- 28.01.2003, 11:27:57
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Brauner bezieht Stellung gegen drohende Kriegsgefahr im Irak
Friedenserklärung der Wiener SPÖ-Frauen
Wien (SPW) In einem Friedensappell der Wiener SPÖ-Frauen warnte
die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Renate Brauner am Dienstag vor der
humanitären Katastrophe für die Zivilbevölkerung des Iraks im Falle
eines Angriffes durch die USA. Leidtragende seien im Falle eines
Krieges vor allem Frauen und Kinder, so Brauner gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ Wien. ****
Die Friedenserklärung der Wiener SPÖ-Frauen im Wortlaut:
"In der Irakfrage spitzt sich derzeit die öffentliche Wahrnehmung auf
die Wahl zwischen zwei Übeln, nämlich das Führen eines risikoreichen
Krieges oder das Weiterbestehen eines diktatorischen Regimes zu. Die
Wiener SPÖ-Frauen sind davon überzeugt, dass es dazu noch eine
Alternative geben muss, denn Krieg und Gewalt sind niemals geeignete
Mittel zur Lösung von Konflikten. Ein Krieg gegen den Irak würde eine
humanitäre Katastrophe für die irakische Zivilbevölkerung, vor allem
für Frauen und Kinder nach sich ziehen. Wie viele bewaffnete
Auseinandersetzungen auch in der jüngeren Vergangenheit gezeigt
haben, hat die moderne Kriegsführung überproportional negative
Auswirkungen auf die zivilen Einwohnerinnen und Einwohner.
Gewalt erzeugt immer neue Gewalt. Gewalt erzeugt aber vor allem eine
verstärkt gewaltbereite Gesellschaft. Direkt und indirekt
Leidtragende sind in zu vielen Fällen unschuldige Frauen und Kinder.
Konflikte müssen mit friedlichen Mitteln gelöst werden, es muss ein
Primat der Politik geben, das Menschen und Völker in die Lage
versetzt, partnerschaftlich und demokratisch miteinander zu leben.
Friedlicher und gewaltloser Umgang muss unser gemeinsames Ziel sein.
Eine Stärkung der Friedensbewegung auf nationaler und internationaler
Ebene ist gerade jetzt unverzichtbar.
Der Aufbau einer zivilen und demokratischen Gesellschaft im Irak muss
mit allen Mitteln gefördert werden. Dagegen schwächt eine
Gesellschaft, die sich zunehmend militarisiert, die mahnenden
Gegenstimmen und unterdrückt das Engagement von Frauen für Frieden,
Gerechtigkeit und Solidarität. Die notwendige Forcierung von
Menschenrechten, Demokratisierung und Geschlechtergerechtigkeit wird
durch Militarisierung und Kriegsgefahr zum Stillstand gebracht.
Die Wiener SPÖ-Frauen appellieren daher an alle auf nationaler und
internationaler Ebene Verantwortlichen, ihren Einfluss im Ringen um
eine friedliche Verhandlungslösung geltend zu machen. Die derzeitige
österreichische Bundesregierung ist aufgefordert, alles in ihrer
Macht stehende zu unternehmen, um dazu beizutragen die drohende
Kriegsgefahr im Irak zu bannen." (Schluss) gd
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43/ 01/ 53 427-235
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