"profil": Stadler und Pilz attackieren USA

Grüner Sicherheitssprecher spricht von "Gegner USA" - Volksanwalt will Außenministerium "zusperren" - sieht Situation wie beim "Ersten Weltkrieg"

Wien (OTS) - In Interviews in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" attackieren Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen, und FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler die USA im Zusammenhang mit deren Irak-Politik. Pilz, der laut "profil" an einem Buch zur Irak-Krise arbeitet: "George W. Bush führt eine imperiale Politik." Zum Verhältnis USA-Europa meint der Abgeordnete:
"Die Amerikaner sind dabei, Europa als Partner zu verlieren. Ich bin dafür, dass die US-Truppen rasch aus Europa abziehen. Die USA sind nicht mehr unser Verbündeter, sondern unser Gegner."

Ähnlich scharf formuliert Stadler, Präsident der irakisch-österreichischen Gesellschaft. Stadler in "profil": "Der so genannte Kampf gegen den Terror ist Heuchelei. US-Präsident Bush ist abhängig von der Erdölindustrie und den Rüstungskonzernen. Er ist in Wirklichkeit deren Lobbyist." Stadler zieht sogar Vergleiche mit dem Ersten Weltkrieg. Stadler: "Das Ganze erinnert an den Vorabend des Ersten Weltkrieges: Alle wissen, wo es hingeht, aber keiner tut etwas dagegen."

Stadler rechnet auch mit Außenministerin Ferrero-Waldner und deren seiner Meinung nach zu zögerlichen Haltung in der Irak-Krise ab. Der Volksanwalt in "profil": "Unsere Außenpolitik ist unmöglich. Unter Ferrero-Waldner hat sich eine eigenständige Außenpolitik Österreichs endgültig aufgehört. Man kann dieses Ministerium zusperren und warten, was Brüssel sagt."

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