- 24.01.2003, 11:28:52
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Wogen der Empörung über ORF-"Alltagsgeschichte" Großfeldsiedlung schlagen weiterhin hoch
SPÖ-Bezirksorganisation Floridsdorf besteht auf Korrektur der Negativ-Darstellung - Sonntag Infogespräch von SPÖ- und ÖVP-Bezirkspolitikern mit Medien
Wien (SPW-K) - Die Wogen der Empörung über die von ORF produzierte
und kürzlich gesendete "Alltagsgeschichte" über die Wohnhausanlage
Großfeldsiedlung im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf schlagen
weiterhin hoch. Wie Bezirksvorsteher-Stellvertreter Mag. Gerhard
Spitzer am Freitag im Pressedienst der SPÖ Wien informierte, machten
noch immer viele BewohnerInnen der Anlage in Anrufen in der
Bezirksvertretung und im Sekretariat der Bezirks-SPÖ ihrem Ärger über
die einseitig negative Darstellung der Großfeldsiedlung in der von
Frau Spira gestalteten Sendung Luft. Auch der Vorsitzende der
SPÖ-Floridsdorf, AbzNR Kurt Eder bestätigt: "Immer mehr BewohnerInnen
verlangen nachdrücklich eine objektive Darstellung des tatsächlichen
Lebens in der Wohnhausanlage im Rahmen einer eigenen ORF-Sendung.
Auch die Bezirks-SPÖ besteht weiterhin vehement auf einer Korrektur
der einseitig negativen Darstellung seitens des ORF", betonte Eder.
Bezirksvorsteher-Stv. Spitzer wies zudem auf ein Info-Gespräch mit
Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner und Nationaratsabgeordneten Dr.
Ferdinand Maier hin, das am kommenden Sonntag vormittag, 11 Uhr, im
Cafe "Toni", EKZ Großfeldsiedlung, Kürschnergasse 9, stattfinden
wird. ****
In diesem Gespräch soll, so Spitzer weiter, dargelegt werden,
worum es den MieterInnen der Großfeldsiedlung und darüber hinaus
vieler weiterer BezirksbewohnerInnen geht und welche weiteren
Schritte in der Causa unternommen werden würden. Befremdet zeigte
sich Spitzer über die Haltung von ORF-Generaldirektorin Lindner, die
es bis jetzt nicht einmal der Mühe wert gefunden habe, auf einen
bereits vor Tagen an sie gerichteten Brief von Bezirksvorsteher
Lehner zu antworten. Spitzer: "Auch wenn Frau Lindner die Meinung des
Bezirksvorstehers möglicherweise nicht zu teilen vermag, so gebiete
es zumindest die Höflichkeit, rasch in den Dialog mit dem obersten
Repräsentanten des Bezirks einzutreten. Dreißigtausend BewohnerInnen
der Großfeldsiedlung werden beleidigt und der ORF meint, nichts
anderes tun zu müssen, als zu versuchen, die ganze Sache
durchzutauchen. Wenn das das neue Selbstverständnis über Objektivität
im ORF ist, dann gute Nacht Meinungsvielfalt", brachte Spitzer seine
Kritik auf den Punkt.
Erfreut zeigte sich Spitzer über das in der Person von NRAbg.
Maier nun dokumentierte Bekenntnis der Wiener ÖVP zum Leben in der
Großfeldsiedlung. "Das ist nicht immer so gewesen, im Gegenteil. Noch
bis vor gar nicht allzulanger Zeit sei Nasenrümpfen in dieser Partei
über die Wohnhausanlage auf der Tagesordnung gestanden. So habe der
damalige ÖVP-Vizebürgermeister Busek über solche Anlagen gemeint,
dass diese "Wohnmaschinen" und die "Slums von Morgen" wären und eine
Ideologie der "Gleichmacherei" erblickt. Damals seien die Vorurteile
auch über die Großfeldsiedlung und ihre BewohnerInnen geschürt
worden, die nun in der jüngsten Ausgabe der ORF-Serie
"Alltagsgeschichten" ihren bedauerlichen wie gleichsam skandalösen
Höhepunkt erfahren hätten. "Die Bezirks-SPÖ wird jedenfalls gemeinsam
mit den BewohnerInnen der Großfeldsiedlung nicht locker lassen, einen
objektiven Bericht über die Menschen und ihr Leben vom ORF
einzufordern", schlossen Eder und Spitzer. (Schluss)
Rückfragehinweis: SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923
Fax: (01) 4000-99-81923
mailto:[email protected]
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