- 24.01.2003, 12:43:58
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Steller: Neue Möglichkeiten der Wohnbaufinanzierung dringend notwendig
Immobilientreuhänder-Chef sieht Politik, öffentliche Hand, Banken und Immobilienwirtschaft gefordert
Wien (PWK046) - "Neue Formen der Wohnbaufinanzierung zu finden und
zu beschreiten" - diese Notwendigkeit sieht Gerhard Steller, Obmann
des Fachverbandes der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ) für die nahe Zukunft.
Der Markt unterliege einem Zyklus. Zuerst werden viele Wohnungen
gebaut. Damit werde ein Überangebot geschaffen, die Preise sinken.
Derzeit befinde man sich gerade in einer Phase der Verknappung. Den
Grund für die heraufdräuende Wohnungsknappheit und damit das Anziehen
der Kosten für‘s Wohnen sieht Steller im Rückgang beim
Wohnungsneubau.
Der Immobilienexperte begründet den Handlungsbedarf sowohl in Sachen
Wohnbaufinanzierung und als auch bei der Wohnbauförderung so:
"Wohnbaufinanzierung wird einerseits für Bauträger durch ‚Basel 2‘
noch mehr eine Bonitätsfrage als bisher." Auf der anderen Seite
rechnet er mit der Aufnahme des Schwerpunktes "Senkung der
Lohnnebenkosten" in das Programm der zukünftigen österreichischen
Bundesregierung. Im Falle einer Lohnnebenkostensenkung könnten aber,
so Steller, die Wohnbauförderungsbeiträge von Arbeitgebern und
Arbeitnehmern gesenkt werden, was sich direkt auf die
Wohnbaufinanzierung auswirken würde.
Politik, öffentliche Hand, Banken und Immobilienwirtschaft
gleichermaßen seien daher jetzt bei der Schaffung neuer
Wohnbauförderungs- und Finanzierungsmodelle gefordert.
Den Konsumten empfiehlt der Immobilienexperte, wenn möglich jetzt zu
kaufen oder zu mieten, "denn tiefer werden die Preise wohl in
absehbarer Zeit wohl nicht mehr fallen". (JR)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
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