Ellensohn: Wiener Grüne gegen Mieten-Erhöhungsidee der ÖVP

Geplante Miet-Erhöhung zeigt die sozialpolitische Kälte der ÖVP

Wien - "Wenn die ÖVP über Wohnen nachdenkt, wird's am Ende teurer. Mieter und Mieterinnen werden belastet," kritisiert David Ellensohn, Wohnbausprecher der Wiener Grünen, den neuesten Vorstoß von VP-Bautensprecher Walter Tancsits. "Die ÖVP dient den Immobilienhändlern als willfährige Lobby und verrät dabei laufend die Interessen der Mieter und Mieterinnen wie der geplante Verkauf der BUWOG-Wohnungen an Großinvestoren zeigt." Nun plant die ÖVP den nächsten Angriff auf die Geldbörsen der Bevölkerung.

Derzeit darf bei Neuvermietung von bereits ausbezahlten, geförderten Wohnungen lediglich der niedrigste in Österreich geltende Richtwert verlangt werden. Falls sich Tancsits durchsetzt wird die ÖVP (mit welchem Koalitionspartner auch immer) darüber nachdenken, wie die Gemeinnützigen diesen Richtwert erhöhen können. Oder kurz gefasst: "Tancsits will die Mietpreise in Österreich erhöhen. Da spielen wir Grüne nicht mit", so Ellensohn.

Ein Rechenbeispiel: Eine 80m²-Wohnung, die heute nach dem burgenländischen Richtwert (Burgenland 3,87 Euro netto ohne BK und Ust.) und morgen nach dem Tancsits-Modell vermietet wird, kostet den Mieter oder die Mieterin im Jahr zumindest zusätzliche 400 Euro. Und das nur, falls die Erhöhung lediglich bis zum Wiener Richtwert (Wien 4,24 netto ohne BK und Ust) erfolgt. Ellensohn: "Sonst droht überhaupt die Mietenexplosion."

"In einer Phase von steigenden Mieten sollte darüber nachgedacht wie das Grundrecht Wohnen leistbar erfüllt werden kann. Die Wiener Grünen fordern die nächste Bundesregierung auf, eine wirksame und durchschaubare Mietzinsobergrenze zu schaffen." fordert Ellensohn zum Abschluß.

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