Rekord-Dezember im Wien-Tourismus

Fast ausgeglichenes Jahresergebnis 2002: um 0,4 % weniger Nächtigungen

Wien (OTS) - Ein fast ausgeglichenes Jahresergebnis präsentierten Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder und Tourismusdirektor Mag. Karl Seitlinger am Montag beim Pressegespräch zur Bilanz des Wien-Tourismus 2002: Mit insgesamt 7.655.000 Gästenächtigungen verfehlte Wien im vergangenen Jahr das Ergebnis von 2001 um nur 0,4 %. Rieder dazu: "Ein respektables Ergebnis in einem für den gesamten Städtetourismus äußerst problematischen Jahr." Seitlinger unterstrich dies mit dem Hinweis: "Wien konnte damit seinen Marktanteil im Vergleich mit den Konkurrenzstädten nicht nur halten, sondern sogar etwas verbessern." Bei Einbeziehung der Nächtigungen in einschlägigen Umlandgemeinden - bei internationalen Städtevergleichen häufig der Fall - kam "Greater Vienna" 2002 auf rund 8,2 Millionen Nächtigungen.

Zu diesem fast ausgeglichenen Jahresergebnis 2002 trug ein Rekord-Dezember mit 640.000 Nächtigungen (um 7,9 % mehr als im Vergleichsmonat 2001) bei. Und er war nur einer von fünf Monaten, in denen Wien 2002 Nächtigungsrekorde erzielte, denn auch Februar, März, Mai und November wiesen Spitzenwerte auf. Sie reichten allerdings nicht ganz aus, um Rückgänge in anderen Monaten zu kompensieren. Hauptursachen dieser Rückgänge waren die Nachwirkungen der Terroranschläge in New York vom 11.9.2001 (die sich vor allem bei den Nächtigungen aus Wiens wichtigsten Überseemärkten USA und Japan negativ auswirkten), die internationale Konjunkturflaute, aber auch das Hochwasser im vergangenen Sommer.****

Neben den erwähnten Fernmärkten erbrachten auch Großbritannien und Spanien im Vorjahr weniger Nächtigungen als 2001. Ausgeglichen war das Ergebnis aus der Schweiz, und Nächtigungszuwächse gab es aus Deutschland, Österreich, Italien und besonders aus der GUS. Den 7.655.000 Nächtigungen (- 0,4 %) stehen 3.233.000 Ankünfte (- 0,7 %) gegenüber. Die Betten der Wiener Hotellerie waren 2002 zu 52,6 % ausgelastet (1 - 12/2001: 52,5 %), was einer Zimmerauslastung (sie wird in Österreich nicht erhoben) von rund 65 % entspricht.

Die von der Wiener Hotellerie im Dezember 2002 erzielten Nächtigungsumsätze werden erst in der zweiten Februarhälfte vorliegen. Der Umsatz von Jänner bis November 2002 beträgt 266,1 Millionen Euro (- 1,1 %), und aufgrund des guten Nächtigungsergebnisses im Dezember darf man erwarten, dass auch beim Vergleich der Jahresumsätze der Rückstand auf 2001 weniger als 1 % betragen wird.

Die Ergebnisse im Detail:

Herkunftsland Nächtigungen Nächtigungsumsatz netto*) Jän.-Dez. 2002 Jän.-Nov. 2002 D 1.571.000 + 1 % 54.473.000 Euro +/- 0 % A 1.248.000 + 1 % 41.884.000 Euro + 1 % I 618.000 + 3 % 18.965.000 Euro + 6 % USA 531.000 - 12 % 24.823.000 Euro - 10 % GB 348.000 - 2 % 14.844.000 Euro + 1 % J 301.000 - 11 % 13.448.000 Euro - 12 % CH 246.000 +/- 0 % 9.294.000 Euro + 1 % SP 229.000 - 15 % 8.140.000 Euro - 12 % F 195.000 - 1 % 6.946.000 Euro +/-0 % GUS 191.000 + 12 % 7.080.000 Euro + 16 % übrige 2.177.000 66.223.000 Euro Summe 7.655.000 - 0,4 % 266.120.000 Euro - 1,1% *) ohne Frühstück, Heizungszuschlag, Umsatzsteuer

Europäischer Städtetourismus 2002: Nächtigungsrückgang von durchschnittlich 3 % erwartet

Wien hat im Vergleich zu den europäischen Konkurrenzstädten 2002 relativ gut abgeschnitten. Deren Gesamtjahresergebnisse sind zwar noch nicht veröffentlicht, doch die für einige Städte vorliegenden Nächtigungszahlen von Jänner bis Oktober zeigen einen deutlichen Trend: Salzburg - 2,4 %, Berlin - 3 %, Budapest - 3,9 %, München -9,5 %. Wiens Nächtigungsrückstand in diesem Zeitraum betrug 2 %. Der Tourismusexperte Univ.Doz. Dr. Egon Smeral erwartet auf Basis der Daten von 13 Städten für den europäischen Städtetourismus 2002 einen durchschnittlichen Nächtigungsrückgang von rund 3 %.

Bei seiner Einschätzung des heurigen Jahres rechnet Smeral damit, dass sich der europäische Städtetourismus 2003 insgesamt leicht positiv entwickeln wird und dass Wien bei den Ausländernächtigungen rund 1 % zulegen kann. Diese Prognose trifft er allerdings unter der Voraussetzung, dass die weltpolitischen Rahmenbedingungen stabil bleiben. Den derzeitigen Beitrag der durch den Tourismus in Wien bewirkten Wertschöpfung schätzt Smeral auf rund 2,5 Milliarden Euro, das sind knapp 5 % des Bruttoregionalprodukts.

"Greater Vienna" 2002: rund 8,2 Millionen Nächtigungen

In internationalen touristischen Städtevergleichen wird häufig mit Nächtigungszahlen gearbeitet, die die Nächtigungen in den Umlandgemeinden der jeweiligen Metropole inkludieren. So zählt etwa Amsterdam die Nächtigungen in der Gemeinde seines Flughafens Schiphol mit, auch Londons Angaben von Nächtigungszahlen beziehen sich auf Greater London. Rechnet man zu Wiens Nächtigungsergebnis auch die Übernachtungen einschlägiger Umlandgemeinden (Schwechat, Vösendorf, Mödling, Brunn am Gebirge, Perchtoldsdorf, Klosterneuburg und Groß-Enzersdorf hatten im vergangenen Jahr zusammen mehr als ½ Million Nächtigungen), so kommt "Greater Vienna" 2002 auf rund 8,2 Millionen Nächtigungen.

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(Schluss) wtv

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