Morak: Kasper König renommierter Kunsttheoretiker, professioneller Ausstellungsmacher und profunder Kunstkenner

König: Gironcoli vertritt international einmalige bildhauerische Position

Wien (OTS) - "König ist nicht nur ein renommierter Kunsttheoretiker, professioneller Ausstellungsmacher und profunder Kunstkenner. Er hat verinnerlicht, was es heißt, international erfolgreich zu agieren. Ich bin sehr glücklich, dass sich Kasper König dazu bereit erklärt hat, den Österreich-Beitrag der heurigen Kunst-Biennale in Venedig zu kuratieren." Das sagte Kunststaatssekretär Franz Morak, heute, Mittwoch, anlässlich der Präsentation des Österreich-Beitrags zur Kunst-Biennale Venedig 2003 gemeinsam mit Prof. König und Prof. Bruno Gironcoli im Bildhaueratelier der Akademie der Bildenden Künste.

"König ist international einer der profiliertesten Persönlichkeiten in der Kunstszene. Mit war es wichtig, durch die Wahl Königs auch zur internationalen Positionierung der österreichischen Kunstproduktion beizutragen", betonte Morak, der sich über die Entscheidung Königs, Bruno Gironcoli in Venedig zu präsentieren, besonders erfreut zeigte. König habe sich außerdem auch schon mit Arbeiten österreichischer Künstler befasst und es gehe darum, auch zu zeigen, "wie die österreichische Kunstproduktion von außen wahrgenommen wird".

Mit der Möglichkeit, nun Gironcoli zu präsentieren, ist für Kasper König "ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich hatte schon länger den Wunsch, eine internationale Ausstellung mit Gironcoli zu machen, in der seinem Werk mit Würde und Respekt begegnet wird", erläuterte König, dem für den Österreichbeitrag ein Budget von 300.000.- Euro zur Verfügung steht, seine Beweggründe, Gironcoli für den Österreich-Beitrag auszuwählen. "Gironcolis asynchrone Position ist international einmalig. Es gibt keine andere bildhauerische Position, die auf so souveräne Weise mit dem Konstruktiven und Biomorphen umgeht", betonte König. Seine Werke zu präsentieren sei eine Herausforderung. Bisher seien in Venedig vor allem Videoinstallationen gezeigt worden, da wisse man nie, ob man was versäumt habe. "Bei Gironcoli ist man mit der Verlangsamung und einem Gestaltungswillen konfrontiert, der scheinbar den ästhetischen Kriterien, wie diese in der Kunstszene derzeit üblich sind, nicht entspricht", so König weiter.

Die Biennale Venedig biete die einmalige Chance, einen Einblick in dieses singuläre Werk zu bekommen". Denn, so König weiter, "Gironcolis Arbeiten sind international noch nicht so wahrgenommen worden, wie es für die Bildhauerei wichtig gewesen wäre. Er vermittelt eine Haltung, kompromisslos, das ist in sich so bedeutsam." König hofft, dass Gironcoli durch die Präsenz in Venedig der internationale Durchbruch gelingt und eine große internationale Ausstellung nach sich zieht.

Bruno Gironcoli, der im Anschluss an die Pressekonferenz mit König durch sein Atelier führte, bedankte sich, dass er "Nutznießer" der Biennale sein dürfe. Er freue sich, dass er von König, "dem originellen und freundschaftlich verbundenen Kurator dazu aufgefordert" wurde.

Die 50. Kunst-Biennale von Venedig unter dem Motto "Träume und Konflikte - Die Diktatur des Betrachters" ist von 15. Juni bis 2. November 2003 für das Publikum geöffnet.
http://www.labiennaledivenezia.net.

Rückfragen & Kontakt:

Staatssekretariat für Kunst und Medien
Mag. Katharina Stourzh
Tel.: +43/1/531 15-2228

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SKM0001