- 14.01.2003, 12:08:16
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GRAS: WU-Rektor Badelt betreibt stumpfsinniges Selektions-Management
Knock-Out-Prüfungen in der Studieneingangsphase studierendenfeindlich - GRAS legt alternatives 3-Säulen-Modell vor
Wien (OTS) - Mit Knock-Out-Prüfungen in der Studieneingangsphase
konterkariert Rektor Badelt seine bisherige Linie: Im Wintersemester
2002/03 hat die WU erfolgreich zahlreiche zusätzliche Studierende mit
neuen Studienangeboten angezogen. "Jetzt schreit der Rektor, das Boot
ist übervoll und reagiert mit einem studierendenfeindlichen
Selektions-Management", kritisiert GRAS-Sprecherin Andrea Puslednik
die Pläne des WU-Rektors. Die Grünen & Alternativen StudentInnen
(GRAS) zeigen mit ihrem 3-Säulen-Modell auf, wie - nicht nur an der
WU - die Dropout-Quote nachhaltig gesenkt werden kann.****
"Das 3-Säulen-Modell der GRAS basiert auf einer Kombination aus
voruniversitärer Bildungsberatung, Orientierungsveranstaltungen
während der Schulzeit und der Studieneingangsphase", erklärt
Puslednik. Die GRAS fordert erstens eine lebensbegleitende,
qualitativ hochwertige und motivierende Bildungsberatung, zweitens
mehr und nach den Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtete
Orientierungsveranstaltungen. Diese Veranstaltungen sollen bereits
während der Schulzeit stattfinden, und gemeinsam von ÖH und
Universität organisiert werden. Drittens müssen einzelne
Lehrveranstaltungen der Studieneingangsphase fächerübergreifend
angelegt werden. Damit ermöglicht man Interdisziplinarität und einen
erleichterten Wechsel in der Eingangsphase. Jede Studieneinrichtung
soll eine prüfungsfreie Lehrveranstaltung mit Anwesenheitspflicht
anbieten, die Informationen zum Einstieg in das Unileben, eine
Einführung in wissenschaftliches Arbeiten und eine allgemeine
Übersicht über das Studienfach beinhalten soll.
"Unser 3-Säulen-Modell ermöglicht einen fundierten Überblick über
das gewählte Studium, nur so senkt man die Dropout-Quote nachhaltig.
Wir fordern den Selektions-Manager Badelt auf, sich ernsthaft mit
diesem Konzept auseinander zu setzen", unterstreicht Puslednik die
Notwendigkeit, auf die Bedürfnisse der StudentInnen einzugehen.
"Badelt verfrachtet heute StudentInnen in Kinosäle, morgen prüft er
sie aus der Universität", erinnert Puslednik an die Marketingmaschen
zwecks Mittelbeschaffung am Anfang des laufenden Wintersemesters.
"Als nächstes kommen vorweihnachtliche Knock-Out-Prüfungen in einem
verschneiten Ernst-Happel-Stadion", mutmaßt Puslednik abschließend.
Rückfragehinweis: Andrea Puslednik, Tel.Nr.: 0699/11 89 59 91
Sprecherin der Grünen & Alternativen StudentInnen
(GRAS)
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