Wogen der Empörung über ORF-"Alltagsgeschichte" Großfeldsiedlung schlagen weiterhin hoch

SPÖ-Bezirksorganisation Floridsdorf besteht auf Korrektur der Negativ-Darstellung - Sonntag Infogespräch von SPÖ- und ÖVP-Bezirkspolitikern mit Medien

Wien (SPW-K) - Die Wogen der Empörung über die von ORF produzierte und kürzlich gesendete "Alltagsgeschichte" über die Wohnhausanlage Großfeldsiedlung im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf schlagen weiterhin hoch. Wie Bezirksvorsteher-Stellvertreter Mag. Gerhard Spitzer am Freitag im Pressedienst der SPÖ Wien informierte, machten noch immer viele BewohnerInnen der Anlage in Anrufen in der Bezirksvertretung und im Sekretariat der Bezirks-SPÖ ihrem Ärger über die einseitig negative Darstellung der Großfeldsiedlung in der von Frau Spira gestalteten Sendung Luft. Auch der Vorsitzende der SPÖ-Floridsdorf, AbzNR Kurt Eder bestätigt: "Immer mehr BewohnerInnen verlangen nachdrücklich eine objektive Darstellung des tatsächlichen Lebens in der Wohnhausanlage im Rahmen einer eigenen ORF-Sendung. Auch die Bezirks-SPÖ besteht weiterhin vehement auf einer Korrektur der einseitig negativen Darstellung seitens des ORF", betonte Eder. Bezirksvorsteher-Stv. Spitzer wies zudem auf ein Info-Gespräch mit Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner und Nationaratsabgeordneten Dr. Ferdinand Maier hin, das am kommenden Sonntag vormittag, 11 Uhr, im Cafe "Toni", EKZ Großfeldsiedlung, Kürschnergasse 9, stattfinden wird. ****

In diesem Gespräch soll, so Spitzer weiter, dargelegt werden, worum es den MieterInnen der Großfeldsiedlung und darüber hinaus vieler weiterer BezirksbewohnerInnen geht und welche weiteren Schritte in der Causa unternommen werden würden. Befremdet zeigte sich Spitzer über die Haltung von ORF-Generaldirektorin Lindner, die es bis jetzt nicht einmal der Mühe wert gefunden habe, auf einen bereits vor Tagen an sie gerichteten Brief von Bezirksvorsteher Lehner zu antworten. Spitzer: "Auch wenn Frau Lindner die Meinung des Bezirksvorstehers möglicherweise nicht zu teilen vermag, so gebiete es zumindest die Höflichkeit, rasch in den Dialog mit dem obersten Repräsentanten des Bezirks einzutreten. Dreißigtausend BewohnerInnen der Großfeldsiedlung werden beleidigt und der ORF meint, nichts anderes tun zu müssen, als zu versuchen, die ganze Sache durchzutauchen. Wenn das das neue Selbstverständnis über Objektivität im ORF ist, dann gute Nacht Meinungsvielfalt", brachte Spitzer seine Kritik auf den Punkt.

Erfreut zeigte sich Spitzer über das in der Person von NRAbg. Maier nun dokumentierte Bekenntnis der Wiener ÖVP zum Leben in der Großfeldsiedlung. "Das ist nicht immer so gewesen, im Gegenteil. Noch bis vor gar nicht allzulanger Zeit sei Nasenrümpfen in dieser Partei über die Wohnhausanlage auf der Tagesordnung gestanden. So habe der damalige ÖVP-Vizebürgermeister Busek über solche Anlagen gemeint, dass diese "Wohnmaschinen" und die "Slums von Morgen" wären und eine Ideologie der "Gleichmacherei" erblickt. Damals seien die Vorurteile auch über die Großfeldsiedlung und ihre BewohnerInnen geschürt worden, die nun in der jüngsten Ausgabe der ORF-Serie "Alltagsgeschichten" ihren bedauerlichen wie gleichsam skandalösen Höhepunkt erfahren hätten. "Die Bezirks-SPÖ wird jedenfalls gemeinsam mit den BewohnerInnen der Großfeldsiedlung nicht locker lassen, einen objektiven Bericht über die Menschen und ihr Leben vom ORF einzufordern", schlossen Eder und Spitzer. (Schluss)

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