Steller: Neue Möglichkeiten der Wohnbaufinanzierung dringend notwendig

Immobilientreuhänder-Chef sieht Politik, öffentliche Hand, Banken und Immobilienwirtschaft gefordert

Wien (PWK046) - "Neue Formen der Wohnbaufinanzierung zu finden und zu beschreiten" - diese Notwendigkeit sieht Gerhard Steller, Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für die nahe Zukunft.

Der Markt unterliege einem Zyklus. Zuerst werden viele Wohnungen gebaut. Damit werde ein Überangebot geschaffen, die Preise sinken. Derzeit befinde man sich gerade in einer Phase der Verknappung. Den Grund für die heraufdräuende Wohnungsknappheit und damit das Anziehen der Kosten für‘s Wohnen sieht Steller im Rückgang beim Wohnungsneubau.

Der Immobilienexperte begründet den Handlungsbedarf sowohl in Sachen Wohnbaufinanzierung und als auch bei der Wohnbauförderung so:
"Wohnbaufinanzierung wird einerseits für Bauträger durch ‚Basel 2‘ noch mehr eine Bonitätsfrage als bisher." Auf der anderen Seite rechnet er mit der Aufnahme des Schwerpunktes "Senkung der Lohnnebenkosten" in das Programm der zukünftigen österreichischen Bundesregierung. Im Falle einer Lohnnebenkostensenkung könnten aber, so Steller, die Wohnbauförderungsbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gesenkt werden, was sich direkt auf die Wohnbaufinanzierung auswirken würde.
Politik, öffentliche Hand, Banken und Immobilienwirtschaft gleichermaßen seien daher jetzt bei der Schaffung neuer Wohnbauförderungs- und Finanzierungsmodelle gefordert.

Den Konsumten empfiehlt der Immobilienexperte, wenn möglich jetzt zu kaufen oder zu mieten, "denn tiefer werden die Preise wohl in absehbarer Zeit wohl nicht mehr fallen". (JR)

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