• 09.01.2003, 11:18:02
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  • OTS0062 OTW0062

Strutz verlangt lückenlose Aufklärung über sexuelle Übergriffe im LKH-Klagenfurt

Es darf keinen zweiten "Fall Wurst" geben

Eine sofortige und lückenlose Überprüfung der schwerwiegenden
Anschuldigungen von sexuellen Übergriffen und massiven sexuellen
Nötigungen von Mitarbeiterinnen am LKH-Klagenfurt, verlangt heute der
freiheitliche Landesparteiobmann Dr. Martin Strutz.

Es dürfe sich in Kärnten nie wieder ein zweiter "Fall Wurst"
ereignen, wo alle Beteiligten im Umfeld weggesehen und geschwiegen
haben. Gerade aus dem "Fall Wurst" sollten die öffentlichen Stellen,
das Gesundheitsreferat der Landesregierung und die KABEG gelernt
haben, und nach den schwerwiegenden Anschuldigungen durch die
Gleichbehandlungsbeauftragte des LKH-Klagenfurt sofortige
Konsequenzen ziehen. Dies könne nur durch eine sofortige und
lückenlose Überprüfung geschehen, sagte Strutz heute.

In seiner Funktion als Aufsichtsratsmitglied der KABEG hat Strutz
heute auch schriftlich eine Überprüfung und einen sofortigen Bericht
an die Vertreter des Landes Kärnten eingefordert. Er fordert
Gesundheitsreferent Peter Ambrozy auf, in seiner Funktion als
Aufsichtsbehörde sofort tätig zu werden. Die behaupteten sexuellen
Übergriffe und Nötigungen seien keine Einzelmeinung, sondern sind
laut Aussagen der Gleichbehandlungsbeauftragten sehr zahlreich.
Strutz verlangt die sofortige Einvernahme der betroffenen Personen
und hat nach dem es sich bei versuchter Vergewaltigung und massiver
sexueller Nötigung um schwerwiegende strafbare Delikte handelt, heute
eine Sachverhaltsdarstellung an das LKH-Klagenfurt übermittelt.

"Besonders erschütternd waren für mich die Aussagen der
LKH-Frauenexpertin Prazna-Kaiser, dass Kollegen und Kolleginnen die
sexuelle Attacken miterleben einfach "wegschauen und alles
herunterspielen". Hat denn niemand aus den skandalösen Vorfällen um
Primarius Wurst gelernt?", fragt Strutz. Erst eine Mauer des
Schweigens konnte dazu führen, dass Menschen jahrelang leiden
mussten. Dies dürfe sich in Kärnten, insbesondere am LKH-Klagenfurt,
nie wieder wiederholen. Alle betroffenen Personen seien aufgefordert,
an der Aufklärung offensiv mitzuwirken. Das Land Kärnten müsse allen
beteiligten Mitarbeitern, die mithelfen diese skandalösen Dinge
aufzuklären, einen besonderen Schutz und Anonymität zusichern. Strutz
regte an, dass die KABEG eine sofortige Anlaufstelle einrichte, an
die sich Betroffene auch anonym wenden können, damit die skandalösen
Vorfälle sofortigst beendet werden, erklärte Strutz.

Rückfragehinweis: Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus
9020 Klagenfurt

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