GRAS: WU-Rektor Badelt betreibt stumpfsinniges Selektions-Management

Knock-Out-Prüfungen in der Studieneingangsphase studierendenfeindlich - GRAS legt alternatives 3-Säulen-Modell vor

Wien (OTS) - Mit Knock-Out-Prüfungen in der Studieneingangsphase konterkariert Rektor Badelt seine bisherige Linie: Im Wintersemester 2002/03 hat die WU erfolgreich zahlreiche zusätzliche Studierende mit neuen Studienangeboten angezogen. "Jetzt schreit der Rektor, das Boot ist übervoll und reagiert mit einem studierendenfeindlichen Selektions-Management", kritisiert GRAS-Sprecherin Andrea Puslednik die Pläne des WU-Rektors. Die Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS) zeigen mit ihrem 3-Säulen-Modell auf, wie - nicht nur an der WU - die Dropout-Quote nachhaltig gesenkt werden kann.****

"Das 3-Säulen-Modell der GRAS basiert auf einer Kombination aus voruniversitärer Bildungsberatung, Orientierungsveranstaltungen während der Schulzeit und der Studieneingangsphase", erklärt Puslednik. Die GRAS fordert erstens eine lebensbegleitende, qualitativ hochwertige und motivierende Bildungsberatung, zweitens mehr und nach den Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtete Orientierungsveranstaltungen. Diese Veranstaltungen sollen bereits während der Schulzeit stattfinden, und gemeinsam von ÖH und Universität organisiert werden. Drittens müssen einzelne Lehrveranstaltungen der Studieneingangsphase fächerübergreifend angelegt werden. Damit ermöglicht man Interdisziplinarität und einen erleichterten Wechsel in der Eingangsphase. Jede Studieneinrichtung soll eine prüfungsfreie Lehrveranstaltung mit Anwesenheitspflicht anbieten, die Informationen zum Einstieg in das Unileben, eine Einführung in wissenschaftliches Arbeiten und eine allgemeine Übersicht über das Studienfach beinhalten soll.

"Unser 3-Säulen-Modell ermöglicht einen fundierten Überblick über das gewählte Studium, nur so senkt man die Dropout-Quote nachhaltig. Wir fordern den Selektions-Manager Badelt auf, sich ernsthaft mit diesem Konzept auseinander zu setzen", unterstreicht Puslednik die Notwendigkeit, auf die Bedürfnisse der StudentInnen einzugehen. "Badelt verfrachtet heute StudentInnen in Kinosäle, morgen prüft er sie aus der Universität", erinnert Puslednik an die Marketingmaschen zwecks Mittelbeschaffung am Anfang des laufenden Wintersemesters. "Als nächstes kommen vorweihnachtliche Knock-Out-Prüfungen in einem verschneiten Ernst-Happel-Stadion", mutmaßt Puslednik abschließend.

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Andrea Puslednik, Tel.Nr.: 0699/11 89 59 91
Sprecherin der Grünen & Alternativen StudentInnen
(GRAS)

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