- 29.01.2003, 13:37:21
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ÖH: USI-Sportarreal in der Sensengasse soll bestehen bleiben
Keine Verbauung der Grünflächen durch Bauprojekt
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
fordert in der morgigen Sitzung des Wiener Gemeinderates die
Ablehnung des Antrages zum Verbau großer Teile der Grünflächen und
Sportplätze in der Sensengasse. Der Sportplatz des
Universitätssportinistitutes (USI) würde dadurch für zwei Jahre
unbenutzbar, große Teile des angrenzenden Parks durch die Hochhäuser
verbaut werden. Im Mediationsverfahren, an dem die ÖH im Rahmen der
"Plattform Sensengasse" teilgenommen hat, wurden die Argumente der
Gegner des Bauprojekts nicht mit dem nötigen Ernst behandelt.
ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz kritisiert, dass durch den Bau der
geplanten Tiefgarage unter dem Sportplatz Sensengasse dieser über
zwei Jahre nicht benutzbar wäre und die Qualität des Sportplatzes
darunter leiden würde. "Der Sportplatz wird überwiegend von
Studierenden genutzt. Das wäre aufgrund des Garagenbaus zwei Jahre
lang nicht möglich. Außerdem soll der Platz nach dem Bau nur noch mit
einer dünnen Humusschicht aufgeschüttet werden, was die Qualität
beeinflusst." Als besonders zynisch empfindet Mautz den Versuch von
Seiten der Stadt Wien, die Studierenden mit der Möglichkeit zu
locken, nach Fertigstellung der Garage, diese auch nutzen zu können.
"Es zeugt von einiger Naivität, zu glauben, dass Studierenden in
Zeiten von Studiengebühren zum Sportbetreiben mit dem Auto vorfahren.
Was wir wollen ist ein guter Sportplatz, der von den Studierenden
weiterhin genutzt werden kann", so Mautz.
Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, erläutert die
zweite zentrale Forderung: "Durch die Zusammenführung des bestehenden
Sportplatzes mit dem angrenzenden Arne-Karlsson-Park könnte mitten in
der Stadt eine großräumige Grünfläche entstehen. Durch den Bau der
Hochhäuser würden stattdessen große Teile der bestehenden Grünflächen
vernichtet werden." Darüber hinaus kritisiert Weinberger das
Mediationsverfahren zum Bauprojekt Sensengasse: "Per
Gemeinderatsbeschluss war festgehalten, dass die betroffenen Gruppen
angehört werden müssen. Geschehen ist das nicht. Die Studierenden,
die das Areal zum überwiegenden Teil nutzen, mussten sich über die
‚Plattform Sensengasse' in das verfahren quasi ‚hineinschummeln'.
Viele andere Gruppen wurden gar nicht gehört." Und abschließend: "Wie
sich aber gezeigt hat, wurden die Einwände der Gegner des Projekts
offensichtlich ohnehin nicht ernst genommen."
Rückfragehinweis: Answer Lang
ÖH-Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/528 51 90
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