Erhöhte Unfallgefahr bei Snowboardern durch Cannabis

Warnung des Instituts für Suchtforschung

Frastanz/Bregenz (VLK) – Angesichts des Hochbetriebs in den Schiregionen möchte das Institut für Suchtforschung am
Krankenhaus Maria Ebene insbesondere Snowboarder auf die
Gefahren des Cannabisrauchens auf der Piste aufmerksam
machen. Der Konsum von Cannabis erhöht den Abenteuerdrang
und verringert die Leistung bei der Ausübung komplexer Verhaltensweisen, wie sie das Snowboarden verlangt. ****

Cannabis wird gerade mit dem Kult des Snowboardens in Zusammenhang gebracht. Über 20 Prozent der Anhänger dieses Wintersports üben regelmäßigen Cannabismissbrauch aus.

Cannabis wirkt euphorisierend, beruhigend und macht gleichgültig. Das erhöht die Neigung zum Unterschätzen von Gefahren bei gleichzeitiger Überbewertung des eigenen
Könnens. Gefährdet sind vor allem jugendliche Boarder, weil
sie im Vergleich zu anderen mehr Spaß an Grenzsituationen
haben und sich gerne auf waghalsige Manöver in der Halfpipe
oder abseits gesicherter Pisten einlassen. Wenn diese von
Natur aus risikofreudigere Gruppe Cannabis konsumiert, kann
man davon ausgehen, dass die Vorliebe für gewagte
Unternehmungen weiter zunimmt. Das Resultat ist eine
drastische Erhöhung der Unfallgefahr.

Cannabis verfälscht die Wahrnehmung, was auch die Gefahr
einer realitätsfremden Einschätzung der Situation im
alpinen Gelände erhöht. Eine weitere Begleiterscheinung des Cannabismissbrauchs ist die Verlängerung der Reaktionszeit.
Auch können Snowboarder unter Cannabiseinfluss ihre Leistungsreserven in geringerem Umfang mobilisieren.

Das Institut für Suchtforschung warnt vor der langen Verweildauer von Cannabis im Körper. Umbauprodukte dieser
Droge lassen sich eine Woche und länger nachweisen. Nur
durch den Verzicht von Rauschmitteln auf der Piste kann das Unfallrisiko verringert werden.

Nähere Informationen beim Institut für Suchtforschung:
MMag. Dr. Esther Kocsis, Telefon: 05522/72746-1982
E-Mail: esther.kocsis@uibk.ac.at
Mag. Isabel Dittrich, Telefon: 0552/72746-1983
E-Mail: isabel.dittrich@uibk.ac.at (so/gw,nvl)

Rückfragen & Kontakt:

Landespressestelle Vorarlberg
Tel.: 05574/511-20137
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL0006