Vorsicht Glatteis!

Spiegelglatte Straßen kombiniert mit unvorsichtigem Fahrverhalten sind Grund für eine Reihe von Unfällen. Salzsprühnebel kann Bremswirkung beeinflussen.

Wien (OTS) - Seit einer Woche herrscht absolutes Schneechaos auf Österreichs Straßen. Eine Reihe von Unfällen hat sich seitdem ereignet und es ist kein Ende absehbar. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) appelliert daher wieder an alle Autofahrer:
"Weg vom Gas, ausreichend Sicherheitsabstand halten und keine riskanten Überholmanöver starten!"

So werden Rutschpartien vermieden
-) Schlechte Fahrbedingungen verlängern den Bremsweg, daher ist ein höherer Sicherheitsabstand notwendig.
-) Schnelles Lenken, starkes Bremsen und Gasgeben sowie "hartes einkuppeln beim Schalten" sind auf Eis- und Schneefahrbahnen zu vermeiden. Auf Schnee gilt die halbe Geschwindigkeit und der doppelte Sicherheitsabstand - auf Eis sind ein Viertel der Geschwindigkeit und der dreifache Abstand angebracht.
-) Schnee und Eis lieben Kuppen, Brücken, Walddurchfahrten, Tunnelausfahrten - an diesen gefährlichen Stellen gilt es besondere Vorsicht walten zu lassen.

Fahranfänger
Fahranfänger, oder jene die bis jetzt nur milde Winter kennen gelernt haben, sind durch die momentanen Straßenverhältnisse überfordert. Viele waren noch nie auf Schnee unterwegs, dazu kommt noch, dass zum Teil auch erfahrene Autofahrer ihren Wagen nicht kennen. Die Folge:
falsche Reaktionen. Ein gelb blinkendes ESP-Kontrolllämpchen zum Beispiel, zeigt etwa nur an, dass die elektronische Traktionskontrolle auf rutschigem Untergrund aktiviert wurde. Gas geben oder sogar die Pannenhilfe rufen ist ganz falsch.

Bremsen
Wer mit seinem Auto nicht sehr vertraut ist, sollte auch bedenken, dass sich Vorderrand- und Hinterradantrieb unterschiedlich auf glatten, schneebedeckten Fahrbahnen auswirkt. Auch das Ansprechverhalten unterschiedlicher Bremstypen unterscheidet sich zum Teil voneinander. Salzsprühnebel zum Beispiel hat auf Scheibenbremsen einen anderen Effekt als auf Trommelbremsen: "Salzsprühnebel kann bewirken, dass Scheibenbremsen am Bremsbeginn eine deutlich verminderte Wirkung zeigen", warnt Ing. Kurt Vavryn, Leiter der Abteilung für Fahrausbildung und Fahrzeugtechnik des KfV.

8 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 3 am Wochenende:
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 6 Pkw-Insassen (davon 3 Lenker), 1 Lkw-Lenker und 1 Lenker eines Spiel- und Sportgerätes (Skibob) ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (3), Überholen (1), Fahrstreifenwechsel (1) und Sonstige (1) festgestellt werden.
Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. 3 der 8 Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle. 1 Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.
Vom 1. Jänner bis zum 12. Jänner dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 16 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 20 Menschen tödlich

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
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Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (01) 717 70 - 225
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