Brauner bezieht Stellung gegen drohende Kriegsgefahr im Irak

Friedenserklärung der Wiener SPÖ-Frauen

Wien (SPW) In einem Friedensappell der Wiener SPÖ-Frauen warnte die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Renate Brauner am Dienstag vor der humanitären Katastrophe für die Zivilbevölkerung des Iraks im Falle eines Angriffes durch die USA. Leidtragende seien im Falle eines Krieges vor allem Frauen und Kinder, so Brauner gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. ****

Die Friedenserklärung der Wiener SPÖ-Frauen im Wortlaut:

"In der Irakfrage spitzt sich derzeit die öffentliche Wahrnehmung auf die Wahl zwischen zwei Übeln, nämlich das Führen eines risikoreichen Krieges oder das Weiterbestehen eines diktatorischen Regimes zu. Die Wiener SPÖ-Frauen sind davon überzeugt, dass es dazu noch eine Alternative geben muss, denn Krieg und Gewalt sind niemals geeignete Mittel zur Lösung von Konflikten. Ein Krieg gegen den Irak würde eine humanitäre Katastrophe für die irakische Zivilbevölkerung, vor allem für Frauen und Kinder nach sich ziehen. Wie viele bewaffnete Auseinandersetzungen auch in der jüngeren Vergangenheit gezeigt haben, hat die moderne Kriegsführung überproportional negative Auswirkungen auf die zivilen Einwohnerinnen und Einwohner.
Gewalt erzeugt immer neue Gewalt. Gewalt erzeugt aber vor allem eine verstärkt gewaltbereite Gesellschaft. Direkt und indirekt Leidtragende sind in zu vielen Fällen unschuldige Frauen und Kinder. Konflikte müssen mit friedlichen Mitteln gelöst werden, es muss ein Primat der Politik geben, das Menschen und Völker in die Lage versetzt, partnerschaftlich und demokratisch miteinander zu leben. Friedlicher und gewaltloser Umgang muss unser gemeinsames Ziel sein. Eine Stärkung der Friedensbewegung auf nationaler und internationaler Ebene ist gerade jetzt unverzichtbar.
Der Aufbau einer zivilen und demokratischen Gesellschaft im Irak muss mit allen Mitteln gefördert werden. Dagegen schwächt eine Gesellschaft, die sich zunehmend militarisiert, die mahnenden Gegenstimmen und unterdrückt das Engagement von Frauen für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität. Die notwendige Forcierung von Menschenrechten, Demokratisierung und Geschlechtergerechtigkeit wird durch Militarisierung und Kriegsgefahr zum Stillstand gebracht.

Die Wiener SPÖ-Frauen appellieren daher an alle auf nationaler und internationaler Ebene Verantwortlichen, ihren Einfluss im Ringen um eine friedliche Verhandlungslösung geltend zu machen. Die derzeitige österreichische Bundesregierung ist aufgefordert, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um dazu beizutragen die drohende Kriegsgefahr im Irak zu bannen." (Schluss) gd

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