• 24.01.2003, 09:56:58
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"Konsument"-Test: Baby-Gläschenkost

Kaum belastet, doch zu wenig nahrhaft. Nachbessern nötig.

Wien (OTS) - Insgesamt 23 Gläschen Beikost mit Fleisch und Gemüse,
die ab dem achten Lebensmonat angeboten werden, stehen bei den
"Konsument"- Testern im Visier. Vertreten sind alle bekannten Marken,
die zwischen 0,89 und 1,33 Euro je Glas kosten. Sowohl Positives als
auch Negatives ergab die "Konsument"-Untersuchung auf Zusammensetzung
und Rückstände. Die gute Nachricht: Kein einziges Produkt ist mit
Schadstoffen belastet. Beanstandet wird jedoch die Zusammensetzung
der Baby-Menüs, denn sie enthalten zu wenig Fett und liefern nicht
genug Eisen. Kein einziger Brei ist optimal zusammengesetzt. Deshalb
schneiden beim Test alle 23 Gläschen mit der Note "durchschnittlich"
ab.

Säuglinge wachsen rasant und haben einen dementsprechend hohen
Nährstoff- und Energiebedarf. "Konsument" kritisiert, dass die
fertigen Babymenüs allesamt zu wenig Kalorien liefern und ihr
Eisengehalt generell zu niedrig ist. Das liegt vor allem an den
kleinen Fleischportionen in den Gläschen. Die meisten enthalten knapp
18 Gramm. Ernährungswissenschafter empfehlen aber 30 Gramm Fleisch
pro Portion für Babys ab dem achten Monat. Der geringe Fettgehalt in
der Gläschenkost gibt ebenfalls Anlass zur Kritik. Zwar darf laut
Beikostverordnung der Fettgehalt maximal 4,5 Gramm pro 100
Kilokalorien betragen, aber diese Vorgaben entsprechen nicht mehr dem
aktuellen Stand der Forschung. Und in manchen Gläschen findet sich
noch weitaus weniger Fett, als laut Beikostverordnung gestattet wäre.

Die Vorteile der Baby-Gläschenkost sind unbestritten: wenig
belastet, kontrolliert, rasch zu erwärmen. Doch die Menüs mit Fleisch
und Gemüse empfiehlt "Konsument" nachzubessern. Mit einem Teelöffel
Rapsöl zur Erhöhung des Fettgehalts und einigen Löffeln
Vitmain-C-hältigem Babysaft - damit das Eisen besser verwertet wird -
wird die Nährstoffbilanz aufgewertet. Alternativ-Tipp: Zusätzlich
Fleisch kochen und in den Gläschen-Brei mischen oder überhaupt selbst
kochen. Einfache Rezepte mit wenigen Zutaten sind empfehlenswert, um
Verursacher möglicher Unverträglichkeiten besser einzugrenzen.
Grundsätzlich gilt: Baby's Brei darf nur einmal erwärmt werden.

Detaillierte Testergebnisse sowie Rezepte und Tipps für Babys
Beikost präsentiert die Februar-Ausgabe von "Konsument".

Rückfragehinweis:
VKI-Abteilung Technik 2,
Mag. Birgit Beck,
Tel.: 01 / 58877 DW 257.

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKI

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