - und zwar aus Tierschutzgründen. Die entsprechende Verordnung (EG Nr. 118/2003) ist mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten. VIER PFOTEN Projektleiter Helmut Wittmann spricht "von einem ersten Erfolg. Immerhin werden durch die neue EU-Verordnung die Ausfuhrregeln vereinheitlicht, weil auf einen Schlag 26 Arten von Ausfuhrerstattungen für lebende Rinder wegfallen".

Subventioniertes Geld gibt es nur noch für den Export von

- Schlachttieren: Nur männliche Rinder in Drittländer wie Ägypten und Libanon, die aus kulturellen und religiösen Gründen importieren.

- Reinrassigen Zuchttieren: Die weiblichen Tieren dürfen nicht älter als 30 Monate sein, da bei älteren Tieren ein höheres Risiko besteht, nach dem Export geschlachtet zu werden.

"Ein Anfang ist damit gemacht, denn aufgrund der Verordnung werden die europäischen Zuschüsse für Schlachtvieh-Exporte erheblich gekürzt. Aber man darf nicht aus den Augen lassen, dass die lebenden Tiere, die in Drittländer transportiert werden, nach wie vor meist unter unwürdigen Bedingungen auf Schiffen und Lastwagen gehalten werden. Dabei kommt es oft zu massiven Verstößen gegen den Tierschutz. Das Ziel der VIER PFOTEN ist es daher die Streichung aller Exportsubventionen, und die zeitliche Begrenzung von internationalen Tiertransporten auf maximal 8 Stunden", erklärt Wittmann.

In den vergangenen beiden Jahren wurden seitens der EU über 90 Millionen Euro an Zuschüssen für den Schlachtvieh-Export bereitgestellt. Die EU hat im Vorjahr rund 300.000 lebende Rinder exportiert.

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Projektleiter, Helmut Wittmann,
Tel.: 01/895 02 02/48
helmut.wittmann@vier-pfoten.at

Pressesprecherin, Mag. Gina Maria Knotzer,
Tel.: 01/895 02 02/33
gina.knotzer@vier-pfoten.at

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