Seriöse Zahlen... OÖGKK wehrt sich gegen Untergriffe und Unterstellungen

Wien (OTS) - Entschieden wurden heute von der OÖ Gebietskrankenkasse die Aussagen von Bundesminister Herbert Haupt und Staatssekretär Reinhard Waneck zurückgewiesen, wonach die OÖGKK im Zusammenhang mit der Ambulanzgebühr falsche Zahlen vorgelegt habe. Es sei leider eine nachvollziehbare Tatsache, dass nach der neuen Gesetzeslage 97 Prozent der Ambulanzfälle aus der Gebühr herausfallen. OÖGKK-Obmann Oberchristl bedauerte die unsachlichen Untergriffe der FPÖ-Politiker: "Damit werden die Probleme im Gesundheitswesen nicht gelöst."

Im zweiten und dritten Quartal 2001 wurden der OÖ Gebietskrankenkasse insgesamt 723.685 Ambulanzkontakte gemeldet. Nun hat sie ein vom Hauptverband zur Verfügung gestelltes EDV-Programm angewandt, um alle Fälle herauszufiltern, die nach der aktuellen Regelung der Ambulanzgebühr nicht unter eine Ausnahme fallen. Das Ergebnis: Genau 35.663 Fälle blieben nach dieser Filterung für die Ambulanzgebühr übrig. Das sind 4,9 Prozent.

Dazu kommen noch eine große Zahl von Fällen, die durch das Programm nicht als Ausnahmen erkannt werden können, die aber nach der geltenden Regelung ebenfalls von der Ambulanzgebühr befreit sind, zum Beispiel:

  • weil für den Patienten kein Vertragsarzt zur Verfügung gestanden ist
  • wegen besonders therapieintensiver Behandlung und schwieriger Einkommenssituation
  • wegen einer Wiederbestellung in eine Ambulanz
  • wegen den in den Richtlinien des Hauptverbandes taxativ aufgezählten Diagnosen

Wenn man auch noch alle diese Fälle herausfiltert, blieben nicht einmal ganze drei Prozent der Ambulanzfälle für die Gebühr übrig -meist Fälle, in denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren oder in denen die Patienten die Ambulanz von sich aus aufgesucht hatten, obwohl ein Vertragsarzt mit gleichem Angebot zur Verfügung gestanden wäre.

Scharf verwahrt sich die OÖ Gebietskrankenkasse gegen Unterstellungen und Untergriffe von Minister Herbert Haupt und Staatssekretär Reinhard Waneck. Die Zahlen der OÖGKK sind seriös und nachvollziehbar, auch wenn sie vielleicht politisch nicht opportun erscheinen. Die Vorwürfe der "politischen Propaganda" und der "Totalopposition" seien genauso fehl am Platz wie die Behauptung, die OÖGKK habe Gesetze nicht eingehalten.

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