• 24.01.2003, 13:18:09
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Swoboda zur Irak-Krise: Besser zum alten Europa als zu den neuen USA gehören

Wien (SK) "Die jüngsten Äußerungen von US-Verteidigungsminister
Donald Rumsfeld, der Deutschland und Frankreich als das 'alte Europa'
bezeichnete, zeugen einmal mehr von der Arroganz, die scheinbar
unverzichtbarer Bestandteil der Außenpolitik der Vereinigten Staaten
unter George Bush geworden ist", so der Leiter der SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament Hannes Swoboda. "Solche Kritik an europäischen
Staaten müsste eigentlich für die EU ein zusätzlicher Ansporn sein,
die Integration in außenpolitischen Angelegenheiten rasch
voranzutreiben." ****

Die Bemühungen von Deutschland und Frankreich, eine friedliche Lösung
für die Irak-Krise zu finden, entspringe vielmehr dem Grundkonsens
eines neuen Europas, das sich von der Gewalt als Mittel zur
Konfliktlösung verabschiedet hat, erklärte Swoboda am Freitag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Besonders von den Regierungschefs von
Spanien und Italien, Aznar und Berlusconi, die von Rumsfeld aufgrund
ihrer US-freundlichen Haltung geschätzt werden, erwartet sich der
Europaabgeordnete ein klares Bekenntnis zu einer einheitlichen
europäischen Position und eine Abkehr vom Unilateralismus.

"Jedenfalls ist es weitaus befriedigender, zum alten Europa und nicht
zu den neuen USA zu gehören", so Swoboda abschließend. (Schluss)
se/mm

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

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