Keusch: Vorfinanzierung der Bundesmittel für Machland-Aussiedler

Betroffene sollen nicht mehr länger auf Hilfe warten müssen

St. Pölten, (SPI) - 5,5 Millionen Euro stellt das Land Niederösterreich neuerlich für jene Familien und Bewohner des Machlands Süd im Mostviertel bereit, welche sich im Zuge des verheerenden Hochwassers im August 2002 entschlossen haben, diese besonders hochwassergefährdete Region zu verlassen und wo anders ein neues Heim zu bauen. Betroffen sind überwiegend die Bewohner der Strengberger Au. Damit trägt das Land Niederösterreich seinen Anteil. Leider gibt es vom Bund noch kein Geld, wie NÖ Finanzreferent Sobotka zugibt. Bisher fehlt seitens des Bundes jedes Signal, die notwendigen Finanzmittel in der Höhe von rund 9 Millionen Euro für die Aussiedler bereitzustellen.****

"Diese Säumigkeit ist für mich völlig unverständlich. Die Opfer des vergangenen Hochwassers mussten bereits einen Winter in feuchten Häusern oder bei Verwandten und Freunden verbringen. Jenen, die Aussiedeln wollen, muss nun endlich die Sicherheit für ihre weitere Zukunft gegeben und rasch geholfen werden. Wenn sich der Bund noch länger Zeit lässt, kommt vielleicht noch ein Winter hinzu, ohne dass die Aussiedler ihr neues Heim beziehen können. Hier sollte, wenn es nicht schneller geht, das Land Niederösterreich im Interesse der Menschen die vom Bund zugesagte Summe vorfinanzieren", fordert der Amstettner SP-Landtagsabgeordnete Eduard Keusch.

"Mit der Vorfinanzierung durch das Land NÖ könnten die erforderlichen Ablöseverträge sofort abgeschlossen und die Gelder endlich an die Betroffenen ausbezahlt werden. Schließlich darf man nicht vergessen, dass die Gründung einer neuen Existenz hohe Kosten verursacht und die Ablöseverträge für Aussiedler "bares Geld" bedeuten, weil damit Kreditfinanzierungen besichert werden können. "Da es ohnehin noch einige Zeit dauern wird, bis die Menschen in ihre neuen Häuser einziehen können, sollten wir sie wenigstens von den finanziellen Sorgen - so weit als möglich - befreien und nicht auch noch über den Sommer hinaus auf ihre Aussiedelungs-Entschädigungen warten lassen. Die NÖ Sozialdemokraten werden diese Vorfinanzierung jedenfalls zum Thema der ersten Sitzung des neugewählten Landtags im Frühjahr dieses Jahres machen", so Keusch.
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