Csörgits: Kein Grund, das Pensionsantrittsalter der Frauen vorzeitig anzuheben

Rürup vergisst, dass noch vieles bei der Chancengleichheit der Frauen in der Arbeitswelt offen ist

Wien (ÖGB). Die von Bert Rürup in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS geforderte vorzeitige Angleichung des unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern stößt bei den ÖGB-Frauen auf keine Gegenliebe. "Wer von den Frauen das gleiche Pensionsantrittsalter wie bei den Männern fordert, der hat eine sehr einseitige Ansichtsweise", kritisierte die ÖGB-Frauenvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin, Renate Csörgits, den Rürup-Vorschlag. Es sei nicht einzusehen in bezug auf das Pensionsantrittsalter von den Frauen Gleichberechtigung einzufordern, aber gleichzeitig die Augen vor einer tatsächlichen Umsetzung der Chancengleichheit der Frauen in der Arbeitswelt zu verschließen, so Csörgits. ++++

Vehement abgelehnt wird daher von den ÖGB-Frauen der Vorschlag von Bert Rürup, das Pensionsantrittsalters der Frauen vorzeitig anzuheben. "Ausgangspunkt für die verfassungsrechtliche Verankerung des niedrigeren gesetzlichen Pensionsalters der Frauen im Jahr 1992 war, dass vor der Angleichung des Pensionsalters die Chancengleichheit der Frauen in der Arbeitswelt verwirklicht werden soll. Die Gleichstellung der Frauen ist aber leider noch nicht erreicht - es gibt also keinen Grund, das Pensionsantrittsalter der Frauen vorzeitig - vor 2019 - anzuheben", so Csörgits abschließend. (ew)

ÖGB, 8. Jänner 2003
Nr. 12

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Ernst Weber
Tel. (++43-1) 534 44/361 DW
Fax.: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.or.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004