ÖAMTC: Wie man auf der Fahrt in den Semesterurlaub spart

Treibstoffpreise vergleichen und vorausschauend fahren - So spart man ein Drittel der Spritkosten

Wien (ÖAMTC-Presse) - Ran an den Berg, und zwar möglichst preiswert. Auf der Autofahrt in die Semesterferien kann man noch Geld sparen. Kombiniert man die Ratschläge von ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau und ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl, ergibt sich ein Einsparungspotenzial bis zu einem Drittel der Spritkosten.

"Mehr vorausschauen und denken. Das ist aus technischer Sicht das Um- und Auf einer sparsamen Autofahrt an den Wintersportort", so Steffan Kerbl. Schon vor dem Fahrtantritt kann man Entscheidendes tun, um den Spritverbrauch erheblich zu reduzieren. "Spritfresser", wie zu niedriger Reifendruck und unnötiger Ballast an Bord, sollten gleich eliminiert werden. Nicht zu unterschätzen: Das Auto muss in einem einwandfreien Zustand sein, damit der Verbrauch optimal ist. Jedenfalls sollten technische Mängel, wie alte Zündkerzen, ein verdreckter Luftfilter oder eine fehlerhafte Elektronik, beseitigt werden. Darum kümmert sich der ÖAMTC bei einem Autocheck an einem seiner österreichweit über 100 Stützpunkte.

Wer vorausschauend und flüssig fährt sowie überhöhte Geschwindigkeit vermeidet, kann den Kraftstoffverbrauch zusätzlich reduzieren. Übrigens: Mit Schiträgern auf dem Autodach nimmt bei hohem Tempo auch der Spritverbrauch noch einmal deutlich zu. Kerbl:
"Daher Fuß runter vom Gas und Fahrweise anpassen."

Möglichst früh hoch und möglichst spät herunter schalten, wirkt sich ebenfalls günstig auf die Tankfüllung aus. "Das heißt, dass man stets im höchstmöglichen Gang fährt. Unter 1500 U/min sollte die Motordrehzahl aber nicht fallen", empfiehlt Kerbl den Autolenkern. Bei Bergabfahrt gehört außerdem die Motor-Bremswirkung genutzt, die sich positiv auf den Verbrauch auswirken kann.

Nähere Informationen zum sparsamen Fahren finden sich auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/.

Wer Treibstoffpreise vergleicht, schont das Portemonnaie

Auch für ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau beginnt ein preisbewusster Schiurlaub schon vor Fahrtantritt: "Vorausschauende Urlauber planen nicht nur die Route im Voraus, sondern auch die notwendigen Stopps an günstigen Tankstellen." Bei der Beobachtung der Spritpreisgestaltung verschiedener Tankstellen werden vor allem zwei Trends evident: das West-Ost-Gefälle und der "Montagseffekt". Als Faustregel gilt: Je weiter östlich bzw. südlich und je früher man im Verlauf der Woche tankt, desto niedriger fällt die Rechnung aus. Es lohnt sich jedoch in jeder Region, nach günstigen Angeboten Ausschau zu halten.

Die gängige Praxis mancher Tankstellen, den Spritpreis kurz vor dem Wochenende oder dem Ferienbeginn zu erhöhen, ist dem ÖAMTC schon lange ein Dorn im Auge. "Wenn irgendwie möglich, sollten Tankstopps an den Wochenbeginn gelegt werden", empfiehlt Brugger-Brandau. Auffallende Spritpreis-Unterschiede ergeben sich nach den jüngsten Erhebungen auch geografisch. Das Preisniveau an Tankstellen im Westen des Bundesgebiets ist deutlich höher als im Osten oder im Süden.

Die Höchstpreise in Österreich liegen aktuell bei 0,969 Euro pro Liter Superbenzin (95 Oktan) und 0,834 Euro pro Liter Diesel. Zu finden sind diese überwiegend an Autobahn-Tankstellen. Abgesehen von den Höchstpreis-Anbietern stellt der Club in den einzelnen Bundesländern heute folgende Preisdifferenzen fest (Angaben pro Liter in Euro):

Superbenzin (95 Oktan):
* Burgenland 0,851 bis 0,944
* Kärnten 0,779 bis 0,952
* Niederösterreich 0,848 bis 0,968
* Oberösterreich 0,839 bis 0,954
* Salzburg 0,858 bis 0,954
* Steiermark 0,749 bis 0,959
* Tirol 0,839 bis 0,954
* Vorarlberg 0,899 bis 0,954
* Wien 0,843 bis 0,954

Diesel:
* Burgenland 0,711 bis 0,809
* Kärnten 0,688 bis 0,819
* Niederösterreich 0,679 bis 0,814
* Oberösterreich 0,699 bis 0,819
* Salzburg 0,688 bis 0,799
* Steiermark 0,699 bis 0,819
* Tirol 0,699 bis 0,819
* Vorarlberg 0,779 bis 0,830
* Wien 0,688 bis 0,818

Die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin weist zudem auf die generell hohen Spritpreise in Italien und Deutschland hin. Bei der Fahrt über das "Deutsche Eck" bringt ein Tankstopp keine Ersparnis. Im Gegenteil: Seit 1. Jänner 2003 ist der Liter Sprit nochmals um 3,5 Cent je Liter gestiegen.

Tagesaktuelle Preisabfragen österreichischer Tankstellen bietet der ÖAMTC im Internet. Auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/sprit/ kann man die preisgünstigste Variante für die Urlaubsfahrt ermitteln. Die Preisabfragen können nach Kraftstoffsorte, Bundesland oder Ort sortiert vorgenommen werden. Wer über keinen Internetzugang verfügt, kann Preisinfos auch unter der kostenfreien Telefonhotline 0800/240 120 einholen. Für Reisen ins Ausland bietet der Club aktuelle Treibstoffpreise und viel Wissenswertes unter http://www.oeamtc.at/reise.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger, Alfred Obermayr

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