- 02.01.2003, 12:38:07
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Rauch-Kallat: Langzeitarbeitslosigkeit um 13 Prozent gesunken
Private Initiativen vor allem bei "schwer Vermittelbaren" wichtig
Wien, 2. Jänner 2003 (ÖVP-PK) "Obwohl die
Langzeitarbeitslosigkeit in den letzten beiden Jahren, also in der
ÖVP-FPÖ Regierung, um 13 Prozent gesunken ist und Österreich im EU-
Vergleich am drittwenigsten Langzeitarbeitslose hat, ist die Zahl von
12.800 immer noch zu hoch", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-
Generalsekretärin Abg. z. NR Maria Rauch-Kallat bei einer
Pressekonferenz mit der Obfrau des "Vereins für Umwelt und Arbeit",
Dr. Annemarie Graus-Göldner, in Wien. "Auch die Vermittlungsdauer von
Arbeitslosen konnte in den letzten Jahren verringert werden. Diese
ist in Österreich halb so lang wie in Deutschland", so Rauch-Kallat.
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Langzeitarbeitslosigkeit sei ein Problem, das sich auf die
gesamte Familie und selbstverständlich auch ganz massiv auf die
Psyche des Betroffenen auswirke. "Eine der Ursachen für
Langzeitarbeitslosigkeit ist natürlich auch die Arbeitslosigkeit
selbst, denn in dieser Zeit und auch von den oft zahlreichen
erfolglosen Versuchen, Arbeit zu finden, entsteht eine Spirale nach
unten, die immer stärker auch das Selbstwertgefühl des Betroffenen
schwächt, und damit auch die Chance auf Vermittlung wesentlich
schmälert", so Rauch-Kallat.
Neben den Bemühungen des Arbeitsmarktservices seien vor allem bei
Personen, die als "extrem schwer vermittelbar" eingestuft würden,
Initiativen von Privatpersonen oder Vereinen ganz besonders zu
begrüßen. "Eine derartige Initiative wurde vor mehr als fünf Jahren
von Annemarie Graus-Göldner, Bezirksrätin im 3. Wiener
Gemeindebezirk, gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher des 4. Bezirkes
begonnen", so Rauch-Kallat. Es hätten sich dann auch die
Bezirksvorsteher zweier anderer Bezirke angeschlossen, die in den
vier Bezirken sehr erfolgreich dreißig bis fünfzig Arbeitslose
beschäftigen konnten. "Es ist der Initiative auch gelungen, ungefähr
30 Prozent dieser Personen dann zu einem Dauerarbeitsplatz zu
verhelfen und wieder in die reguläre Arbeit zu integrieren", sagte
die ÖVP-Generalsekretärin erfreut.
"Wir haben jungen Menschen den ersten Job geboten, wir haben über
50jährige beschäftigt, die aus der Arbeitswelt herauskatapultiert
worden sind und am Sinn des Lebens gezweifelt haben", berichtete
Annemarie Graus-Göldner von ihren Erfahrungen bei dem fünfjährigen
Projekt, das im Herbst an die Wiener Caritas übergeben wurde. "Das
wichtigste ist, das Selbstwertgefühl der Menschen, die lang
arbeitslos waren, wieder zu heben. Menschen haben Probleme, aber das
ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wer wieder Arbeit
findet, findet dadurch auch die soziale Anerkennung wieder, und dies
ist der erste wichtige Schritt zurück in die Arbeitswelt", schloss
Graus-Göldner.
Rückfragehinweis: ÖVP-Kommunikationsabteilung, Tel.:(01) 401 26-420
Internet: http://www.oevp.at
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