"Konsument"-Test: Baby-Gläschenkost

Kaum belastet, doch zu wenig nahrhaft. Nachbessern nötig.

Wien (OTS) - Insgesamt 23 Gläschen Beikost mit Fleisch und Gemüse, die ab dem achten Lebensmonat angeboten werden, stehen bei den "Konsument"- Testern im Visier. Vertreten sind alle bekannten Marken, die zwischen 0,89 und 1,33 Euro je Glas kosten. Sowohl Positives als auch Negatives ergab die "Konsument"-Untersuchung auf Zusammensetzung und Rückstände. Die gute Nachricht: Kein einziges Produkt ist mit Schadstoffen belastet. Beanstandet wird jedoch die Zusammensetzung der Baby-Menüs, denn sie enthalten zu wenig Fett und liefern nicht genug Eisen. Kein einziger Brei ist optimal zusammengesetzt. Deshalb schneiden beim Test alle 23 Gläschen mit der Note "durchschnittlich" ab.

Säuglinge wachsen rasant und haben einen dementsprechend hohen Nährstoff- und Energiebedarf. "Konsument" kritisiert, dass die fertigen Babymenüs allesamt zu wenig Kalorien liefern und ihr Eisengehalt generell zu niedrig ist. Das liegt vor allem an den kleinen Fleischportionen in den Gläschen. Die meisten enthalten knapp 18 Gramm. Ernährungswissenschafter empfehlen aber 30 Gramm Fleisch pro Portion für Babys ab dem achten Monat. Der geringe Fettgehalt in der Gläschenkost gibt ebenfalls Anlass zur Kritik. Zwar darf laut Beikostverordnung der Fettgehalt maximal 4,5 Gramm pro 100 Kilokalorien betragen, aber diese Vorgaben entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Forschung. Und in manchen Gläschen findet sich noch weitaus weniger Fett, als laut Beikostverordnung gestattet wäre.

Die Vorteile der Baby-Gläschenkost sind unbestritten: wenig belastet, kontrolliert, rasch zu erwärmen. Doch die Menüs mit Fleisch und Gemüse empfiehlt "Konsument" nachzubessern. Mit einem Teelöffel Rapsöl zur Erhöhung des Fettgehalts und einigen Löffeln Vitmain-C-hältigem Babysaft - damit das Eisen besser verwertet wird -wird die Nährstoffbilanz aufgewertet. Alternativ-Tipp: Zusätzlich Fleisch kochen und in den Gläschen-Brei mischen oder überhaupt selbst kochen. Einfache Rezepte mit wenigen Zutaten sind empfehlenswert, um Verursacher möglicher Unverträglichkeiten besser einzugrenzen. Grundsätzlich gilt: Baby's Brei darf nur einmal erwärmt werden.

Detaillierte Testergebnisse sowie Rezepte und Tipps für Babys Beikost präsentiert die Februar-Ausgabe von "Konsument".

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