VP-Fuchs/VP-Salcher: Schlechtes Image der Großfeldsiedlung ist Schuld der SPÖ

ÖVP verteidigt die Bewohner, weil sie immer gegen soziale Polarisierung war

Wien (30.01.2003) - "Die Menschen in der Großfeldsiedlung wurden in ein Image gedrängt, das sie nur mit Mühe ablegen konnten. Verpasst bekommen haben sie dieses Image in den 70er Jahren allerdings von der SPÖ", so der Wohnbausprecher der ÖVP Wien, LAbg GR Georg Fuchs in der heutigen Gemeinderatsdebatte zur Großfeldsiedlung. Schon der damalige ÖVP-Vizebürgermeister, Erhard Busek, habe die zu große Anlage kritisiert. "Es wurde schlecht gebaut, es gibt kein Controlling und von der fehlenden Infrastruktur möchte ich gar nicht sprechen", meinte Fuchs. ****

Der VP-Wohnbausprecher weiter: "Warum sind in den vergangenen Jahren keine substantiellen Maßnahmen gesetzt worden? Warum hat man daraus keine Öko-Siedlung Großfeld gemacht? Dann wäre das alles nicht passiert, was jetzt geschehen ist. Man müsste identitätsfördernde Maßnahmen setzen, Grünflächen nutzbar machen und Freizeitraum für die Jugend schaffen." Und an die Adresse der SPÖ: "Machen sie ordentliche Stadtpolitik, betreiben sie ordentliche Planungspolitik. Dann wird so ein Film nicht mehr passieren!

Wir verteidigen die Bewohner!

Der Kultursprecher der ÖVP Wien, LAbg GR Dr. Andreas Salcher, hat in seiner Rede den ORF angegriffen: "Ich habe großen Respekt vor Elisabeth Spira, die für ihre Arbeit zu Recht ausgezeichnet wurde. Großer Erfolg schafft aber auch Verantwortung. Das gilt für Politiker genauso wie für Journalisten. Frau Spira würde kein Stein aus der Krone fallen, sich für die Pauschaldiffamierung von 30.000 Menschen zu entschuldigen", so Salcher. Die größere Verantwortung trage aber der ORF. Salcher: "Dieser hat die Alltagsgeschichte nur zur Quotenjagd benutzt. Und das ist zutiefst abzulehnen!"

"Wir verteidigen die Bewohner der Großfeldsiedlung nicht weil sie schwarz, rot, blau oder grün sind, sondern weil die ÖVP immer gegen soziale Polarisierung war", meint Salcher weiter. "Gerade weil uns die Anliegen der sozial Schwachen wichtig sind, hat die ÖVP die Konflikte in Problemzonen nie gescheut. Auf ÖVP-Initiative ist unter dem damaligen Obmann Erhard Busek am Schöpfwerk das erste Nachbarschaftshilfezentrum entstanden."

Salcher: "Der einzige Vorteil der derzeitigen Debatte ist, dass ein positives Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen wurde. Etwa nach dem Motto: "Ein echter Floridsdorfer geht nicht unter, schon gar nicht, wenn er aus der Großfeldsiedlung kommt. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang der Film des ÖVP Nationalratsabgeordneten Ferry Maier "Korrektur einer Diffamierung", der die Bewohner in der Großfeldsiedlung objektiv und ohne soziale Polarisierung zeigt", so Salcher abschließend. (Schluss)

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