- 30.01.2003, 11:50:57
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VP-Fuchs/VP-Salcher: Schlechtes Image der Großfeldsiedlung ist Schuld der SPÖ
ÖVP verteidigt die Bewohner, weil sie immer gegen soziale Polarisierung war
Wien (30.01.2003) - "Die Menschen in der Großfeldsiedlung wurden in
ein Image gedrängt, das sie nur mit Mühe ablegen konnten. Verpasst
bekommen haben sie dieses Image in den 70er Jahren allerdings von
der SPÖ", so der Wohnbausprecher der ÖVP Wien, LAbg GR Georg Fuchs
in der heutigen Gemeinderatsdebatte zur Großfeldsiedlung. Schon der
damalige ÖVP-Vizebürgermeister, Erhard Busek, habe die zu große
Anlage kritisiert. "Es wurde schlecht gebaut, es gibt kein
Controlling und von der fehlenden Infrastruktur möchte ich gar nicht
sprechen", meinte Fuchs. ****
Der VP-Wohnbausprecher weiter: "Warum sind in den vergangenen Jahren
keine substantiellen Maßnahmen gesetzt worden? Warum hat man daraus
keine Öko-Siedlung Großfeld gemacht? Dann wäre das alles nicht
passiert, was jetzt geschehen ist. Man müsste identitätsfördernde
Maßnahmen setzen, Grünflächen nutzbar machen und Freizeitraum für
die Jugend schaffen." Und an die Adresse der SPÖ: "Machen sie
ordentliche Stadtpolitik, betreiben sie ordentliche Planungspolitik.
Dann wird so ein Film nicht mehr passieren!
Wir verteidigen die Bewohner!
Der Kultursprecher der ÖVP Wien, LAbg GR Dr. Andreas Salcher, hat in
seiner Rede den ORF angegriffen: "Ich habe großen Respekt vor
Elisabeth Spira, die für ihre Arbeit zu Recht ausgezeichnet wurde.
Großer Erfolg schafft aber auch Verantwortung. Das gilt für
Politiker genauso wie für Journalisten. Frau Spira würde kein Stein
aus der Krone fallen, sich für die Pauschaldiffamierung von 30.000
Menschen zu entschuldigen", so Salcher. Die größere Verantwortung
trage aber der ORF. Salcher: "Dieser hat die Alltagsgeschichte nur
zur Quotenjagd benutzt. Und das ist zutiefst abzulehnen!"
"Wir verteidigen die Bewohner der Großfeldsiedlung nicht weil sie
schwarz, rot, blau oder grün sind, sondern weil die ÖVP immer gegen
soziale Polarisierung war", meint Salcher weiter. "Gerade weil uns
die Anliegen der sozial Schwachen wichtig sind, hat die ÖVP die
Konflikte in Problemzonen nie gescheut. Auf ÖVP-Initiative ist unter
dem damaligen Obmann Erhard Busek am Schöpfwerk das erste
Nachbarschaftshilfezentrum entstanden."
Salcher: "Der einzige Vorteil der derzeitigen Debatte ist, dass ein
positives Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen wurde. Etwa nach
dem Motto: "Ein echter Floridsdorfer geht nicht unter, schon gar
nicht, wenn er aus der Großfeldsiedlung kommt. Erfreulich ist in
diesem Zusammenhang der Film des ÖVP Nationalratsabgeordneten Ferry
Maier "Korrektur einer Diffamierung", der die Bewohner in der
Großfeldsiedlung objektiv und ohne soziale Polarisierung zeigt", so
Salcher abschließend. (Schluss)
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Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
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