ÖAMTC begrüßt positive Entscheidung zum Bau der 6. Wiener Donauquerung

Längst fällige Baumaßnahmen sollten rasch in Angriff genommen werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die positive Entscheidung der Umweltprüfung für die Errichtung der 6. Wiener Donauquerung mit Anschluss an die Donauufer-Autobahn bestätigt die jahrelange Forderung des ÖAMTC. "Nun sollte man so rasch wie möglich mit den nötigen Vorarbeiten beginnen, damit die Bauarbeiten nicht noch weiter verzögert werden", verlangt ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek. Mit dieser Entscheidung kann der Lückenschluss der Donauufer-Autobahn (A 22) zwischen dem Knoten Kaisermühlen und der künftigen 6. Wiener Donauquerung, und damit zur Wiener Südumfahrung (S 1) in Angriff genommen werden.

Nur die Errichtung der Wiener Südumfahrung (S 1) ohne Anbindung an die Donauufer-Autobahn (A 22) hätte die Verkehrsprobleme in Wien -vor allem jene auf der Wiener Südost-Tangente - kaum bewältigt. Ist doch der am stärksten belastete Abschnitt der Südost-Tangente - und somit ganz Österreichs - die Praterbrücke, auf der sich täglich bis zu 200.000 Fahrzeuge stauen. "Durch die bevorstehende EU-Osterweiterung würde gerade diese Achse quer durch Wien weiter belastet werden und ein totaler Verkehrskollaps wäre unvermeidlich", so Michalek.

Der Bau des Autobahnringes um Wien wird die Verkehrssituation in der Bundeshauptstadt wesentlich verbessern: Einerseits werden jene Fahrzeuge, die Wien nur durchqueren wollen, die Durchfahrtsstraßen nicht mehr belasten. Andererseits wird es bei Verkehrsstörungen infolge von Bauarbeiten oder Unfällen rechtzeitig die Möglichkeit geben, den Verkehr großräumig umzuleiten. "Dadurch kann auch der innerstädtische Ausweichverkehr verhindert werden, wodurch das Verkehrsgeschehen in Wien, sowohl beim Autoverkehr als auch beim öffentlichen Verkehr, nicht zusätzlich behindert wird", betont ÖAMTC-Experte Michalek.

Der ÖAMTC kritisiert jedoch noch das Fehlen des Vollausbaus am Knoten Guntramsdorf der Süd-Autobahn (A 2). Außerdem fehlt eine eigene Trasse der Südost-Autobahn (A 3) ab Guntramsdorf Richtung Wien mit Anbindung an die Wiener Südumfahrung (S 1). "Ohne diese Ausweichstrecke kann die Verkehrssteuerung im Süden Wiens nicht funktionieren. Es ist nämlich trotz des Ausbaues der Süd-Autobahn auf vier Fahrstreifen nicht mit einer dauernden Lösung des Staus südlich von Wien und schon gar nicht auf der Wiener Südost-Tangente zu rechnen", so Michalek abschließend.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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