Das Land engagiert sich für Frauen

LH Sausgruber und LR Schmid: Frei werdende Mittel werden in Kinderbetreuung investiert

Bregenz (VLK) - Das Land Vorarlberg hat für dieses Jahr zusätzliche Mittel für die Verbesserung der Situation der
Frauen vorgesehen, berichten Landeshauptmann Herbert
Sausgruber und Landesrätin Greti Schmid. Zudem wird in
diesem Jahr die Kindergartenförderung stark erhöht. Die
durch die Einführung des bundesweiten
Kinderbetreuungsgeldes frei werdenden Mittel in der Familienförderung des Landes werden in den Ausbau der bedarfsgerechten Kinderbetreuung investiert. ****

Das Land engagiert sich aber auch im Rahmen von zukunftsgerichteten EU-Projekten, wodurch die Situation von
Frauen und Familien verbessert werden soll: 1,4 Millionen
Euro aus der EU-Initiative "Equal" fließen für die Entwicklungspartnerschaft "F&MPower" (Frauen & Männer
Power) nach Vorarlberg und sollen für Maßnahmen zur
besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie verwendet
werden. Besonders angesprochen werden Frauen und Männer,
die nach einer Auszeit oder Karenz wieder in die
Erwerbsarbeit einsteigen wollen. Die
Entwicklungspartnerschaft F&MPower steht auf breiter Basis.
Wichtig ist, dass gemeinsam eine familienfreundliche
Arbeitswelt geschaffen wird: "Denn die gelebte
Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärkt die Position der Familien und verbessert damit das gesellschaftliche,
wirtschaftliche und soziale Leben zum Nutzen aller"
(Sausgruber).

Um dieses Ziel zu erreichen, sind Bemühungen und
Initiativen im Arbeitsmarkt und Bildungsbereich notwendig.
Die Gemeinschaftsinitiative Equal wird zu gleichen Teilen
aus dem Europäischen Sozialfonds und aus nationalen Mitteln finanziert, genehmigt ist das Gemeinschaftsprojekt für den
Zeitraum 2000 bis 2006.

"MUT" und "FIT"

Die zwei EU-Initiativen "MUT (Mädchen und Technik)" und
"FIT (Frauen und Technik)" haben zum Ziel, Frauen und
Mädchen für technische Schulen und Berufe zu interessieren.
Frauen drängen nach wie vor in einige wenige Lehrberufe,
die meist schlechte Einkommensperspektiven bieten.
Gleichzeitig herrscht ein Mangel an Fachkräften im
technischen Bereich vor. Landesrätin Schmid: "Eine gute
berufliche Qualifikation steigert einerseits die Chancen
auf dem Arbeitsmarkt und bewirkt anderseits zusätzliche qualifizierte Mitarbeiterinnen für unsere Betriebe.
Langfristig soll der Frauenanteil in nicht traditionellen Berufsfeldern erhöht werden."

Family Point

Seit Jahresbeginn gibt es im Landhaus die Info- und
Servicestelle "Family Point – Kinderbetreuung und
Familienservice Vorarlberg". Die Einrichtung dieser Stelle
bedeutet nicht nur eine wesentliche Verbesserung für das Kinderbetreuungsangebot im Lande, sondern ermöglicht auch
einen besseren Zugang zu den verschiedenen
Familienleistungen des Landes, betonen Landeshauptmann
Sausgruber und Familienlandesrätin Schmid.

Die Aufgabenschwerpunkte des Family Point liegen in der Information, Beratung, Vernetzung und Unterstützung für
Eltern, Gemeinden, Wirtschaft und Vereine. Der Family Point
bietet Informationen über sämtliche familien- und
kindbezogene Leistungen wie z.B. Familienzuschuss,
Familienpass, Kinderbetreuungsgeld,
Kinderbetreuungsbeihilfen sowie über das bestehende Angebot
von Kinderbetreuungsplätzen in der Region. Im Einzelfall
wird auch bei der Suche einer geeigneten Lösung zur
Kinderbetreuung geholfen. Weiters steht der Family Point
für Beratung und Information betreffend Organisation und
Förderung von Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung.

Arbeitslosenstatistik

Beim Jahresvergleich 2002/2001 fällt unter anderem auf,
dass die Zahl der arbeitslosen Männer (plus 29,8 Prozent)
im Ländle wesentlich stärker gestiegen ist als jene der arbeitslosen Frauen (plus 16 Prozent). Dementsprechend nahm
auch die Arbeitslosenquote der Männer von 3,7 Prozent auf
4,8 Prozent zu, während jene der Frauen lediglich um 0,7 Prozentpunkte von 4,9 Prozent auf 5,6 Prozent anstieg.
(mw/tm,nvl)

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