• 26.01.2003, 08:00:00
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"profil": Stadler und Pilz attackieren USA

Grüner Sicherheitssprecher spricht von "Gegner USA" - Volksanwalt will Außenministerium "zusperren" - sieht Situation wie beim "Ersten Weltkrieg"

Wien (OTS) - In Interviews in der Montag erscheinenden Ausgabe des
Nachrichtenmagazins "profil" attackieren Peter Pilz,
Sicherheitssprecher der Grünen, und FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler die
USA im Zusammenhang mit deren Irak-Politik. Pilz, der laut "profil"
an einem Buch zur Irak-Krise arbeitet: "George W. Bush führt eine
imperiale Politik." Zum Verhältnis USA-Europa meint der Abgeordnete:
"Die Amerikaner sind dabei, Europa als Partner zu verlieren. Ich bin
dafür, dass die US-Truppen rasch aus Europa abziehen. Die USA sind
nicht mehr unser Verbündeter, sondern unser Gegner."

Ähnlich scharf formuliert Stadler, Präsident der
irakisch-österreichischen Gesellschaft. Stadler in "profil": "Der so
genannte Kampf gegen den Terror ist Heuchelei. US-Präsident Bush ist
abhängig von der Erdölindustrie und den Rüstungskonzernen. Er ist in
Wirklichkeit deren Lobbyist." Stadler zieht sogar Vergleiche mit dem
Ersten Weltkrieg. Stadler: "Das Ganze erinnert an den Vorabend des
Ersten Weltkrieges: Alle wissen, wo es hingeht, aber keiner tut etwas
dagegen."

Stadler rechnet auch mit Außenministerin Ferrero-Waldner und deren
seiner Meinung nach zu zögerlichen Haltung in der Irak-Krise ab. Der
Volksanwalt in "profil": "Unsere Außenpolitik ist unmöglich. Unter
Ferrero-Waldner hat sich eine eigenständige Außenpolitik Österreichs
endgültig aufgehört. Man kann dieses Ministerium zusperren und
warten, was Brüssel sagt."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502

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