- 27.01.2003, 16:06:09
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Pharmig Forderungen an die neue Bundesregierung
Wien (OTS) - Zur Sicherheit des erreichten hohen Niveaus der
Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit Gütern und
Leistungen, die der Erhaltung, der Verbesserung und der
Wiedergewinnung von Gesundheit dienen, fordert die Pharmig,
Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, von der neuen Regierung
folgende Punkte:
1. Festschreibung des Bürgerrechtes auf raschen Zugang zum
pharmazeutischen/therapeutischen Fortschritt. Die Förderung eines
vernünftigen Ressourcengebrauchs sichert die Finanzierung der
Innovationen.
2. Schaffung eines verpflichtenden Rechnungswesens, das
periodenrein und verursachergerecht die tatsächlichen Kosten und den
tatsächlichen Nutzen aller erbrachten Gesundheitsleistungen
nachvollziehbar beschreibt. Ein am Industriestandard orientiertes
Controlling sorgt für Datenverfügbarkeit und ausreichende
Datenqualität.
3. Nach den Grundsätzen dieses Rechnungswesens ist eine
Gesundheits-Eröffnungsbilanz zu erstellen, die die vorhandenen
Aktiva, Reserven und Passiva unabhängig vom jeweiligen Zahler
gesamthaft darstellt.
4. Für die Leistungsperiode sind zehn konkrete, quantifizierte und
überprüfbare Gesundheits-Ziele zu formulieren. Die Überprüfung der
Zielerreichung muss einfach und schnell möglich sein.
5. Transparenz sowohl der Einzelleistungen wie auch der
Gesamtleistung des Gesundheitswesens soll unter Einbeziehung des
aktuellen Standes der Informationstechnik dem Patienten wie auch dem
Bürger angeboten werden.
6. Der Satz der Mehrwertsteuer ist auf den begünstigten Satz zu
reduzieren, wobei die dadurch dem Staatshaushalt auf der einen Seite
entgehenden Mittel durch Umschichtung aufkommensneutral
hereingebracht werden sollen.
7. Die Bundesregierung setzt sich insbesonders im Vorfeld und nach
der EU-Erweiterung für ein EU-einheitliches effektives Schutzsystem
für Arzneimittel-Innovationen ein.
8. Die Bundesregierung setzt sich sowohl für die Förderung des
Pharma-Wirtschaftsstandortes Österreich als auch für den Ausbau des
Pharma-Forschungsstandortes Österreich ein.
9. Die Bundesregierung sichert die Versorgung Österreichs mit
modernen Arzneimitteln durch unbürokratische Anerkennung des
EU-Durchschnittspreises für neue Arzneimittel.
Rückfragehinweis:
Pharmig Pressestelle
Isabella Wallnöfer
Tel: +43 1 523 29 56 DW 21
Fax: +43 1 523 29 519
mailto:[email protected]
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