• 15.01.2003, 14:14:18
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Morak: Kasper König renommierter Kunsttheoretiker, professioneller Ausstellungsmacher und profunder Kunstkenner

König: Gironcoli vertritt international einmalige bildhauerische Position

Wien (OTS) - "König ist nicht nur ein renommierter Kunsttheoretiker,
professioneller Ausstellungsmacher und profunder Kunstkenner. Er hat
verinnerlicht, was es heißt, international erfolgreich zu agieren.
Ich bin sehr glücklich, dass sich Kasper König dazu bereit erklärt
hat, den Österreich-Beitrag der heurigen Kunst-Biennale in Venedig zu
kuratieren." Das sagte Kunststaatssekretär Franz Morak, heute,
Mittwoch, anlässlich der Präsentation des Österreich-Beitrags zur
Kunst-Biennale Venedig 2003 gemeinsam mit Prof. König und Prof. Bruno
Gironcoli im Bildhaueratelier der Akademie der Bildenden Künste.

"König ist international einer der profiliertesten
Persönlichkeiten in der Kunstszene. Mit war es wichtig, durch die
Wahl Königs auch zur internationalen Positionierung der
österreichischen Kunstproduktion beizutragen", betonte Morak, der
sich über die Entscheidung Königs, Bruno Gironcoli in Venedig zu
präsentieren, besonders erfreut zeigte. König habe sich außerdem auch
schon mit Arbeiten österreichischer Künstler befasst und es gehe
darum, auch zu zeigen, "wie die österreichische Kunstproduktion von
außen wahrgenommen wird".

Mit der Möglichkeit, nun Gironcoli zu präsentieren, ist für Kasper
König "ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich hatte schon länger den
Wunsch, eine internationale Ausstellung mit Gironcoli zu machen, in
der seinem Werk mit Würde und Respekt begegnet wird", erläuterte
König, dem für den Österreichbeitrag ein Budget von 300.000.- Euro
zur Verfügung steht, seine Beweggründe, Gironcoli für den
Österreich-Beitrag auszuwählen. "Gironcolis asynchrone Position ist
international einmalig. Es gibt keine andere bildhauerische Position,
die auf so souveräne Weise mit dem Konstruktiven und Biomorphen
umgeht", betonte König. Seine Werke zu präsentieren sei eine
Herausforderung. Bisher seien in Venedig vor allem
Videoinstallationen gezeigt worden, da wisse man nie, ob man was
versäumt habe. "Bei Gironcoli ist man mit der Verlangsamung und einem
Gestaltungswillen konfrontiert, der scheinbar den ästhetischen
Kriterien, wie diese in der Kunstszene derzeit üblich sind, nicht
entspricht", so König weiter.

Die Biennale Venedig biete die einmalige Chance, einen Einblick in
dieses singuläre Werk zu bekommen". Denn, so König weiter,
"Gironcolis Arbeiten sind international noch nicht so wahrgenommen
worden, wie es für die Bildhauerei wichtig gewesen wäre. Er
vermittelt eine Haltung, kompromisslos, das ist in sich so
bedeutsam." König hofft, dass Gironcoli durch die Präsenz in Venedig
der internationale Durchbruch gelingt und eine große internationale
Ausstellung nach sich zieht.

Bruno Gironcoli, der im Anschluss an die Pressekonferenz mit König
durch sein Atelier führte, bedankte sich, dass er "Nutznießer" der
Biennale sein dürfe. Er freue sich, dass er von König, "dem
originellen und freundschaftlich verbundenen Kurator dazu
aufgefordert" wurde.

Die 50. Kunst-Biennale von Venedig unter dem Motto "Träume und
Konflikte - Die Diktatur des Betrachters" ist von 15. Juni bis 2.
November 2003 für das Publikum geöffnet.
http://www.labiennaledivenezia.net.

Rückfragehinweis: Staatssekretariat für Kunst und Medien
Mag. Katharina Stourzh
Tel.: +43/1/531 15-2228

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