Influenza-Historie

Grenzach-Wyhlen (OTS) - Im Jahr 1918 tobt auf der ganzen Welt eine der schlimmsten Seuchen, die die Menschheit je erlebt hat. Diese Pandemie, also die weltweite Epidemie, forderte weit mehr Menschenleben als Pest oder Cholera. Der Auslöser: das Grippevirus. Rund 40 Millionen Menschen fielen ihm zum Opfer, und die Wissenschaft war ratlos. Erst Jahre später konnte der Schuldige ermittelt werden. Dazu Prof. Hans-Dieter Klenk

O-Ton (ors08931) Prof. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie, Universität Marburg

"(Nun ja, )der erste große Schritt war sicher die Entdeckung des Influenzavirus als der eigentlichen Ursache dieser Krankheit, das erfolgte Anfang der 30er Jahre in den USA und in England ungefähr zur gleichen Zeit, wobei die amerikanische Gruppe das Virus beim Schwein entdeckte und die britische Gruppe entdeckte das menschliche Influenzavirus..."

Erst nach und nach konnten die Forscher dem Virus seine Geheimnisse entlocken. Das Problem: es gibt nicht nur eine Form. Das Virus mutiert permanent und verhindert so eine dauerhafte Immunisierung des Körpers. Es macht sich dabei auch das enge Zusammenleben von Mensch und Tier zunutze. Noch einmal Prof. Hans-Dieter Klenk:

O-Ton (ors08932) Prof. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie, Universität Marburg

"Wir müssen heute davon ausgehen, dass es diese Influenzaviren der Vögel sind, aus denen die Influenzaviren, die bei Menschen und auch bei anderen Säugern auftreten, sich immer wieder regenerieren, d.h. das scheint die eigentliche Quelle für die Grippeviren zu sein, die Vögel."

Das ist auch der Grund, warum vor allem die asiatischen Metropolen regelmäßig von Epidemien heimgesucht werden. In Europa erfahren wir dann meist nur von Massenschlachtungen auf Geflügelfarmen und -Märkten in Hong Kong. Dabei kann sich aus jedem kleinen Influenza Ausbruch jederzeit wieder eine weltweite Katastrophe entwickeln. Dazu Prof. Hans-Dieter Klenk

O-Ton (ors08933) Prof. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie, Universität Marburg

"Trotz der Impfmaßnahmen, die wir haben, müssen wir davon ausgehen, dass wir immer wieder mit einer neuen Pandemie rechnen müssen."

Zwar stehen den Ärzten in den Industriestaaten mittlerweile wirksame Medikamente zur Verfügung, doch die Experten befürchten trotzdem mehrere Millionen Tote weltweit. Nicht zuletzt, weil die Grippe von den verantwortlichen Stellen unterschätzt wird. Nationale Pandemiepläne gibt es bisher nur in der Schweiz und England.

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