ÖH: USI-Sportarreal in der Sensengasse soll bestehen bleiben

Keine Verbauung der Grünflächen durch Bauprojekt

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) fordert in der morgigen Sitzung des Wiener Gemeinderates die Ablehnung des Antrages zum Verbau großer Teile der Grünflächen und Sportplätze in der Sensengasse. Der Sportplatz des Universitätssportinistitutes (USI) würde dadurch für zwei Jahre unbenutzbar, große Teile des angrenzenden Parks durch die Hochhäuser verbaut werden. Im Mediationsverfahren, an dem die ÖH im Rahmen der "Plattform Sensengasse" teilgenommen hat, wurden die Argumente der Gegner des Bauprojekts nicht mit dem nötigen Ernst behandelt.

ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz kritisiert, dass durch den Bau der geplanten Tiefgarage unter dem Sportplatz Sensengasse dieser über zwei Jahre nicht benutzbar wäre und die Qualität des Sportplatzes darunter leiden würde. "Der Sportplatz wird überwiegend von Studierenden genutzt. Das wäre aufgrund des Garagenbaus zwei Jahre lang nicht möglich. Außerdem soll der Platz nach dem Bau nur noch mit einer dünnen Humusschicht aufgeschüttet werden, was die Qualität beeinflusst." Als besonders zynisch empfindet Mautz den Versuch von Seiten der Stadt Wien, die Studierenden mit der Möglichkeit zu locken, nach Fertigstellung der Garage, diese auch nutzen zu können. "Es zeugt von einiger Naivität, zu glauben, dass Studierenden in Zeiten von Studiengebühren zum Sportbetreiben mit dem Auto vorfahren. Was wir wollen ist ein guter Sportplatz, der von den Studierenden weiterhin genutzt werden kann", so Mautz.

Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, erläutert die zweite zentrale Forderung: "Durch die Zusammenführung des bestehenden Sportplatzes mit dem angrenzenden Arne-Karlsson-Park könnte mitten in der Stadt eine großräumige Grünfläche entstehen. Durch den Bau der Hochhäuser würden stattdessen große Teile der bestehenden Grünflächen vernichtet werden." Darüber hinaus kritisiert Weinberger das Mediationsverfahren zum Bauprojekt Sensengasse: "Per Gemeinderatsbeschluss war festgehalten, dass die betroffenen Gruppen angehört werden müssen. Geschehen ist das nicht. Die Studierenden, die das Areal zum überwiegenden Teil nutzen, mussten sich über die ‚Plattform Sensengasse' in das verfahren quasi ‚hineinschummeln'. Viele andere Gruppen wurden gar nicht gehört." Und abschließend: "Wie sich aber gezeigt hat, wurden die Einwände der Gegner des Projekts offensichtlich ohnehin nicht ernst genommen."

Rückfragen & Kontakt:

Answer Lang
ÖH-Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/528 51 90

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001