Fleischbeschau in NÖ stinkt zum Himmel

Heftige VIER PFOTEN-Kritik am Vorgehen von Landesveterinär Karner

Wien (OTS) - Der engagierte Tierarzt und Standesvertreter Thomas Müller aus Wenzersdorf sowie vierzehn weitere Kollegen/innen wurden vom niederösterreichischen Landesveterinärdirektor Franz Karner zum Jahreswechsel endgültig aus dem Kontrolldienst entlassen, weil sie es vor rund anderthalb Jahren gewagt hatten, bei Schlachttier- und Fleischuntersuchungen im Schlachthof Unterstinkenbrunn die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen einzufordern.

"Im Sinne der Tiere und auch der Konsumenten", unterstreicht Dipl.Tzt. Thomas Müller heute wie bereits 2001, "bestehe ich darauf, dass in heimischen Schlachthöfen, so auch in Unterstinkenbrunn, zumindest die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden."

Etwas härter geht VIER PFOTEN-Sprecher Michael Buchner mit dem verantwortlichen Veterinärdirektor Karner ins Gericht: "Wenn nun alle Schlachthofbesitzer dazu ermächtigt werden, sich ihre Kontrollorgane - wie in Unterstinkenbrunn - selbst auszusuchen, können wir uns demnächst endgültig von einer vertretbaren Fleischbeschau verabschieden."

Offensichtlich findet der für Veterinärdirektor Karner zuständige ÖVP-Agrarlandesrat Josef Plank Gefallen an der Personalpolitik seines Parteikollegen, Innenminister Ernst Strasser, Zivilcourage möglichst zu sanktionieren und stattdessen vorauseilenden Gehorsam zu implementieren. Dass in diesem Kontext der Besitzer des Skandal-Schlachthofes Unterstinkenbrunn, Josef Müllner, in seiner Heimatgemeinde als umtriebiger ÖVP-Gemeinderat tätig ist, sei deshalb wirklich nur mehr am Rande bemerkt.

Dabei wäre es gerade in einer für Fleisch so sensiblen Zeit - nach der bis heute ungelösten Medikamenten-Verabreichung in der Schweinemast, nach massiven Missständen in der Geflügelhaltung, nach all den Umetikettierungs-Skandalen in heimischen Schlachthöfen -enorm wichtig, mit gewissenhaft durchgeführten Kontrollen von Schlachttieren und Fleisch dem Vertrauen der österreichischen Konsumenten/innen gerecht zu werden. In Niederösterreich sorgt die ÖVP jedoch seit geraumer Zeit nachdrücklich dafür, dass genau das Gegenteil davon Schule macht.

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