- 30.01.2003, 14:13:12
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Seriöse Zahlen... OÖGKK wehrt sich gegen Untergriffe und Unterstellungen
Wien (OTS) - Entschieden wurden heute von der OÖ
Gebietskrankenkasse die Aussagen von Bundesminister Herbert Haupt und
Staatssekretär Reinhard Waneck zurückgewiesen, wonach die OÖGKK im
Zusammenhang mit der Ambulanzgebühr falsche Zahlen vorgelegt habe. Es
sei leider eine nachvollziehbare Tatsache, dass nach der neuen
Gesetzeslage 97 Prozent der Ambulanzfälle aus der Gebühr
herausfallen. OÖGKK-Obmann Oberchristl bedauerte die unsachlichen
Untergriffe der FPÖ-Politiker: "Damit werden die Probleme im
Gesundheitswesen nicht gelöst."
Im zweiten und dritten Quartal 2001 wurden der OÖ
Gebietskrankenkasse insgesamt 723.685 Ambulanzkontakte gemeldet. Nun
hat sie ein vom Hauptverband zur Verfügung gestelltes EDV-Programm
angewandt, um alle Fälle herauszufiltern, die nach der aktuellen
Regelung der Ambulanzgebühr nicht unter eine Ausnahme fallen. Das
Ergebnis: Genau 35.663 Fälle blieben nach dieser Filterung für die
Ambulanzgebühr übrig. Das sind 4,9 Prozent.
Dazu kommen noch eine große Zahl von Fällen, die durch das
Programm nicht als Ausnahmen erkannt werden können, die aber nach der
geltenden Regelung ebenfalls von der Ambulanzgebühr befreit sind, zum
Beispiel:
- weil für den Patienten kein Vertragsarzt zur Verfügung
gestanden ist
- wegen besonders therapieintensiver Behandlung und schwieriger
Einkommenssituation
- wegen einer Wiederbestellung in eine Ambulanz
- wegen den in den Richtlinien des Hauptverbandes taxativ
aufgezählten Diagnosen
Wenn man auch noch alle diese Fälle herausfiltert, blieben nicht
einmal ganze drei Prozent der Ambulanzfälle für die Gebühr übrig -
meist Fälle, in denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren oder in
denen die Patienten die Ambulanz von sich aus aufgesucht hatten,
obwohl ein Vertragsarzt mit gleichem Angebot zur Verfügung gestanden
wäre.
Scharf verwahrt sich die OÖ Gebietskrankenkasse gegen
Unterstellungen und Untergriffe von Minister Herbert Haupt und
Staatssekretär Reinhard Waneck. Die Zahlen der OÖGKK sind seriös und
nachvollziehbar, auch wenn sie vielleicht politisch nicht opportun
erscheinen. Die Vorwürfe der "politischen Propaganda" und der
"Totalopposition" seien genauso fehl am Platz wie die Behauptung, die
OÖGKK habe Gesetze nicht eingehalten.
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 7807 - 2610
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