Haupt: Pflegescheck wäre sozialpolitischer Rückschritt

Auch Univ.-Prof. Christoph Badelt warnt vor Pflegescheck

Wien (BMSG/OTS) - Erneut warnte heute der Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen, Mag. Herbert Haupt, vor der Abschaffung des Pflegegeldes zu Gunsten eines Pflegeschecks. Haupt:
"Die Stimmen gegen den aus meiner Sicht sozialpolitisch rückschrittlichen Pflegescheck mehren sich. Es freut mich ganz besonders, dass auch der renommierte Sozialökonom Univ.-Prof. Christoph Badelt einen diesbezüglich sehr kritischen Standpunkt vertritt." ****

Haupt selbst habe im Budgetvoranschlag für das Jahr 2003 eine Valorisierung des Pflegegeldes um 2 Prozent festschreiben lassen, womit gerade im "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen" ein ganz bewusster Akzent gesetzt werden sollte. Eine Abschaffung des Pflegegeldes und eine Einführung eines "Pflegeschecks" hält Haupt hingegen für inhuman. "Die subjektiven Gestaltungsmöglichkeiten für die Betroffenen würden durch einen Pflegescheck wegfallen. Darüber hinaus wäre der Scheck, vor allem, was die Verwaltung betrifft, ein Bürokratiemonster. Mir ist überhaupt nicht klar, wie Alfred Gusenbauer auf solche Ideen kommen kann", so der Sozialminister.

Wenn man schon Änderungen fordere, dann sollten diese doch zu Gunsten der Pflegenden ausfallen, und nicht umgekehrt. Bezeichnend sei rund um diese Debatte auch die Kritik zu Gusenbauers Vorschlag aus dessen eigenen Reihen, wie zuletzt etwa von Behindertensprecherin Christine Lapp. Mit den Ideen sozialdemokratischer "Urgesteine", wie etwa mit jenen von Ex-Sozialminister Josef Hesoun, habe diese unsoziale Politik offenbar nichts mehr am Hut, so Haupt abschließend. (Schluss) bxf

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