- 13.01.2003, 11:30:57
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Vorsicht Glatteis!
Spiegelglatte Straßen kombiniert mit unvorsichtigem Fahrverhalten sind Grund für eine Reihe von Unfällen. Salzsprühnebel kann Bremswirkung beeinflussen.
Wien (OTS) - Seit einer Woche herrscht absolutes Schneechaos auf
Österreichs Straßen. Eine Reihe von Unfällen hat sich seitdem
ereignet und es ist kein Ende absehbar. Das Kuratorium für
Verkehrssicherheit (KfV) appelliert daher wieder an alle Autofahrer:
"Weg vom Gas, ausreichend Sicherheitsabstand halten und keine
riskanten Überholmanöver starten!"
So werden Rutschpartien vermieden
-) Schlechte Fahrbedingungen verlängern den Bremsweg, daher ist ein
höherer Sicherheitsabstand notwendig.
-) Schnelles Lenken, starkes Bremsen und Gasgeben sowie "hartes
einkuppeln beim Schalten" sind auf Eis- und Schneefahrbahnen zu
vermeiden. Auf Schnee gilt die halbe Geschwindigkeit und der doppelte
Sicherheitsabstand - auf Eis sind ein Viertel der Geschwindigkeit und
der dreifache Abstand angebracht.
-) Schnee und Eis lieben Kuppen, Brücken, Walddurchfahrten,
Tunnelausfahrten - an diesen gefährlichen Stellen gilt es besondere
Vorsicht walten zu lassen.
Fahranfänger
Fahranfänger, oder jene die bis jetzt nur milde Winter kennen gelernt
haben, sind durch die momentanen Straßenverhältnisse überfordert.
Viele waren noch nie auf Schnee unterwegs, dazu kommt noch, dass zum
Teil auch erfahrene Autofahrer ihren Wagen nicht kennen. Die Folge:
falsche Reaktionen. Ein gelb blinkendes ESP-Kontrolllämpchen zum
Beispiel, zeigt etwa nur an, dass die elektronische
Traktionskontrolle auf rutschigem Untergrund aktiviert wurde. Gas
geben oder sogar die Pannenhilfe rufen ist ganz falsch.
Bremsen
Wer mit seinem Auto nicht sehr vertraut ist, sollte auch bedenken,
dass sich Vorderrand- und Hinterradantrieb unterschiedlich auf
glatten, schneebedeckten Fahrbahnen auswirkt. Auch das
Ansprechverhalten unterschiedlicher Bremstypen unterscheidet sich zum
Teil voneinander. Salzsprühnebel zum Beispiel hat auf Scheibenbremsen
einen anderen Effekt als auf Trommelbremsen: "Salzsprühnebel kann
bewirken, dass Scheibenbremsen am Bremsbeginn eine deutlich
verminderte Wirkung zeigen", warnt Ing. Kurt Vavryn, Leiter der
Abteilung für Fahrausbildung und Fahrzeugtechnik des KfV.
8 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 3
am Wochenende:
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren
6 Pkw-Insassen (davon 3 Lenker), 1 Lkw-Lenker und 1 Lenker eines
Spiel- und Sportgerätes (Skibob) ihr Leben. Als vermutliche
Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten
nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (3), Überholen (1),
Fahrstreifenwechsel (1) und Sonstige (1) festgestellt werden.
Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt
werden. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.
3 der 8 Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle. 1 Fahrzeuglenker beging
Fahrerflucht.
Vom 1. Jänner bis zum 12. Jänner dieses Jahres gab es damit auf dem
österreichischen Straßennetz vorläufig 16 Verkehrstote, im
Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen
Zahlen 20 Menschen tödlich
Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (01) 717 70 - 225
mailto:pr@kfv.at
http://www.kfv.at
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