• 17.01.2003, 13:49:06
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Studienbeiträge beibehalten - Regelstudienzeit an Mindeststudienzeit heranführen

Hochhauser: Wirtschaft für Reform und Verbesserung der Studienförderung

Wien (PWK028) - "Die steigenden Studentenzahlen und das Plus bei
den Studienanfängern zeigen, dass die mittlerweile seit 3 Semestern
existierenden Studienbeiträge nicht zu den befürchteten
Drop-Out-Raten geführt haben. Anscheinend tragen die Studienbeiträge
dazu bei, dass effizienter studiert wird und bei der Wahl der
Studienrichtung die späteren beruflichen Möglichkeiten intensiver
abgewogen werden", betonte heute, Freitag, die neue stellvertretende
Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Anna-Maria
Hochhauser. So zeigt der neue Hochschulbericht des bm:bwk, dass die
Zahl der aktiv Studierenden gleich geblieben ist und bei der Zahl der
Graduierungen im Studienjahr 2000/01 sogar der bisherige Höchststand
erreicht werden konnte. Auch der erste Rückgang der
Studienanfängerzahlen konnte mittlerweile kompensiert werden. Aus
Sicht der Wirtschaft habe die Einführung der - durch mehr und höhere
Studienbeihilfen abgefederten - Studienbeiträge zu einem verstärkten
Leistungsdenken an der Universität geführt, das zu begrüßen sei.

Zentrales Anliegen der nächsten Jahre sei, so Hochhauser, die
Verbesserung der Studienbedingungen, sodass es jedem Studierenden
grundsätzlich möglich sein sollte, das gewählte Studium auch in der
Regelstudienzeit abzuschließen. Um Engpässe bei der Besetzung von
Akademikerarbeitsplätzen zu vermeiden, habe, so Hochhauser, "die
Wirtschaft ein Interesse daran, dass möglichst viele,
bedarfsorientiert ausgebildete Jungakademiker ihr Studium in Bestzeit
abschließen können". Eine Heranführung der Regelstudienzeit an die
Mindeststudiendauer ermögliche den Absolventen nicht nur einen
schnelleren Eintritt in die Arbeitswelt, sondern würde die Kosten für
die Ausbildung senken. "Dafür muss aber auch Geld in die Hand
genommen werden", so die WKÖ-Generalin.

Das Argument, dass Studienbeiträge eine Hürde für sozial
benachteiligte Gruppen darstellen, sei 2003 in Verbindung mit
verbesserten Stipendien nicht mehr haltbar. Die eigentlichen Ursachen
für die höhere Studierquote bei Kindern von Besserverdienenden liege
bereits bei der Schullaufbahnentscheidung sowie bei den Ausbildungs-
und Studienmöglichkeiten für Berufstätige. Um aber die Situation für
berufstätige Studierende - zwischen 40 und 60 Prozent - und
Studierende mit Betreuungspflichten weiter zu verbessern, kann sich
Hochhauser die vermehrte Einführung von Teilzeitstudien vorstellen:
"Dann müssen wir aber auch darüber nachdenken, ob es berechtigt ist,
diesen Teilzeit-Studenten auch den vollen Studienbeitrag in Rechnung
zu stellen. Prinzipiell spricht jedoch nichts gegen eine Beibehaltung
der Studienbeiträge". (us)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 50105-4161
Fax: (++43-1) 50105-263
mailto:[email protected]
http://www.wko.at/Presse

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