• 17.01.2003, 11:51:17
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  • OTS0085 OTW0085

Influenza-Historie - AUDIO

Grenzach-Wyhlen (OTS) - Im Jahr 1918 tobt auf der ganzen Welt eine
der schlimmsten Seuchen, die die Menschheit je erlebt hat. Diese
Pandemie, also die weltweite Epidemie, forderte weit mehr
Menschenleben als Pest oder Cholera. Der Auslöser: das Grippevirus.
Rund 40 Millionen Menschen fielen ihm zum Opfer, und die Wissenschaft
war ratlos. Erst Jahre später konnte der Schuldige ermittelt werden.
Dazu Prof. Hans-Dieter Klenk

O-Ton (ors08931) Prof. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie,
Universität Marburg

"(Nun ja, )der erste große Schritt war sicher die Entdeckung des
Influenzavirus als der eigentlichen Ursache dieser Krankheit, das
erfolgte Anfang der 30er Jahre in den USA und in England ungefähr zur
gleichen Zeit, wobei die amerikanische Gruppe das Virus beim Schwein
entdeckte und die britische Gruppe entdeckte das menschliche
Influenzavirus..."

Erst nach und nach konnten die Forscher dem Virus seine
Geheimnisse entlocken. Das Problem: es gibt nicht nur eine Form. Das
Virus mutiert permanent und verhindert so eine dauerhafte
Immunisierung des Körpers. Es macht sich dabei auch das enge
Zusammenleben von Mensch und Tier zunutze. Noch einmal Prof.
Hans-Dieter Klenk:

O-Ton (ors08932) Prof. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie,
Universität Marburg

"Wir müssen heute davon ausgehen, dass es diese Influenzaviren der
Vögel sind, aus denen die Influenzaviren, die bei Menschen und auch
bei anderen Säugern auftreten, sich immer wieder regenerieren, d.h.
das scheint die eigentliche Quelle für die Grippeviren zu sein, die
Vögel."

Das ist auch der Grund, warum vor allem die asiatischen Metropolen
regelmäßig von Epidemien heimgesucht werden. In Europa erfahren wir
dann meist nur von Massenschlachtungen auf Geflügelfarmen und
-Märkten in Hong Kong. Dabei kann sich aus jedem kleinen Influenza
Ausbruch jederzeit wieder eine weltweite Katastrophe entwickeln. Dazu
Prof. Hans-Dieter Klenk

O-Ton (ors08933) Prof. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie,
Universität Marburg

"Trotz der Impfmaßnahmen, die wir haben, müssen wir davon
ausgehen, dass wir immer wieder mit einer neuen Pandemie rechnen
müssen."

Zwar stehen den Ärzten in den Industriestaaten mittlerweile
wirksame Medikamente zur Verfügung, doch die Experten befürchten
trotzdem mehrere Millionen Tote weltweit. Nicht zuletzt, weil die
Grippe von den verantwortlichen Stellen unterschätzt wird. Nationale
Pandemiepläne gibt es bisher nur in der Schweiz und England.

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ors Originaltext: Hoffmann-La Roche AG

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Rückfragehinweis:
Dr. H.-U. Jelitto
Leiter Pressestelle
Hoffmann-La Roche AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Tel.: 07624 / 14-2400, Fax: 07624 / 14-3366
Internet: http://www.roche.de

Journalistenservice:
Dr. Stephan Kühne
medical relations GmbH
Hans-Böckler-Str. 46
40764 Langenfeld
Telefon: 02173-9769-23, Fax: 02173-9769-49,
mailto:[email protected]

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