• 28.01.2003, 11:16:08
  • /
  • OTS0070 OTW0070

ÖAMTC: Wie man auf der Fahrt in den Semesterurlaub spart

Treibstoffpreise vergleichen und vorausschauend fahren - So spart man ein Drittel der Spritkosten

Wien (ÖAMTC-Presse) - Ran an den Berg, und zwar möglichst
preiswert. Auf der Autofahrt in die Semesterferien kann man noch Geld
sparen. Kombiniert man die Ratschläge von
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau und
ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl, ergibt sich ein Einsparungspotenzial
bis zu einem Drittel der Spritkosten.

"Mehr vorausschauen und denken. Das ist aus technischer Sicht das
Um- und Auf einer sparsamen Autofahrt an den Wintersportort", so
Steffan Kerbl. Schon vor dem Fahrtantritt kann man Entscheidendes
tun, um den Spritverbrauch erheblich zu reduzieren. "Spritfresser",
wie zu niedriger Reifendruck und unnötiger Ballast an Bord, sollten
gleich eliminiert werden. Nicht zu unterschätzen: Das Auto muss in
einem einwandfreien Zustand sein, damit der Verbrauch optimal ist.
Jedenfalls sollten technische Mängel, wie alte Zündkerzen, ein
verdreckter Luftfilter oder eine fehlerhafte Elektronik, beseitigt
werden. Darum kümmert sich der ÖAMTC bei einem Autocheck an einem
seiner österreichweit über 100 Stützpunkte.

Wer vorausschauend und flüssig fährt sowie überhöhte
Geschwindigkeit vermeidet, kann den Kraftstoffverbrauch zusätzlich
reduzieren. Übrigens: Mit Schiträgern auf dem Autodach nimmt bei
hohem Tempo auch der Spritverbrauch noch einmal deutlich zu. Kerbl:
"Daher Fuß runter vom Gas und Fahrweise anpassen."

Möglichst früh hoch und möglichst spät herunter schalten, wirkt
sich ebenfalls günstig auf die Tankfüllung aus. "Das heißt, dass man
stets im höchstmöglichen Gang fährt. Unter 1500 U/min sollte die
Motordrehzahl aber nicht fallen", empfiehlt Kerbl den Autolenkern.
Bei Bergabfahrt gehört außerdem die Motor-Bremswirkung genutzt, die
sich positiv auf den Verbrauch auswirken kann.

Nähere Informationen zum sparsamen Fahren finden sich auf der
Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/.

Wer Treibstoffpreise vergleicht, schont das Portemonnaie

Auch für ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth
Brugger-Brandau beginnt ein preisbewusster Schiurlaub schon vor
Fahrtantritt: "Vorausschauende Urlauber planen nicht nur die Route im
Voraus, sondern auch die notwendigen Stopps an günstigen
Tankstellen." Bei der Beobachtung der Spritpreisgestaltung
verschiedener Tankstellen werden vor allem zwei Trends evident: das
West-Ost-Gefälle und der "Montagseffekt". Als Faustregel gilt: Je
weiter östlich bzw. südlich und je früher man im Verlauf der Woche
tankt, desto niedriger fällt die Rechnung aus. Es lohnt sich jedoch
in jeder Region, nach günstigen Angeboten Ausschau zu halten.

Die gängige Praxis mancher Tankstellen, den Spritpreis kurz vor
dem Wochenende oder dem Ferienbeginn zu erhöhen, ist dem ÖAMTC schon
lange ein Dorn im Auge. "Wenn irgendwie möglich, sollten Tankstopps
an den Wochenbeginn gelegt werden", empfiehlt Brugger-Brandau.
Auffallende Spritpreis-Unterschiede ergeben sich nach den jüngsten
Erhebungen auch geografisch. Das Preisniveau an Tankstellen im Westen
des Bundesgebiets ist deutlich höher als im Osten oder im Süden.

Die Höchstpreise in Österreich liegen aktuell bei 0,969 Euro pro
Liter Superbenzin (95 Oktan) und 0,834 Euro pro Liter Diesel. Zu
finden sind diese überwiegend an Autobahn-Tankstellen. Abgesehen von
den Höchstpreis-Anbietern stellt der Club in den einzelnen
Bundesländern heute folgende Preisdifferenzen fest (Angaben pro Liter
in Euro):

Superbenzin (95 Oktan):
* Burgenland 0,851 bis 0,944
* Kärnten 0,779 bis 0,952
* Niederösterreich 0,848 bis 0,968
* Oberösterreich 0,839 bis 0,954
* Salzburg 0,858 bis 0,954
* Steiermark 0,749 bis 0,959
* Tirol 0,839 bis 0,954
* Vorarlberg 0,899 bis 0,954
* Wien 0,843 bis 0,954

Diesel:
* Burgenland 0,711 bis 0,809
* Kärnten 0,688 bis 0,819
* Niederösterreich 0,679 bis 0,814
* Oberösterreich 0,699 bis 0,819
* Salzburg 0,688 bis 0,799
* Steiermark 0,699 bis 0,819
* Tirol 0,699 bis 0,819
* Vorarlberg 0,779 bis 0,830
* Wien 0,688 bis 0,818

Die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin weist zudem auf die generell
hohen Spritpreise in Italien und Deutschland hin. Bei der Fahrt über
das "Deutsche Eck" bringt ein Tankstopp keine Ersparnis. Im
Gegenteil: Seit 1. Jänner 2003 ist der Liter Sprit nochmals um 3,5
Cent je Liter gestiegen.

Tagesaktuelle Preisabfragen österreichischer Tankstellen bietet
der ÖAMTC im Internet. Auf der Homepage des Clubs unter
http://www.oeamtc.at/sprit/ kann man die preisgünstigste Variante für
die Urlaubsfahrt ermitteln. Die Preisabfragen können nach
Kraftstoffsorte, Bundesland oder Ort sortiert vorgenommen werden. Wer
über keinen Internetzugang verfügt, kann Preisinfos auch unter der
kostenfreien Telefonhotline 0800/240 120 einholen. Für Reisen ins
Ausland bietet der Club aktuelle Treibstoffpreise und viel
Wissenswertes unter http://www.oeamtc.at/reise.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger, Alfred Obermayr

Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel