• 02.01.2003, 09:48:27
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  • OTS0019 OTW0019

Strasser: Erneut weniger Verkehrstote - 942 im abgelaufenen Jahr

Bisher niedrigstes Gesamtergebnis aus dem Jahr 2001 konnte neuerlich unterboten werden

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Inneres gibt für das Jahr
2002 auf Grund der Berichte der Bundesgendarmerie und Bundespolizei
über das vorläufige Unfallgeschehen mit tödlichem Ausgang auf dem
österreichischen Bundesgebiet bekannt, dass es im abgelaufenen Jahr
auf den öffentlichen Straßen Österreichs zu 858 tödlichen Unfällen
mit 942 Verkehrstoten kam.

Dieses vorläufige Ergebnis bedeutet nicht nur einen neuerlichen
Rückgang von 1,7 % oder 16 Getöteten gegenüber dem Vorjahr, sondern
auch die bisher absolut niedrigste Zahl seit 51 Jahren (1951) und zum
vierten Mal nach 1998, 2000 und 2001 weniger als 1000 Verkehrstote.
Gegenüber 1972, dem bisher schwärzesten Jahr in der Unfallstatistik
(2948 Tote) ist die Zahl um über zwei Drittel gesunken.

Für Innenminister Dr. Ernst Strasser muss das Bemühen aller
Verantwortlichen für mehr Verkehrssicherheit fortgesetzt werden. "Wir
sind am richtigen Weg", kommentiert der Innenminister die vorläufigen
Unfallzahlen des Jahres 2002. Den "richtigen Weg" der punktgenauen
Kontrollen, intensiven Aufklärung und entsprechenden Vorbeugung, will
der Innenminister fortsetzen: "Punktgenaue Kontrollen von auffälligen
und rücksichtslosen Lenkern durch eine personell und technisch gut
gerüstete Exekutive, geeignete straßenbauliche und
fahrzeugsicherheitstechnische Maßnahmen sowie eine intensive
Aufklärung und Bewusstseinsbildung für ein verantwortungsvolles
Miteinander im Straßenverkehr durch uns alle." Die Einführung eines
Unfalldatenmanagements, das bereits 2003 in Pilotbetrieb geht, gehört
für Strasser ebenso zu den Schwerpunkten für 2003, wie die
Fortsetzung der erfolgreichen Verkehrserziehung in den Berufschulen.

Strasser dankt allen verantwortungsbewussten Verkehrsteilnehmern
und den Kolleginnen und Kollegen der Exekutive, für ihren
konsequenten und persönlichen Einsatz im täglichen Kampf für mehr
Sicherheit auf österreichs Strassen und appelliert erneut an alle
Verkehrsteilnehmer: "Nur gemeinsam können wir unser Ziel - die Zahl
der Verkehrsopfer weiter zu senken - erreichen."

Nach Bundesländern aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild:
Burgenland 37 Verkehrstote (2000: 52), Kärnten 81 (62),
Niederösterreich 256 (261), Oberösterreich 175 (167), Salzburg 55
(66), Steiermark 162 (161), Tirol 99 (115), Vorarlberg 33 (33) und
Wien 44 (41).

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2002 verloren 529
PKW-Insassen, 25 Lkw-Insassen, 91 Motorrad-Fahrer, 5
Autobus-Insassen, 43 Moped-Fahrer, 80 Radfahrer, 153 Fußgänger und 16
Sonstige (Traktor-Lenker, etc.) ihr Leben.
Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen
Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (36,6
%), Vorrangverletzung (11,9 %), Unachtsamkeit/Ablenkung (10,5 %),
Überholen (9,7 %), Übermüdung (4,0 %), Herz-/Kreislaufversagen (2,0
%) und Fehlverhalten von Fußgängern (5,1 %) festgestellt werden.
325 oder 37,9 % aller Schwerstunfälle wurden von der Exekutive als
sogenannte Alleinunfälle registriert.
Alkoholisierung war bei 8,5 % aller tödlichen Unfälle Mitursache.
Knapp zwei Drittel (65,4 %) aller Verursacher eines tödlichen
Verkehrsunfalles gehen auf das Konto der PKW- und Kombi-Lenker. 109
Fußgänger und 31 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben.
157 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.
15 Fahrzeuglenker, die einen tödlichen Unfall verursachten,
begingen Fahrerflucht; 13 hatten keine gültige Lenkberechtigung.

Rückfragehinweis: Mag. Karin Holdhaus
Bundesministerium für Inneres
Tel: +43 1 53 126-2026

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