- 09.01.2003, 10:00:00
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Pressekonferenz "25 Armeen oder eine? Die Einstellung der Österreicher zu einer gemeinsamen Europäischen Armee"
Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz der Österreichischen
Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) am 9. Jänner im Presseclub
Concordia präsentierten Prof. Herbert Krejci (Präsident der ÖGfE),
Dr. Heinz Kienzl (Vizepräsident der ÖGfE), Dr. Gerhard H. Bauer
(Generalsekretär der ÖGfE)und Sektionschef Hon.Prof. DDr. Erich
Reiter (Beauftragter für Strategische Studien und Leiter des Büros
für Sicherheitspolitik im Bundesministerium für Landesverteidigung)
die Ergebnisse einer österreichweiten Telefonumfrage (N = 1000), die
im Oktober 2002 durchgeführt wurde. Aufgrund des
Nationalratswahlkampfes wird die Studie erst heute vorgestellt. Thema
der Umfrage: Die Einstellung der Österreicher zu einer gemeinsamen
Europäischen Armee.
Zusammenfassung der Ergebnisse:
1. Europa braucht zur Wahrung seiner Interessen militärische Stärke
wie die USA (47 % "ja").
2. Es soll eine gemeinsame Europäische Armee geben (73 % "ja").
3. Österreich soll sich daran beteiligen (64 % "ja").
4. Österreich soll einen Beitrag leisten: wir machen das, was wir
gut können - Gebirgstruppen (69 %), Pioniertruppen (66 %).
Solidarität ist für die Österreicher keine Lippenbekenntnis.
Österreich sollte Sanitätseinheiten (96 %), Zivilschutzeinheiten
(90 %) bereitstellen, aber nur 46 % sind für Bodentruppen.
Daraus lässt sich erkennen, dass die Österreicher keine
Trittbrettfahrer oder Schmarotzer in der europäischen
Sicherheitspolitik sein wollen. Sie wollen sich auch nicht
freikaufen: lediglich 16 % wollen nur einen finanziellen Beitrag
leisten. Die Österreicher wollen Frieden bewahren und sichern,
also aktiv an der Friedenserhaltung und Kriegsverhinderung
mitwirken. Aber die Österreicher wollen nicht als
Kriegsteilnehmer in Kampfeinsätze, die von den USA entschieden
und geführt werden.
5. Die künftige Europa-Armee soll ein Berufsheer aus Freiwilligen
sein (82 %), die den Frieden bewahren soll (77 %) und völlig
selbständig sein (59 %). Nur 34 % wollen eine Kooperation mit
den USA im Rahmen der NATO.
6. Aus den bisherigen Ergebnissen ist die Ablehnung der Aufgabe der
Neutralität(69 %)leichter verständlich.
Das Gesamtergebnis der Umfrage (inkl. Grafiken)sowie ein
ausführliches Statement von Sektionschef Hon.Prof. DDr. Reiter finden
Sie bitte auf http://www.euro-info.net unter den Rubriken
"Pressekonferenzen" und "Studien"! Auf der Homepage der ÖGfE finden
Sie stets aktuelle Studien und Veranstaltungen zum Thema Europa!
Rückfragehinweis:
Österreichische Gesellschaft für Europapolitik
Herr Dr. Gerhard H. Bauer und
Mag. Stefan Schaller
Tel.: 533 49 99
Fax: 533 49 40
mailto:[email protected]
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