Brücke über die March vom Hochwasser weggerissen

Grenzverkehr zwischen NÖ und Slowakei vorerst eingestellt

St.Pölten (NLK) - Die Pontonbrücke zwischen Hohenau an der March und Moravsky Sväty, derzeit der einzige Straßenübergang in die Slowakei nördlich der Donau, wurde am 2. Jänner von Hochwasser und Treibeis weggerissen. Die rund 130 Meter lange Grenzbrücke driftete 300 Meter flussabwärts und konnte dort gesichert werden. Niederösterreichische Brückenbauspezialisten und Zivilingenieure werden die defekte Brücke in den nächsten Tagen begutachten und das Schadensausmaß feststellen. Die 1995 errichtete Grenzbrücke kann erst dann wieder an ihrem ursprünglichen Standort verankert werden, wenn der Wasserstand zurückgegangen und das Eis geschmolzen ist. Der Grenzverkehr von Hohenau über die March ist daher bis auf weiteres eingestellt. Es besteht die Möglichkeit, auf die Grenzübergänge Reintal und Berg auszuweichen. Die Dauer der Sperre dürfte noch bis Ende Jänner dauern.

Der bilaterale Vertrag für die Errichtung der Grenzbrücke, der zwischen Niederösterreich und der Slowakei vor über acht Jahren abgeschlossen wurde, sieht eine Kosten- und Arbeitsteilung zwischen den Vertragspartnern vor. Für den Bau und die Instandhaltung der Pontonbrücke ist der NÖ Straßendienst zuständig, während die Verantwortung für den laufenden Betrieb der Slowakei obliegt. In diesem Sinne haben die Brückenspezialisten des Landes Niederösterreich mit der slowakischen Straßenmeisterei in Senica vereinbart, dass die Schwimmbrücke immer ab einem Wasserstand von 3 Metern einzuziehen ist. Der Zollposten Hohenau hat am 30. Dezember letzten Jahres einen 1,91 Meter, am 31. Dezember einen 2,85 Meter und am 1. Jänner 2003 einen 4 Meter hohen Wasserstand der March gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt hätte die Brücke bereits längst eingezogen sein müssen, so die Brückenbauexperten Niederösterreichs.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Brückenbau, Dipl. Ing. Herbert Werner, Telefon 02742/9005-14550.

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